Gut geplant ist halb gewonnen – auch beim Podcasten

Gut geplant ist halb gewonnen – auch beim Podcasten

Mit Redaktionsplan podcasten

Ein Redaktionsplan ist im Wesentlichen eine tabellarische Darstellung, in die Sie zeilenweise untereinander jeweils einen Beitrag notieren, der zu einem bestimmten Zeitpunkt erscheinen soll.

Die inhaltliche Gestaltung des Plans hängt davon ab, welche Aspekte für Ihre Planung wichtig sind. Wenn sie beispielsweise Interviews führen, ist der Interviewpartner ein wichtiger Faktor. Bei einer Solofolge sind es vielleicht interessante Quellen. Sie können, wenn Sie mit Personas arbeiten (mehr dazu erfahren Sie in der Podcastfolge Wie Sie mit Personas Ihre Hörer besser erreichen), die jeweilige Persona hinzufügen, für die der Beitrag zugeschnitten sein soll, einen Call-to-Action bestimmen und viele weitere Details.

Wenn Sie keine Interviews führen, sondern alleine oder mit anderen Podcastern ein bestimmtes Thema festlegen und besprechen, dann können Sie im Redaktionsplan Schwerpunkte notieren oder – je nach Tool – auch eine Gliederung und Notizen hinzufügen.

Die Arbeit mit einem Redaktionsplan beim Podcasten ist sinnvoll, da er zum Dranbleiben motiviert, Sie den Überblick behalten und Sie durch eine gute Planung letztendlich Zeit sparen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie wöchentlich, monatlich oder seltener senden.

Mein Podcast übers Podcasten erscheint beispielsweise monatlich und mir hilft ein Redaktionsplan dabei, fokussiert und konzentriert allen Aufgaben nachzugehen. So habe ich keine losen Enden im Kopf, konkrete Termine notiert und nächste Schritte formuliert. (Mehr über lose Enden können Sie auf der Selbstcoaching-Plattform Zeitzuleben nachlesen.)

 

Tools für den Redaktionsplan

Häufig nutzen Redaktionen, Agenturen, Blogger und Podcaster für Redaktionspläne klassische Exceltabellen. Das ist praktisch, da man am Anfang das Datum eintragen und dann entsprechend viele Spalten für die einzelnen To-dos anlegen kann. Eine ganze Reihe kostenloser Vorlagen für Redaktionspläne auf der Grundlage von Exceltabellen finden Sie im Netz.

Sie können für den Redaktionsplan auch das Tool nutzen, das Sie für Ihre Planung sowieso schon zum Einsatz bringen. Das kennen Sie und so finden Sie schneller einen Weg, wie Sie es für den Redaktionsplan erweitern und nutzen können.
Die Notizen-App Evernote wird auch gerne genutzt – wer es umfangreicher möchte, kann Scompler verwenden, eine Software für strategisches Content-Marketing.

 

Redaktionsplan in der Kalender-App

Nutzen Sie einen elektronischen Kalender? Zum Beispiel den Google-Kalender? Der ist kostenlos, Sie können ihn auf dem Rechner und auf Ihren mobilen Geräten nutzen und immer synchron halten. Es lassen sich hier verschiedene Kalender hinzufügen, sodass Ihre Podcastplanung nicht mit anderen Terminen kollidiert. Vielleicht gibt es auch Kalender, die Sie an relevante Termine für Ihren Podcast erinnern – diese können Sie dann einfach in den Google-Kalender  integrieren. Für mich sind wichtige Termine beispielsweise der Welt-Radio-Tag am 13. Februar und der Welttag der Stimme am 16. April. Solche Ereignisse können dann Aufhänger sein für einen Einstieg oder auch Anregungen bieten für neue Themen. Sie finden verschiedene Anlässe – deutsche und internationale Feiertage, Schulferien, beliebte Events und Konzerte – auch im sogenannten kleinen Kalender, den Sie im ICS-Format herunterladen und in den Google-Kalender  importieren können. (ICS ist das Dateiformat für den Kalender von Apple, doch Google-Kalender und andere Kalender können dieses Format ebenfalls öffnen und importieren.)

Ich nutze den iCal von Apple als Kalender, der mir diese Funktionen ebenfalls bietet. Und um den Überblick zu behalten, lassen sich einzelne Kalender ausblenden und farblich markieren.

Mit einem elektronischen Kalender können Sie sich außerdem an Termine erinnern lassen und wiederkehrende Termine automatisch eintragen. So habe ich beispielsweise den Termin „Podcast veröffentlichen“ an jedem ersten Donnerstag im Monat definiert und kann mir für die zu tätigenden Aktionen jeweils Erinnerungen einstellen.

Ich habe in meinem Kalender jeweils die Montage für meinen Podcast und Blog reserviert. In meiner Wochenplanung, die ich immer mit einem Blick auf die Monats- und Jahresübersicht mache, trage ich mir hier dann die notwendigen Schritte für jeden Montag ein. Im Kalender gibt es dann ein Feld "Podcast", hier kann ich mir Notizen für die einzelnen To-dos machen. Und wenn ich mich an einem Montag nicht meinem Blog oder Podcast widmen kann, dann lassen sich die reservierten Zeitblöcke mit der Computermaus ganz leicht auf einen anderen Tag in meinem Kalender verschieben.

So komme ich selten in Zeitdruck, es gibt keine zeitliche Engpässe im Hinblick auf andere Aufgaben. Und vor allem schwirren keine losen Enden in meinem Kopf herum.

Andere Tools bieten ähnliche Möglichkeiten und ich bin auch nicht nur digital unterwegs. Das Herzstück meiner Planung ist der „analoge“ Businessplaner von WeekView*. Den habe ich vor etwa zwei Jahren kennengelernt und er passt ideal zu meinen Ansprüchen. Er bietet Raum für eine übersichtliche Wochenplanung, gleichzeitig habe ich Termine der kommenden Wochen im Blick, es gibt Vorlagen für die Jahres- und Quartalsplanung und ausreichend Platz für Notizen und Reflektionen ist auch vorhanden. Für die konkrete Wochenplanung trage ich die Termine aus dem digitalen Kalender in den papiernen ein und kann dann Termine mit dem Marker hervorheben oder mit kleinen Skizzen etwas Farbe in meine To-dos bringen.

 

MeisterTask für die Details  

Für die detaillierte Planung nutze ich MeisterTask. MeisterTask ist ein Tool, mit dem Sie Aufgaben sehr übersichtlich planen können. Hier habe ich ein Board „Redaktionsplan“ mit jeweils einer Spalte (Sektion) für den Kanal angelegt, den ich bespiele: Podcast, Blog, Newsletter und Tipps & Tricks.

Wenn Sie nur einen Kanal bedienen, können Sie die vorgegeben Spalten „Offen“, „In Arbeit“ und „Erledigt“ nutzen oder sich für jeden Kanal oder jedes Projekt ein Board erstellen. Für den Multiple-Sklerose-Podcast sammle ich hier zum Beispiel Ideen für das Projekt und notiere Aufgaben wie „Seite für DSGVO anpassen“. Jeder Aufgabe kann ich einen Termin hinzufügen und mich erinnern lassen. Ich kann Checklisten erstellen, indem ich „Checklisten-Einträge“ hinzufüge. Da bei wiederkehrenden Aufgaben die Checklisten gleich sind, ist es möglich, Checklisten vorzubereiten und dann beispielsweise einer Aufgabe wie „Podcastfolge erstellen“ eine einmal erstellte Liste hinzuzufügen. Sie können jeden Punkt abhaken, löschen oder innerhalb der Checkliste verschieben.

Jeder Punkt auf der Checkliste lässt sich außerdem wieder zu einer Aufgabe machen, in den Spalten des Boards bewegen, terminieren usw.
Außerdem können Sie E-Mails an einzelne Sektionen senden und so den E-Mail-Verkehr an einer Stelle sammeln. Anhänge wie Fotos lassen sich den Aufgaben zufügen und können bei Bedarf heruntergeladen werden. Sie haben dann alles an einem Ort.

Ich organisiere nicht nur meinen Podcast in MeisterTask sondern auch viele andere Projekte. Ich habe hier dann häufig Checklisten mit Informationen über Formate, Schriftgrößen, Vorlagen, Textbausteine und Ähnliches hinterlegt. Das spart auch wieder Zeit, da alles an einem Ort liegt.

Sowohl meinen digitalen Kalender als auch MeisterTask nutze ich auch auf meinem Smartphone und iPad. Die Apps synchronisieren sich automatisch. So kann ich auch unterwegs Ideen und Gedanken dort notieren oder Termine hinzufügen und verschieben.

 

Das war ein kleiner Blick auf meine Podcastplanung und die dabei verwendeten Tools. Ich kann sehr viel konzentrierter, fokussierter und entspannter arbeiten, wenn alles seinen Platz im Redaktionsplan hat und dann in meinem Kalender landet. Die Planung ist die Basis, von der aus ich agiere, wo ich mithilfe der beschriebenen Tools das erfassen und abbilden kann, was planbar ist.

So halte ich es auch wie Friedrich Dürrenmatt, der gesagt hat: „Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall treffen.“ Und mich haben schon wunderbare Zufälle getroffen.

Wie gehen Sie bei der Planung Ihrer Podcasts vor? Nutzen Sie die Kommentarfunktion für Ihre Tipps und Erfahrungsberichte.

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ARD/ZDF-Onlinestudie 2018 – Audiowelten wachsen weiter

ARD/ZDF-Onlinestudie 2018 – Audiowelten wachsen weiter

Da ist sie, die ARD/ZDF-Onlinestudie 2018, veröffentlich Mitte Oktober. Und auch in diesem Jahr gibt es Ergebnisse, die so noch nicht da waren. Zum Beispiel ist die Anzahl der Onliner in Deutschland auf über 90 Prozent gestiegen. Das sind knapp 1 Million mehr als 2017.

Mich interessiert wie jedes Jahr, ob denn auch mehr Menschen Podcasts hören, und unter diesem Gesichtspunkt habe ich mir die Ergebnisse genauer für Sie angeschaut.

Immer mehr Menschen im Internet

Besonders deutlich ist die Zahl der Menschen gestiegen, die das Internet täglich nutzen. Das sind 77 Prozent der Gesamtbevölkerung, also 54 Millionen Menschen.

Doch was machen die da im Internet? Zumindest 39 Prozent konsumieren Medien! Und zwar täglich 82 Minuten. Davon gehen 32 Minuten fürs Sehen drauf, 30 Minuten fürs Lesen und 25 Minuten fürs Hören.

Die restliche Zeit im Internet (87 Minuten) wird mit „Individualkommunikation“ verbracht, also dem Schreiben von Nachrichten mit Messengerdiensten, Surfen, Shoppen, Suchen und Spielen.

Audiowelten wachsen weiter

Insgesamt ist die wöchentliche Audionutzung um 4 Prozentpunkte auf 49 Prozent gestiegen.

Das Musikhören über YouTube macht in der Verteilung das Rennen, doch auch Musikstreamingdienste haben die Nase vorn.

* Spotify, Apple Music, Amazon Music, Deezer, Nepster, Google Play Musik und SoundCloud.

Die Nutzung von Audio-Podcasts ist stabil geblieben, bei der Gesamtbevölkerung leider um einen Prozentpunkt von 4 auf 3 Prozent gefallen, doch in der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen sind es 5 Prozent, die mindestens einmal wöchentlich Audio-Podcasts hören.

Mit seinem Podcast also auch auf den Streaming-Plattformen wie Spotify präsent zu sein, ist eine gute Idee.
Um auf YouTube den Podcast zu veröffentlichen, ist der Extraschritt vom Audio zum Video nötig, also eine Konvertierung  der MP3-Datei zur MP4-Datei.   Mithilfe von Auphonic haben Sie schnell ein Video mit Standbild erstellt und können dies auf Ihrem YouTube-Kanal veröffentlichen. Der Podcast-Hostingservice Podigee bietet die Umwandlung in ein Video ab dem Paket "Garage"  ebenfalls an.

Mediennutzung zunehmend zeit- und ortssouverän

Laut Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks und stellvertretender Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission, zeigt die Studie auch, dass die Mediennutzung zunehmend zeit- und ortssouverän  über das Internet erfolgt, und das jetzt auch in den mittleren Altersgruppen.

Angaben dazu, mit welchen Geräten Medien genutzt werden, hat die ARD/ZDF-Onlinestudie nicht erhoben. Da wäre der Aspekt der ortssouveränen Nutzung noch mal interessant. Denn nach wie vor scheint der Podcast gerade bei der Unterwegsnutzung zu punkten.

Für weitere Informationen lesen und hören Sie auch gerne den Beitrag zu Zahlen, Daten, Fakten und was diese fürs Podcasten bedeuten. Und hier finden Sie eine Grafik zu den wichtigsten Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie 2018.

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Audiogramme für Ihren Podcast in den sozialen Medien

Audiogramme für Ihren Podcast in den sozialen Medien

Audios haben immer noch ein kleines Handycap. Sie können nicht wie Videos direkt im Stream von Facebook oder Twitter abgespielt werden. Doch Sie können das umgehen, in dem Sie aus Ihrem Audio ein Video machen. Ein Audiogramm. Das ist mit einigen Klicks erledigt, wie ich bereits letzten Sommer im Beitrag Mit Auphonic Audios direkt auf Facebook teilen gezeigt habe. 
Wenn Sie bei Ihren Produktionen sowieso auf Auphonic setzen, dann ist das "ein Abwasch". Wenn nicht, dann ist so ein Audiogramm dennoch mit wenigen Klicks dort erstellt.

Ein Audiogramm ist eine MP4-Datei, also ein Video, und kann direkt im Stream von Facebook und Twitter abgespielt werden. Hier ein Beispiel, ein Audiogramm aus dem PüP 59 mit Saskia Lund:

Tools, die das ebenfalls können, sind Audiogram und Headliner. Headliner ist mein Favorit, da er sehr gute deutschsprachige Transkripte erstellt und diese als Untertitel im Video anzeigt. Audiogram kann ebenfalls Untertitel erstellen, doch das Bearbeiten derselben ist nicht ganz so komfortabel.

In wenigen Schritten vom Audio zum Video mit Untertiteln

Als erstes dürfen Sie einen kostenlosen Account auf Headliner erstellen. Einmal eingeloggt, geht es direkt los.

Klicken Sie auf Audiogram Wizard, können Sie ein Audio mit einer Länge von maximal 10 Minuten erstellen und auf Facebook, Twitter und Instagram teilen. 10 Minuten sind vollkommen ausreichend, um beispielsweise einen O-Ton oder einen Ausschnitt aus einer Ihrer Podcastepisoden als "Appetizer" anzubieten.

Es öffnet sich ein neues Fenster, in das Sie Ihr Audio hochladen. Hier können Sie eine MP3-Datei hochladen – ich bevorzuge allerdings WAV, da ich gerne mit der bestmöglichen Qualität starte.

Direkt unter dem Upload-Fenster aktivieren Sie die "Audio Transcription" und wählen die Sprache Ihres O-Tons aus.

Der blaue Button NEXT bringt Sie zum nächsten Fenster.

Ansicht der Tonspur in Headliner mit Möglichkeit zum Trimmen

Hier sehen Sie den von Ihnen ausgewählten Clip. Mit gehaltener Maustaste lässt sich die blau markierte Tonspur bewegen oder an den Rändern verkleinern, die Auswahl des Soundschnipsels noch verändern. Das geht auch, indem Sie bei "Clip Start" und "Clip End" die Zahlenwerte verändern.

Die mögliche Videolänge der Uploads ist je nach Social-Media-Kanal verschieden. Bei Facebook können Sie die maximal hochgeladenen 10 Minuten auch veröffentlichen, bei Twitter sind nur 2:20 Minuten erlaubt. Bei Instagram muss es noch kürzer sein, da geht nur 1 Minute, bei Instagram Stories sogar nur 15 Sekunden und Snapchat erlaubt lediglich 10 Sekunden.

Mit dem "Time Limit Selector" lässt sich der bevorzugte Kanal auswählen und der hochgeladene Sound wird auf die erlaubte Länge gekürzt. Die Auswahl treffen Sie, indem Sie mit der Maus den markierten Bereich verschieben.

Das Ergebnis lässt sich einfach mit dem Playbutton unter der Spur prüfen.

Im nächsten Fenster wählen Sie das Format Ihres Videos. Auch hier wählen Sie wieder je nach Netzwerk. Auf Twitter und Facebook funktioniert das quadratische Format, "Square".

Nach dieser Wahl laden Sie das Bild für Ihr Video hoch. Sie können es noch ein wenig bearbeiten, also den genauen Ausschnitt auswählen. Im Fall der quadratischen Darstellung für Twitter oder Facebook ist es unkomplizierter hier gleich ein quadratisches Bild hochzuladen.

Ihr Podcastcover würde vom Format her an dieser Stelle gut passen, doch beachten Sie, dass neben der Welle auch noch die Untertitel beim Abspielen des Videos das Bild verdecken. Die Untertitel erscheinen übrigens immer im unteren Drittel, sodass zumindest bei der Wahl der Position der Welle nicht viele Möglichkeiten passen.

Folgendes steht im Hinblick auf die immer erscheinende Welle generell zur Wahl: Die Art der Welle ("Wave Type") die auf Ihrem Video erscheinen soll, die Position ("Wave Position") sowie die Farbe der Welle ("Wave Color"). Bedenken Sie, weiße Wellen auf weißem Grund sind nicht gut sichtbar 😉

Jetzt noch ein Klick auf CREATE PROJECT am unteren Bildschirmrand und Ihr Audiogramm wird zusammengesetzt.

Nach kurzer Zeit sehen Sie die Vorschau des Audiogramms in einem neuen Fenster und haben jetzt noch einmal die Gelegenheit, es zu bearbeiten.

Screenshot: Vorschau und Bearbeitungsfenster in Audiogram-App

Auf der rechten Seite klicken Sie in den Text und können die Transkription bearbeiten. Ich habe bisher immer sehr gute Ergebnisse bekommen und lediglich Kleinigkeiten mussten hier korrigiert werden.

Wenn Sie den Player unterhalb der Audiogramm-Vorschau starten, laufen die Untertitel im Bild rechts unterhalb der zuckenden Wellenform. Die Schrift können Sie ebenfalls anpassen, indem Sie auf den Button STYLE klicken.

Möchten Sie noch etwas am Bild oder der Wellenform ändern, dann klicken Sie in die entsprechende Spur im unteren Teil des Fensters, und gelangen so wieder zu den Bearbeitungsfenstern.

Abschließend klicken Sie rechts auf EXPORT.

Export-Einstelllungen in Headliner-App

Im Export-Fenster haben Sie noch die Möglichkeit, die Videoeinstellungen zu verändern und Ihre E-Mail-Adresse einzutragen, um über den erfolgreichen Export benachrichtigt zu werden. Zudem können Sie Ihrem Audioschnipsel auch noch ein Intro oder Outro hinzufügen. Dann klicken Sie noch einmal auf EXPORT und Ihr Audiogramm wird generiert. Ein Fortschrittsbalken zeigt den Prozess auf dem Monitor an und Sie werden dann zum Herunterladen aufgefordert.

Wieder bekommen Sie ein neues Fenster angezeigt. Hier geht es jetzt wirklich zum Download. Sie können einen Link zum Teilen kopieren, das Video in Ihrer Dropbox oder auf Google Drive speichern.

Mein Fazit: Headliner ist ein tolles Tool, um Ihrem Audio ein schickes Outfit zu geben und es zu einem Hingucker in verschiedenen Social-Media-Kanälen zu machen und so die Aufmerksamkeit auf Ihren Podcast zu lenken.

Audiogramme wirken

Ich selbst habe bereits gute Resonanz auf solche kleinen Hörhappen auf Twitter und Facebook bekommen und Studien bestätigen dies. Zum Beispiel heißt es in The State of Social 2016 von Buffer, dass Facebook-Videos mehr als 135 Prozent organische Reichweite als Facebook-Fotos erreichen. Organische Reichweite meint Personen, die mit der Seite verbunden sind und den Beitrag direkt sehen oder ihn sehen, weil sie die Seite aufgerufen haben. Und bei Twitter heißt es, Videos würden sechs mal mehr Retweets bekommen als Fotos.

Bilden Sie sich selbst ein Urteil und probieren Sie diese Form mal aus! Ich freue mich über das Teilen Ihrer Erfahrung in den Kommentaren.

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Besser Podcasten

Besser Podcasten

Für die Wahl des Titels zu diesem Beitrag habe ich etwas gegoogelt und bin dabei auf das Video "Besser werden" von Yvonne Catterfeld gestoßen. Da heißt es:

Muss denn wirklich alles besser werden,
um gut genug zu sein?
Weiter, schneller, höher,
damit es endlich reicht.

Nein, das meine ich nicht.

1. Setzen Sie Ihre eigenen Maßstäbe

Dafür dürfen Sie zunächst die Qualitätskriterien für Ihren Podcast bestimmen. Ich selbst sehe die Tonqualität, aber auch den Inhalt als Qualitätsmerkmal an. Regelmäßiges, verlässliches Veröffentlichen, die Verständlichkeit der Inhalte und auch die Anzahl der Downloads sind für mich ebenfalls Kriterien. Sie verfolgen ein konkretes Ziel mit Ihrem Podcast? Dann ist die Zielerreichung natürlich ebenfalls wichtig.

Zeichnen Sie eine Grafik, ein Schießscheibendiagramm, oder laden Sie sich eine Vorlage herunter. Am äußeren Rand benötigen Sie so viele Punkte, wie Sie Qualitätskriterien für Ihren Podcast haben. Von diesen ziehen Sie jeweils eine Gerade zum Mittelpunkt.

Dann unterteilen Sie die Geraden beispielsweise in zehn oder sechs gleiche Teile und verbinden diese miteinander. Die 10 steht hier zum Beispiel für "perfekt", keine Veränderungen notwendig, die 1 für "größte Baustelle", da darf ich dringend was ändern, und die 5 für "okay", da kümmere ich mich mal drum, wenn ich Zeit habe. Bei einer Einteilung von 1 bis 6 könnten Sie sich an den Schulnoten orientieren.

Schießscheibengrafik besser werden

Schreiben Sie an jede Gerade ein Kriterium, nach dem Sie Ihren Podcast bewerten möchten.

Die Grafik kann grundsätzlich auch mehr oder weniger Kriterien haben. Drei sollten es schon sein, damit Sie die Qualität ihres Podcasts gut bildlich darstellen können.

2. Verschaffen Sie sich einen Überblick

Versuchen Sie einzuschätzen, welche Zahl auf der Skala, welche Note Ihr Podcast bei welchem Kriterium bekommt. Beziehen Sie Feedback, das Sie bisher bekommen haben, mit ein und holen Sie sich Anregungen aus anderen Podcasts, die Sie hören. Vielleicht haben Sie auch einen Podcast als Vorbild. Doch auch wenn Sie Vorbilder haben oder Vergleiche ziehen und denken: "Mein Podcast soll so gut strukturiert sein wie der von Ivan Blatter, meine Hörer so inspirieren wie die Folgen von Laura Malina Seiler oder so lustig sein, wie der NLP-fresh-up-Podcast: Entscheidend ist, wo Sie selbst gerade mit Ihrem Podcast stehen. Entwickeln Sie auch ganz eigene, für ihn zugeschnittene und an ihm orientierte Qualitätskriterien und -maßstäbe, ohne sich an anderen zu messen. Orientieren ja, messen nein 😉

Hören Sie noch mal in alte Episoden rein. Mir geht es häufig so, dass ich meine eigenen Sachen besser mit etwas Abstand beurteilen kann. Oder machen Sie eine Umfrage bei Ihren Hörerinnen und Hörern.

Dann geht's ans Visualisieren. Sie können Ihrem Podcast – beispielsweise bei einer Einteilung von 1 bis 10 – erstmal überall einen Punkt auf der 5 geben. Dann ist es einfacher und motivierender, als wenn Sie gedanklich bei jedem Kriterium bei 0 anfangen.

besser Podcasten mit selbst erstelltem Scheißscheibendiagramm
besser Podcasten mit selbst erstelltem Schießscheibendiagramm

3. Schritt für Schritt besser werden

Legen Sie fest, an welchen Baustellen Sie als erstes arbeiten möchten. Sie wollten sich sowieso mal ein neues Mikrofon zulegen? Das bringt vermutlich Positionsverbesserungen bei der technischen Qualität. Bei Downloads knickt Ihr "Ist-Kreis" ziemlich ein? Dann überlegen Sie sich, wo Sie noch Werbung für Ihren Podcast machen können, wo erreichen Sie Ihre Zielgruppe am besten? Kommen Sie einfach nicht in Kontakt mit Ihren Hörerinnen und Hörern? Dann prüfen Sie doch mal, wie einfach Sie es ihnen machen oder ob Sie sie mit zu vielen Möglichkeiten eher verwirren. Oder vielleicht gibt es noch Skills, die Sie üben könnten. Audioschnitt, Präsenz ... Wenn Sie die Zahl Ihrer Websitebesucher erhöhen möchten (das kann ein Ziel Ihres Podcasts sein) und sehen, dass Ihnen das mit Hilfe des Podcasts noch nicht gelingt, dann überlegen Sie, wie Sie Ihre Hörerinnen und Hörer auch auf Ihre Website lotsen können. Bieten Sie dort beispielsweise einen kostenlosen Download an, weitere interessante Informationen oder erstellen Sie besondere Angebote. Und das formulieren Sie in einem CTA (Call-to-Action) in Ihrem Podcast. – Denken Sie daran, dass Ihre Hörer*innen Podcasts vielleicht beim Joggen hören und dann darf ein Anreiz da sein, auch Ihre Seite zu besuchen.

Wenn Sie mögen, können Sie auch noch einen Zielkreis in die Grafik malen. Markieren Sie die Punkte, wo Sie hinwollen. Perfektionisten könnten es hier schwer haben, da sie vermutlich überall die 10 erreichen möchten ;-). Doch ist das hinsichtlich des zeitlichen und finanziellen Aufwands realistisch und überhaupt nötig? Verlieren Sie bei den einzelnen Schritten nicht das Ziel Ihres Podcasts und Ihre Zielgruppe aus den Augen. Und noch einmal passt ein Textzitat von Yvonne Catterfeld:

Der Läufer läuft nicht nur, um oben zu stehen.
Und der Maler malt nicht für den höchsten Preis.
Und der Schwimmer schwimmt nicht nur, um weiter zu kommen.
Keine Geschichte wird erzählt, nur um die größte zu sein.

Yvonne Catterfeld

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Tipps & Tricks für Podcaster – Gleichmäßige Lautstärke mit Auphonic

Und zum Lesen für die, die nicht hören wollen:

Ich war in der letzten Zeit ziemlich viel mit dem Auto unterwegs. Und ich höre im Auto auch Podcasts und da war es ganz besonders schade, dass viele Podcastfolgen zu leise sind oder eben starke Schwankungen in der Lautstärke haben. Bei Interviews ist beispielsweise ein Interviewpartner deutlich leiser als der oder die  andere. Im Auto kann man das dann schlecht verstehen. 

Ich habe kein Radio, dass ich mit meinem iPhone verbinden kann, so dass ich über das Smartphone höre, welches mit einer Halterung in meinem Auto befestigt ist.

Und da man sich beim Auto fahren nicht so sehr auf die Hörbeiträge konzentrieren kann, kriegt man leise Stellen nicht mit. Das finde ich immer sehr schade.

Doch man könnte etwas dagegen tun und zwar der einfachste Weg ist sicherlich die Nutzung von Auphonic.
Auphonic ist ein Webservice auf dem Sie 2 Stunden Audiomaterial im Monat kostenlos bearbeiten lassen können. Beispielsweise die Lautstärke anpassen, also den Lautstärkepegel für Podcast oder mobiles Hören auswählen. Und wenn Sie alle Ihre Beiträge über Auphonic schicken, dann haben die auch immer die gleiche Lautstärke.

Bei Interviews ist es häufig so, dass einer der Sprecher leiser ist als der oder die andere. Bei Auphonic wird jedoch ein Leveller auf das Audio angewendet, so dass die Lautstärken erstmal ein bisschen aneinander angeglichen werden und dann der gesamte Beitrag angehoben wird.

Ein tolles Tool und mein Tipp für eine konstante Lautstärke Ihrer Podcastfolgen.

Hier lesen Sie mehr über Auphonic auf meinem Blog.

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15 Jahre audio:beiträge

15 Jahre audio:beiträge

15 Jahre audio:beiträge! Ja, und ich bin auch ein wenig stolz darauf, dass ich dem Audio treu geblieben bin. Gut erinnere ich mich noch an irritierte Fragen zu meinem Angebot: „Wie? Nur hören?“ Mehr als einmal habe ich vom Podcast-Boom gelesen – und dann von anderer Seite vernommen: Podcasts sind tot.

Für mich leben Podcast und Audio noch immer und ich bin ein großer Hörfan. Ich freue mich über das reiche Angebot und die Vielzahl der Sendungen in immer neuen Kontexten, über die wachsende Anzahl von Hörerinnen und Hörern und natürlich über die wachsende Zahl Interessierter an meinen Präsenz- und Online-Kursen sowie meiner individuellen Unterstützung.

Zu meinem 15-Jährigen habe ich auch etwas für Sie: 15 Tage gibt es 15 Prozent Rabatt auf meinen – noch recht frischen – Selbstlernkurs  In 5 Schritten zum eigenen Podcast!

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