Audiogramme für Ihren Podcast in den sozialen Medien

Audiogramme für Ihren Podcast in den sozialen Medien

Audios haben immer noch ein kleines Handycap. Sie können nicht wie Videos direkt im Stream von Facebook oder Twitter abgespielt werden. Doch Sie können das umgehen, in dem Sie aus Ihrem Audio ein Video machen. Ein Audiogramm. Das ist mit einigen Klicks erledigt, wie ich bereits letzten Sommer im Beitrag Mit Auphonic Audios direkt auf Facebook teilen gezeigt habe. 
Wenn Sie bei Ihren Produktionen sowieso auf Auphonic setzen, dann ist das „ein Abwasch“. Wenn nicht, dann ist so ein Audiogramm dennoch mit wenigen Klicks dort erstellt.

Ein Audiogramm ist eine MP4-Datei, also ein Video, und kann direkt im Stream von Facebook und Twitter abgespielt werden. Hier ein Beispiel, ein Audiogramm aus dem PüP 59 mit Saskia Lund:

Tools, die das ebenfalls können, sind Audiogram und Headliner. Headliner ist mein Favorit, da er sehr gute deutschsprachige Transkripte erstellt und diese als Untertitel im Video anzeigt. Audiogram kann ebenfalls Untertitel erstellen, doch das Bearbeiten derselben ist nicht ganz so komfortabel.

In wenigen Schritten vom Audio zum Video mit Untertiteln

Als erstes dürfen Sie einen kostenlosen Account auf Headliner erstellen. Einmal eingeloggt, geht es direkt los.

Klicken Sie auf Audiogram Wizard, können Sie ein Audio mit einer Länge von maximal 10 Minuten erstellen und auf Facebook, Twitter und Instagram teilen. 10 Minuten sind vollkommen ausreichend, um beispielsweise einen O-Ton oder einen Ausschnitt aus einer Ihrer Podcastepisoden als „Appetizer“ anzubieten.

Es öffnet sich ein neues Fenster, in das Sie Ihr Audio hochladen. Hier können Sie eine MP3-Datei hochladen – ich bevorzuge allerdings WAV, da ich gerne mit der bestmöglichen Qualität starte.

Direkt unter dem Upload-Fenster aktivieren Sie die „Audio Transcription“ und wählen die Sprache Ihres O-Tons aus.

Der blaue Button NEXT bringt Sie zum nächsten Fenster.

Ansicht der Tonspur in Headliner mit Möglichkeit zum Trimmen
Hier sehen Sie den von Ihnen ausgewählten Clip. Mit gehaltener Maustaste lässt sich die blau markierte Tonspur bewegen oder an den Rändern verkleinern, die Auswahl des Soundschnipsels noch verändern. Das geht auch, indem Sie bei „Clip Start“ und „Clip End“ die Zahlenwerte verändern.

Die mögliche Videolänge der Uploads ist je nach Social-Media-Kanal verschieden. Bei Facebook können Sie die maximal hochgeladenen 10 Minuten auch veröffentlichen, bei Twitter sind nur 2:20 Minuten erlaubt. Bei Instagram muss es noch kürzer sein, da geht nur 1 Minute, bei Instagram Stories sogar nur 15 Sekunden und Snapchat erlaubt lediglich 10 Sekunden.

Mit dem „Time Limit Selector“ lässt sich der bevorzugte Kanal auswählen und der hochgeladene Sound wird auf die erlaubte Länge gekürzt. Die Auswahl treffen Sie, indem Sie mit der Maus den markierten Bereich verschieben.

Das Ergebnis lässt sich einfach mit dem Playbutton unter der Spur prüfen.

Im nächsten Fenster wählen Sie das Format Ihres Videos. Auch hier wählen Sie wieder je nach Netzwerk. Auf Twitter und Facebook funktioniert das quadratische Format, „Square“.

Nach dieser Wahl laden Sie das Bild für Ihr Video hoch. Sie können es noch ein wenig bearbeiten, also den genauen Ausschnitt auswählen. Im Fall der quadratischen Darstellung für Twitter oder Facebook ist es unkomplizierter hier gleich ein quadratisches Bild hochzuladen.

Ihr Podcastcover würde vom Format her an dieser Stelle gut passen, doch beachten Sie, dass neben der Welle auch noch die Untertitel beim Abspielen des Videos das Bild verdecken. Die Untertitel erscheinen übrigens immer im unteren Drittel, sodass zumindest bei der Wahl der Position der Welle nicht viele Möglichkeiten passen.

Folgendes steht im Hinblick auf die immer erscheinende Welle generell zur Wahl: Die Art der Welle („Wave Type“) die auf Ihrem Video erscheinen soll, die Position („Wave Position“) sowie die Farbe der Welle („Wave Color“). Bedenken Sie, weiße Wellen auf weißem Grund sind nicht gut sichtbar 😉

Jetzt noch ein Klick auf CREATE PROJECT am unteren Bildschirmrand und Ihr Audiogramm wird zusammengesetzt.

Nach kurzer Zeit sehen Sie die Vorschau des Audiogramms in einem neuen Fenster und haben jetzt noch einmal die Gelegenheit, es zu bearbeiten.

Screenshot: Vorschau und Bearbeitungsfenster in Audiogram-App
Auf der rechten Seite klicken Sie in den Text und können die Transkription bearbeiten. Ich habe bisher immer sehr gute Ergebnisse bekommen und lediglich Kleinigkeiten mussten hier korrigiert werden.

Wenn Sie den Player unterhalb der Audiogramm-Vorschau starten, laufen die Untertitel im Bild rechts unterhalb der zuckenden Wellenform. Die Schrift können Sie ebenfalls anpassen, indem Sie auf den Button STYLE klicken.

Möchten Sie noch etwas am Bild oder der Wellenform ändern, dann klicken Sie in die entsprechende Spur im unteren Teil des Fensters, und gelangen so wieder zu den Bearbeitungsfenstern.

Abschließend klicken Sie rechts auf EXPORT.

Export-Einstelllungen in Headliner-App
Im Export-Fenster haben Sie noch die Möglichkeit, die Videoeinstellungen zu verändern und Ihre E-Mail-Adresse einzutragen, um über den erfolgreichen Export benachrichtigt zu werden. Zudem können Sie Ihrem Audioschnipsel auch noch ein Intro oder Outro hinzufügen. Dann klicken Sie noch einmal auf EXPORT und Ihr Audiogramm wird generiert. Ein Fortschrittsbalken zeigt den Prozess auf dem Monitor an und Sie werden dann zum Herunterladen aufgefordert.

Wieder bekommen Sie ein neues Fenster angezeigt. Hier geht es jetzt wirklich zum Download. Sie können einen Link zum Teilen kopieren, das Video in Ihrer Dropbox oder auf Google Drive speichern.

Mein Fazit: Headliner ist ein tolles Tool, um Ihrem Audio ein schickes Outfit zu geben und es zu einem Hingucker in verschiedenen Social-Media-Kanälen zu machen und so die Aufmerksamkeit auf Ihren Podcast zu lenken.

Audiogramme wirken

Ich selbst habe bereits gute Resonanz auf solche kleinen Hörhappen auf Twitter und Facebook bekommen und Studien bestätigen dies. Zum Beispiel heißt es in The State of Social 2016 von Buffer, dass Facebook-Videos mehr als 135 Prozent organische Reichweite als Facebook-Fotos erreichen. Organische Reichweite meint Personen, die mit der Seite verbunden sind und den Beitrag direkt sehen oder ihn sehen, weil sie die Seite aufgerufen haben. Und bei Twitter heißt es, Videos würden sechs mal mehr Retweets bekommen als Fotos.

Bilden Sie sich selbst ein Urteil und probieren Sie diese Form mal aus! Ich freue mich über das Teilen Ihrer Erfahrung in den Kommentaren.

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Besser Podcasten

Besser Podcasten

Für die Wahl des Titels zu diesem Beitrag habe ich etwas gegoogelt und bin dabei auf das Video „Besser werden“ von Yvonne Catterfeld gestoßen. Da heißt es:

Muss denn wirklich alles besser werden,
um gut genug zu sein?
Weiter, schneller, höher,
damit es endlich reicht.

Nein, das meine ich nicht.

1. Setzen Sie Ihre eigenen Maßstäbe

Dafür dürfen Sie zunächst die Qualitätskriterien für Ihren Podcast bestimmen. Ich selbst sehe die Tonqualität, aber auch den Inhalt als Qualitätsmerkmal an. Regelmäßiges, verlässliches Veröffentlichen, die Verständlichkeit der Inhalte und auch die Anzahl der Downloads sind für mich ebenfalls Kriterien. Sie verfolgen ein konkretes Ziel mit Ihrem Podcast? Dann ist die Zielerreichung natürlich ebenfalls wichtig.

Zeichnen Sie eine Grafik, ein Schießscheibendiagramm, oder laden Sie sich eine Vorlage herunter. Am äußeren Rand benötigen Sie so viele Punkte, wie Sie Qualitätskriterien für Ihren Podcast haben. Von diesen ziehen Sie jeweils eine Gerade zum Mittelpunkt.

Dann unterteilen Sie die Geraden beispielsweise in zehn oder sechs gleiche Teile und verbinden diese miteinander. Die 10 steht hier zum Beispiel für „perfekt“, keine Veränderungen notwendig, die 1 für „größte Baustelle“, da darf ich dringend was ändern, und die 5 für „okay“, da kümmere ich mich mal drum, wenn ich Zeit habe. Bei einer Einteilung von 1 bis 6 könnten Sie sich an den Schulnoten orientieren.

Schießscheibengrafik besser werden

Schreiben Sie an jede Gerade ein Kriterium, nach dem Sie Ihren Podcast bewerten möchten.

Die Grafik kann grundsätzlich auch mehr oder weniger Kriterien haben. Drei sollten es schon sein, damit Sie die Qualität ihres Podcasts gut bildlich darstellen können.

2. Verschaffen Sie sich einen Überblick

Versuchen Sie einzuschätzen, welche Zahl auf der Skala, welche Note Ihr Podcast bei welchem Kriterium bekommt. Beziehen Sie Feedback, das Sie bisher bekommen haben, mit ein und holen Sie sich Anregungen aus anderen Podcasts, die Sie hören. Vielleicht haben Sie auch einen Podcast als Vorbild. Doch auch wenn Sie Vorbilder haben oder Vergleiche ziehen und denken: „Mein Podcast soll so gut strukturiert sein wie der von Ivan Blatter, meine Hörer so inspirieren wie die Folgen von Laura Malina Seiler oder so lustig sein, wie der NLP-fresh-up-Podcast: Entscheidend ist, wo Sie selbst gerade mit Ihrem Podcast stehen. Entwickeln Sie auch ganz eigene, für ihn zugeschnittene und an ihm orientierte Qualitätskriterien und -maßstäbe, ohne sich an anderen zu messen. Orientieren ja, messen nein 😉

Hören Sie noch mal in alte Episoden rein. Mir geht es häufig so, dass ich meine eigenen Sachen besser mit etwas Abstand beurteilen kann. Oder machen Sie eine Umfrage bei Ihren Hörerinnen und Hörern.

Dann geht’s ans Visualisieren. Sie können Ihrem Podcast – beispielsweise bei einer Einteilung von 1 bis 10 – erstmal überall einen Punkt auf der 5 geben. Dann ist es einfacher und motivierender, als wenn Sie gedanklich bei jedem Kriterium bei 0 anfangen.

besser Podcasten mit selbst erstelltem Scheißscheibendiagramm
besser Podcasten mit selbst erstelltem Schießscheibendiagramm

3. Schritt für Schritt besser werden

Legen Sie fest, an welchen Baustellen Sie als erstes arbeiten möchten. Sie wollten sich sowieso mal ein neues Mikrofon zulegen? Das bringt vermutlich Positionsverbesserungen bei der technischen Qualität. Bei Downloads knickt Ihr „Ist-Kreis“ ziemlich ein? Dann überlegen Sie sich, wo Sie noch Werbung für Ihren Podcast machen können, wo erreichen Sie Ihre Zielgruppe am besten? Kommen Sie einfach nicht in Kontakt mit Ihren Hörerinnen und Hörern? Dann prüfen Sie doch mal, wie einfach Sie es ihnen machen oder ob Sie sie mit zu vielen Möglichkeiten eher verwirren. Oder vielleicht gibt es noch Skills, die Sie üben könnten. Audioschnitt, Präsenz … Wenn Sie die Zahl Ihrer Websitebesucher erhöhen möchten (das kann ein Ziel Ihres Podcasts sein) und sehen, dass Ihnen das mit Hilfe des Podcasts noch nicht gelingt, dann überlegen Sie, wie Sie Ihre Hörerinnen und Hörer auch auf Ihre Website lotsen können. Bieten Sie dort beispielsweise einen kostenlosen Download an, weitere interessante Informationen oder erstellen Sie besondere Angebote. Und das formulieren Sie in einem CTA (Call-to-Action) in Ihrem Podcast. – Denken Sie daran, dass Ihre Hörer*innen Podcasts vielleicht beim Joggen hören und dann darf ein Anreiz da sein, auch Ihre Seite zu besuchen.

Wenn Sie mögen, können Sie auch noch einen Zielkreis in die Grafik malen. Markieren Sie die Punkte, wo Sie hinwollen. Perfektionisten könnten es hier schwer haben, da sie vermutlich überall die 10 erreichen möchten ;-). Doch ist das hinsichtlich des zeitlichen und finanziellen Aufwands realistisch und überhaupt nötig? Verlieren Sie bei den einzelnen Schritten nicht das Ziel Ihres Podcasts und Ihre Zielgruppe aus den Augen. Und noch einmal passt ein Textzitat von Yvonne Catterfeld:

Der Läufer läuft nicht nur, um oben zu stehen.
Und der Maler malt nicht für den höchsten Preis.
Und der Schwimmer schwimmt nicht nur, um weiter zu kommen.
Keine Geschichte wird erzählt, nur um die größte zu sein.

Yvonne Catterfeld

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Tipps & Tricks für Podcaster – Gleichmäßige Lautstärke mit Auphonic

Und zum Lesen für die, die nicht hören wollen:

Ich war in der letzten Zeit ziemlich viel mit dem Auto unterwegs. Und ich höre im Auto auch Podcasts und da war es ganz besonders schade, dass viele Podcastfolgen zu leise sind oder eben starke Schwankungen in der Lautstärke haben. Bei Interviews ist beispielsweise ein Interviewpartner deutlich leiser als der oder die  andere. Im Auto kann man das dann schlecht verstehen. 

Ich habe kein Radio, dass ich mit meinem iPhone verbinden kann, so dass ich über das Smartphone höre, welches mit einer Halterung in meinem Auto befestigt ist.

Und da man sich beim Auto fahren nicht so sehr auf die Hörbeiträge konzentrieren kann, kriegt man leise Stellen nicht mit. Das finde ich immer sehr schade.

Doch man könnte etwas dagegen tun und zwar der einfachste Weg ist sicherlich die Nutzung von Auphonic.
Auphonic ist ein Webservice auf dem Sie 2 Stunden Audiomaterial im Monat kostenlos bearbeiten lassen können. Beispielsweise die Lautstärke anpassen, also den Lautstärkepegel für Podcast oder mobiles Hören auswählen. Und wenn Sie alle Ihre Beiträge über Auphonic schicken, dann haben die auch immer die gleiche Lautstärke.

Bei Interviews ist es häufig so, dass einer der Sprecher leiser ist als der oder die andere. Bei Auphonic wird jedoch ein Leveller auf das Audio angewendet, so dass die Lautstärken erstmal ein bisschen aneinander angeglichen werden und dann der gesamte Beitrag angehoben wird.

Ein tolles Tool und mein Tipp für eine konstante Lautstärke Ihrer Podcastfolgen.

Hier lesen Sie mehr über Auphonic auf meinem Blog.

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15 Jahre audio:beiträge

15 Jahre audio:beiträge

15 Jahre audio:beiträge! Ja, und ich bin auch ein wenig stolz darauf, dass ich dem Audio treu geblieben bin. Gut erinnere ich mich noch an irritierte Fragen zu meinem Angebot: „Wie? Nur hören?“ Mehr als einmal habe ich vom Podcast-Boom gelesen – und dann von anderer Seite vernommen: Podcasts sind tot.

Für mich leben Podcast und Audio noch immer und ich bin ein großer Hörfan. Ich freue mich über das reiche Angebot und die Vielzahl der Sendungen in immer neuen Kontexten, über die wachsende Anzahl von Hörerinnen und Hörern und natürlich über die wachsende Zahl Interessierter an meinen Präsenz- und Online-Kursen sowie meiner individuellen Unterstützung.

Zu meinem 15-Jährigen habe ich auch etwas für Sie: 15 Tage gibt es 15 Prozent Rabatt auf meinen – noch recht frischen – Selbstlernkurs  In 5 Schritten zum eigenen Podcast!

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So wird Ihr Podcastziel smartER

So wird Ihr Podcastziel smartER

Ein Ziel zu haben und es schriftlich festzuhalten, ist auch sinnvoll, wenn Sie einen Podcast produzieren. Zum einen wird dann klarer, wo Sie hinwollen, zum anderen lässt sich so überhaupt nur ein Erfolg messen. Und nicht nur beim Start eines Podcasts lohnt es sich ein Ziel zu formulieren, sondern auch wenn Sie schon länger dabei sind.

Formulieren Sie Ihr Podcast-Ziel smart

Das S steht für spezifisch. Spezifisch meint konkret und eindeutig. Schließlich ist ein Ziel kein Wunsch.

Es könnte beispielsweise lauten: Mit meinem Podcast möchte ich innerhalb der ersten 6 Monate 200 Hörer für jede Episode gewinnen. Hörer stehen hier für Downloads, denn nur die werden gemessen und mit Hörern und Hörerinnen gleichgesetzt. Doch ob Ihr Podcast wirklich gehört wurde, erfahren Sie eigentlich nur durch persönliches Feedback 😉

Vermutlich werden die Downloadzahlen nicht gleichmäßig und kontinuierlich steigen. Das heißt, Sie müssen sich eine eigene Zählweise überlegen, die eben auch vergleichbar ist. Ich zähle zum Beispiel immer die gesamten Downloads aller Folgen seit Start des Podcasts und die Downloads des letzten Podcasts seit Veröffentlichung bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der aktuellen Folge.

So sehe ich, wie viele Folgen insgesamt heruntergeladen wurden – auch ältere – und sehe ob sich insgesamt der Zugriff auf meinen Podcast steigt oder abfällt. Diese Ergebnisse versuche ich zu interpretieren und entsprechend zu reagieren.

M steht für messbar. Wie stellen Sie fest, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben? Um die Zahl der Downloads zu messen, brauchen Sie natürlich eine Statistik. Nutzen Sie einen Podcast-Hostingservice, dann wird in der Regel auch eine Auswertung der heruntergeladenen Dateien angeboten. Hosten Sie Ihren Podcast selbst, müssen Sie sich auch selbst um eine Statistik kümmern. Sie zumindest aktivieren.

Sind Ihre Ziele nicht auf die reinen Downloadzahlen begrenzt, – das Ziel könnte ja auch heißen „ich möchte 4x im Jahr meine Kunden über neue Entwicklungen in der Branche informieren“ – sollten Sie wissen, woran Sie merken, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben.

A steht für attraktiv oder annehmbar. Klar, dass Ziel sollte Ihnen gefallen und Sie auch motivieren es umzusetzen. Doch reine Zahlen sind das oft nicht oder nicht für jeden. Doch dazu komme ich noch…

R wie realistisch. Das Ziel sollte realistisch sein. Wenn Sie beim Start Ihres Podcasts noch über kein Netzwerk verfügen, ihr Thema eine sehr kleine Zielgruppe anspricht und Sie sowieso nur alle zwei Monate eine Episode veröffentlichen, werden Sie vermutlich die 500 Hörer pro Episode in einem halben Jahr nicht erreichen. Bleiben Sie also realistisch, doch groß darf das Ziel schon sein 🙂

Und denken Sie hier auf jeden Fall daran: Jede Hörerin und jeder Hörer hat mit Ihrem Download mehr getan, als auf „Folgen“ oder „gefällt mir“ zu klicken. Er oder sie hat Ihnen in der Regel aufmerksam zugehört. Die Masse macht es beim Podcasten nicht!

T steht für terminiert. Formulieren Sie, bis wann Sie Ihr Ziel erreicht haben wollen.

Wichtig ist, dass Sie Ihr Ziel im Auge behalten. Es eventuell anpassen oder neue Aktionen planen und umsetzten, um es zu erreichen.

Gotthilf Ephraim Lessing sagte, „der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel.“ Das passt für mich sehr gut zum Podcasten. Podcasts sind nachhaltig und unterliegen nicht dem Trend nach Schnelligkeit und Aktualität. Die Beiträge verschwinden nicht nach 24 Stunden und inspirieren und informieren Ihre Hörer auch noch, wenn an anderen Orten bereits neue Apps und Tools gehypt und wieder begraben wurden.

Und ein Ziel motiviert! Es motiviert, um mit einem Podcast zu starten und es motiviert dranzubleiben.

Mehr als Zahlen: smartER

Doch damit die Zielformulierung wirklich als Motivator wirkt, braucht es mehr als Zahlen. Deshalb muss das smarte Ziel noch smarter sein. Ich ergänze es um ein E und R, wie es John Strelecky in The Big Five for Life vorschlägt.

Das E steht für erfolgreich umgesetzt. Und meint, dass Sie sich überlegen, was es bedeutet, dieses Ziel umzusetzen. Zum einen schließt es ein, wie Se es erreichen wollen und zum anderen, welche Konsequenzen es mit sich bringt.

Angenommen Sie möchten möglichst viele Hörerinnen und Hörer gewinnen und planen daher wöchentlich eine neue Episode zu veröffentlichen. Dann sollten Sie auch überlegen, wie das umzusetzen ist. Woher nehmen Sie die Zeit? Müssen Sie dafür auf eine andere Tätigkeit verzichten? Und sind andere Menschen davon betroffen? Welche Ressourcen stehen Ihnen schon zur Verfügung?

R für reich belohnt. Dieses „reich belohnt“ ist das, was Sie wirklich motivieren wird! Hier ist das Metaziel angesprochen. In meinem Podcast übers Podcasten Mit dem Outcome Format ans Podcast-Ziel kommen und dranbleiben erzählt Manuel M. Müller, dass er sich die Person vorstellt, wie sie seinem Podcast zuhört und dann vielleicht woanders hingeht und davon erzählt. Und das stellt er sich mit allen Sinnen vor.

Mein Podcast ist ein Baustein meines Tuns. Ich bin begeistert von der Idee Podcast. Von der Idee, dass jede und jeder sein Wissen teilen kann und dadurch sichtbar wird. Ich möchte mit meinem Podcast zum Podcasten anstiften. Möchte meine Hörer informieren und anregen, und sie unterstützen, wenn sie ihren Podcast ersstellen. Durch eine Rückmeldung, dass eine Folge das getan hat, fühle ich mich reich belohnt.

 

Schauen Sie, was Sie motiviert und stellen Sie sich das so lebendig wie möglich vor! Sind es steigende Downloadzahlen, dann machen Sie daraus schöne anschauliche Grafiken. Ist es die Vorstellung, wie Ihr Wissen sich in der Welt verbreitet, dann schauen Sie, wie Sie das visualisieren, hören oder irgendwie greifbar machen können. Und das funktioniert nicht nur beim Podcasten.

 

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Wie Podcasthörer wirklich ticken! – Studie zur Zielgruppen-Ansprache im Podcast

Wie Podcasthörer wirklich ticken! – Studie zur Zielgruppen-Ansprache im Podcast

Podcasts sind ein sehr zielgerichtetes Instrument, um mit Interessierten und potentiellen Kunden in Kontakt zu kommen. „Mit Podcasts qualitative Kontakte generieren“, ist daher auch eine Aussage der Studie SPOT ON PODCAST und sie bestätigt damit, was Podcasthörer und -hörerinnen schon lange wissen: Das wir nicht genug bekommen können von Informationen und Inspirationen und diese beim Autofahren, Joggen oder Bügeln konsumieren. Also in Situationen, in denen es kaum einen anderen Kanal gibt, der so komfortabel und individuell genutzt werden kann.

Das Podcasts auch attraktiver für Werbetreibende werden, hat den Vorteil, dass es wieder Studien gibt, die sich mit dem Hörerverhalten beschäftigen. So hat AS&S Radio mit SPOT ON PODCAST eine umfangreiche, repräsentative Podcast-Studie für Deutschland durchgeführt.

Die Studie wurde mit 3000 Personen ab 14 Jahre durchgeführt und zwar im Sommer 2017. Ich habe die Ergebnisse, die für Podcaster und Podcasterinnen interessant sind, für Sie zusammengestellt. Die komplette Studie können Sie auf den Seiten der ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH (AS&S) herunterladen.

Wann werden Podcasts gehört …

Mehr als die Hälfte der Hörer gibt an, dass sie Podcasts am Abend hören. Das gilt sowohl an den Wochenenden als auch in der Woche. Die Radionutzung dagegen ist mittags am höchsten.

… und von wem?

Die größte Gruppe der Podcasthörer ist zwischen 30 und 49 Jahre alt und gilt als kaufkräftiger als Nicht-Podcasthörer. Außerdem sind sie – Geld ist schließlich nicht alles – loyal, technikaffin, trend- und modebewusst und neben einem hohen Einkommen verfügen sie über eine hohe Bildung und nutzen Medien stark.

Wege zum Podcast

Spannend sind die Ergebnisse zu der Frage, auf welchen Wegen Podcasts gehört werden.

Diagramm über die Verteilung der Wege auf denen Podcasts zum Hörer kommen

Interessant ist, dass fast die Hälfte der Hörerinnen und Hörer Podcasts auf der Webseite der Anbieter hört und 73 Prozent mit dem Smartphone.

Also, ein Grund mehr zu prüfen, wie die eigene Seite auf dem Smartphone dargestellt wird.

Diagramm zur Gerätenutzung für Podcasts

Mich hat das verwundert, da ich Podcasts vorwiegend über eine Podcast-App höre und sehr selten die Website des Podcasters besuche. Und auch das Ergebnis zeigt, wir sollten nicht nur von den eigenen Hörgewohnheiten ausgehen 😉

Das stark verbreitete Hören auf der Website kann daran liegen, dass die Verwendung von Podcast-Apps nicht akzeptiert wird. Das mag an Befürchtungen liegen, dass der Speicher des Smartphones zu schnell voll ist und dass die Wege zum Podcast über eine App nicht wirklich bekannt sind. (Dem versuche ich übrigens in dem Beitrag Wie abonniere ich einen Podcast mit ... entgegenzuwirken.)

Werfen Sie doch mal einen Blick in Ihre Statistik. Wie hört man Ihnen zu? Liefert Ihre Statistik dazu Angaben?

Radio gilt als Nebenbei-Medium – und Podcasts?

Die Studie SPOT ON PODCAST hat ermittelt, dass mehr als die Hälfte der Hörerinnen und Hörer ihren Episoden frei von Ablenkung lauschen.

Das ist eine großartige Feststellung und sicherlich DAS Argument für Podcasts. Radio gilt schon lange als Nebenbei-Medium, der Fernseher flimmert häufig ebenfalls alleine vor sich hin und auch YouTube-Videos bekommen nicht immer die gewünschte Aufmerksamkeit, wie Sie auf dem Kanal von Ultralativ auf YouTube erfahren.

Wirklich kinderleicht?

Das Erfolgsrezept von Podcasts ist laut der Umfrage ihre einfache Handhabung und auch Nicht-Hörer könnten, wenn sie wollten. Denn auch sie nutzen die dafür nötigen Geräte. Immerhin 80 Prozent der Nicht-Hörer besitzen ein Smartphone.

Interessant fand ich die Frage, ob die Nicht-Hörer vielleicht doch schon einmal Podcasts gehört haben. Denn die Umfrage bezog sich auf das Hören von Podcasts innerhalb der letzten 12 Monate. Und siehe, 88 Prozent der Nicht-Hörer haben wirklich noch nie in einen Podcast reingehört und 12 Prozent waren offenbar nicht überzeugt von diesem Medium.

Differenzierte Zielgruppen-Ansprache

AS&S Radio hat mit SPOT ON PODCAST auch für die Zielgruppen-Ansprache einige interessante Aussagen getroffen:

Zum einen sagen sie, dass Podcasts eine differenzierte Zielgruppen-Ansprache möglich machen. Sie unterscheiden 4 relevante Podcast-Hörergruppen, die jede einen Anteil von 3,6 bis 3,9 Millionen Menschen der deutschsprachigen Bevölkerung ausmachen.

Sie identifizierten die audioaktiven Trendsetter. Die sind 14-29 Jahre alt, hören einmal pro Woche Podcasts und haben ein mittleres Einkommen. Diese Gruppe informiert sich zu Lifestylethemen und Unterhaltung, ist spontan und trendbewusst.

Die anspruchsvollen Querdenker sind 30-49 Jahre alt, hören täglich und verfügen über ein hohes Nettoeinkommen. Auch sie gelten als spontan und trendbewusst, ihre Themen sind Religion und Spiritualität sowie Sport und Freizeit. Für die anspruchsvollen Querdenker ist der Podcast ein Begleiter über den Tag.

Die erfolgsorientierten Influencer sind ebenfalls 30-49 Jahre alt, sie hören mehrmals im Monat Podcasts und verfügen über ein hohes Einkommen. Ihre Themen sind Wirtschaft, Nachrichten und Politik. Sie gelten als offen und ehrgeizig und nutzen das Medium Podcast um sich abzulenken.

Und dann gibt es da noch die eifrigen Traditionalisten. Sie zählen 50 Jahre und mehr, hören ebenfalls mehrmals im Monat Podcasts und haben ein hohes Nettoeinkommen. Sie informieren und unterhalten sich via Podcast, sind vernünftig und pflichtbewusst und Podcasts haben durchaus eine Bedeutung für ihren Alltag.

Das Resümee der Studie zu diesen Ergebnissen: „Podcasts ermöglichen eine differenzierte Zielgruppen-Ansprache“.

Werbung im Podcast

Mehr als 87 Prozent der Hörerinnen und Hörern akzeptieren Werbung im Podcast. Wobei hierbei Sponsoring als die beliebteste Form der finanziellen Unterstützung gilt. Eigene Gespräche mit Podcasthörern bestätigen das und auch ich selbst finde Sponsoring sehr viel angenehmer als Werbespots oder gar Situationen, in denen man gar nicht mehr weiß, wo die Werbung anfängt und wo sie aufhört 😉

Mein Tipp: Wenn Sie einen Podcast produzieren, um in erster Linie auf Ihre Dienstleistung aufmerksam zu machen, um sich als Fachmann oder Fachfrau zu zeigen und Vertrauen zu Ihren Hörern aufzubauen, dann werden Sie schnell unglaubwürdig, durch zu viel Werbung!

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