Ein Ziel zu haben und es schriftlich festzuhalten, ist auch sinnvoll, wenn Sie einen Podcast produzieren. Zum einen wird dann klarer, wo Sie hinwollen, zum anderen lässt sich so überhaupt nur ein Erfolg messen. Und nicht nur beim Start eines Podcasts lohnt es sich ein Ziel zu formulieren, sondern auch wenn Sie schon länger dabei sind.

Formulieren Sie Ihr Podcast-Ziel smart

Das S steht für spezifisch. Spezifisch meint konkret und eindeutig. Schließlich ist ein Ziel kein Wunsch.

Es könnte beispielsweise lauten: Mit meinem Podcast möchte ich innerhalb der ersten 6 Monate 200 Hörer für jede Episode gewinnen. Hörer stehen hier für Downloads, denn nur die werden gemessen und mit Hörern und Hörerinnen gleichgesetzt. Doch ob Ihr Podcast wirklich gehört wurde, erfahren Sie eigentlich nur durch persönliches Feedback 😉

Vermutlich werden die Downloadzahlen nicht gleichmäßig und kontinuierlich steigen. Das heißt, Sie müssen sich eine eigene Zählweise überlegen, die eben auch vergleichbar ist. Ich zähle zum Beispiel immer die gesamten Downloads aller Folgen seit Start des Podcasts und die Downloads des letzten Podcasts seit Veröffentlichung bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der aktuellen Folge.

So sehe ich, wie viele Folgen insgesamt heruntergeladen wurden – auch ältere – und sehe ob sich insgesamt der Zugriff auf meinen Podcast steigt oder abfällt. Diese Ergebnisse versuche ich zu interpretieren und entsprechend zu reagieren.

M steht für messbar. Wie stellen Sie fest, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben? Um die Zahl der Downloads zu messen, brauchen Sie natürlich eine Statistik. Nutzen Sie einen Podcast-Hostingservice, dann wird in der Regel auch eine Auswertung der heruntergeladenen Dateien angeboten. Hosten Sie Ihren Podcast selbst, müssen Sie sich auch selbst um eine Statistik kümmern. Sie zumindest aktivieren.

Sind Ihre Ziele nicht auf die reinen Downloadzahlen begrenzt, – das Ziel könnte ja auch heißen „ich möchte 4x im Jahr meine Kunden über neue Entwicklungen in der Branche informieren“ – sollten Sie wissen, woran Sie merken, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben.

A steht für attraktiv oder annehmbar. Klar, dass Ziel sollte Ihnen gefallen und Sie auch motivieren es umzusetzen. Doch reine Zahlen sind das oft nicht oder nicht für jeden. Doch dazu komme ich noch…

R wie realistisch. Das Ziel sollte realistisch sein. Wenn Sie beim Start Ihres Podcasts noch über kein Netzwerk verfügen, ihr Thema eine sehr kleine Zielgruppe anspricht und Sie sowieso nur alle zwei Monate eine Episode veröffentlichen, werden Sie vermutlich die 500 Hörer pro Episode in einem halben Jahr nicht erreichen. Bleiben Sie also realistisch, doch groß darf das Ziel schon sein 🙂

Und denken Sie hier auf jeden Fall daran: Jede Hörerin und jeder Hörer hat mit Ihrem Download mehr getan, als auf „Folgen“ oder „gefällt mir“ zu klicken. Er oder sie hat Ihnen in der Regel aufmerksam zugehört. Die Masse macht es beim Podcasten nicht!

T steht für terminiert. Formulieren Sie, bis wann Sie Ihr Ziel erreicht haben wollen.

Wichtig ist, dass Sie Ihr Ziel im Auge behalten. Es eventuell anpassen oder neue Aktionen planen und umsetzten, um es zu erreichen.

Gotthilf Ephraim Lessing sagte, „der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel.“ Das passt für mich sehr gut zum Podcasten. Podcasts sind nachhaltig und unterliegen nicht dem Trend nach Schnelligkeit und Aktualität. Die Beiträge verschwinden nicht nach 24 Stunden und inspirieren und informieren Ihre Hörer auch noch, wenn an anderen Orten bereits neue Apps und Tools gehypt und wieder begraben wurden.

Und ein Ziel motiviert! Es motiviert, um mit einem Podcast zu starten und es motiviert dranzubleiben.

Mehr als Zahlen: smartER

Doch damit die Zielformulierung wirklich als Motivator wirkt, braucht es mehr als Zahlen. Deshalb muss das smarte Ziel noch smarter sein. Ich ergänze es um ein E und R, wie es John Strelecky in The Big Five for Life vorschlägt.

Das E steht für erfolgreich umgesetzt. Und meint, dass Sie sich überlegen, was es bedeutet, dieses Ziel umzusetzen. Zum einen schließt es ein, wie Se es erreichen wollen und zum anderen, welche Konsequenzen es mit sich bringt.

Angenommen Sie möchten möglichst viele Hörerinnen und Hörer gewinnen und planen daher wöchentlich eine neue Episode zu veröffentlichen. Dann sollten Sie auch überlegen, wie das umzusetzen ist. Woher nehmen Sie die Zeit? Müssen Sie dafür auf eine andere Tätigkeit verzichten? Und sind andere Menschen davon betroffen? Welche Ressourcen stehen Ihnen schon zur Verfügung?

R für reich belohnt. Dieses „reich belohnt“ ist das, was Sie wirklich motivieren wird! Hier ist das Metaziel angesprochen. In meinem Podcast übers Podcasten Mit dem Outcome Format ans Podcast-Ziel kommen und dranbleiben erzählt Manuel M. Müller, dass er sich die Person vorstellt, wie sie seinem Podcast zuhört und dann vielleicht woanders hingeht und davon erzählt. Und das stellt er sich mit allen Sinnen vor.

Mein Podcast ist ein Baustein meines Tuns. Ich bin begeistert von der Idee Podcast. Von der Idee, dass jede und jeder sein Wissen teilen kann und dadurch sichtbar wird. Ich möchte mit meinem Podcast zum Podcasten anstiften. Möchte meine Hörer informieren und anregen, und sie unterstützen, wenn sie ihren Podcast ersstellen. Durch eine Rückmeldung, dass eine Folge das getan hat, fühle ich mich reich belohnt.

 

Schauen Sie, was Sie motiviert und stellen Sie sich das so lebendig wie möglich vor! Sind es steigende Downloadzahlen, dann machen Sie daraus schöne anschauliche Grafiken. Ist es die Vorstellung, wie Ihr Wissen sich in der Welt verbreitet, dann schauen Sie, wie Sie das visualisieren, hören oder irgendwie greifbar machen können. Und das funktioniert nicht nur beim Podcasten.

 

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About Brigitte Hagedorn

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