Was ist ein Podcast – kurz erklärt

Was ist ein Podcast – kurz erklärt

Einführung in das Thema Podcasts: Was ist ein Podcast und wie funktioniert er?

Der Begriff Podcast ist in aller Munde ... Doch was genau meint er? Ein Podcast ist ein digitales Medium, das es den Benutzer:innen ermöglicht, interessante Audio- oder Videodateien herunterzuladen oder zu streamen. Er ähnelt einer Radiosendung. Sie können ihn jedoch jederzeit abspielen, sprich wann immer Sie wollen und wo immer Sie wollen. Denn Podcasts sind abonnierbar und Abonnenten können sie dann auch offline hören.

Das funktioniert auf Grund des RSS-Feeds. Podcaster und Podcasterinnen laden ihre  Audio- oder Videodateien auf einen Server hoch und dieser erstellt einen RSS-Feed, welcher alle Informationen über die veröffentlichten Episoden enthält. Die Zuhörer:innen können dann diese Feeds abonnieren, entweder über eine Podcast-App oder eine Website. Die neuesten Folgen kann man automatisch herunterladen oder sie werden zum Streamen bereitgestellt. Anders als bei der Rundfunksendung müssen keine festen Sendezeiten der Sendung berücksichtigt werden und man kann Podcasts nach dem Download auch ohne Internetverbindung hören.

Ein großer Vorteil von Podcasts ist die Flexibilität, die sie auf Grund dieser Technologie, der Verbindung der Audiodateien mit einem RSS-Feed, bieten. Immer auf Abruf können die Audios so zu jeder Tages- oder Nachtzeit und an jedem Ort gehört werden. Sie können Ihren Lieblings-Podcasts beim Autofahren, beim Kochen oder entspannt zu Hause auf dem Sofa folgen. Es gibt Podcasts zu nahezu jedem Thema, von Nachrichten und Bildung bis hin zu Unterhaltung und z.B. Comedy. Podcasts gibt es zu beinahe zu allem, was die Menschen erfahren möchten. Und der Rundfunk bietet viele seiner Sendungen nicht nur auch als Podcast an, sondern produziert eigene Folgen zum komfortablen Hören on demand. Die Vielfalt der Inhalte macht es leicht und gleichzeitig schwer, interessante und relevante Podcasts herauszufiltern. Doch mit einer Podcast-App, die gleichzeitig Podcastverzeichnis ist und den RSS-Feed lesen kann, wird das Stöbern nach interessanten und passenden Inhalten ganz einfach. Und Sie haben immer eine individuelle Hörbibliothek zur Hand.

Ein kleiner Überblick über die Geschichte der Podcasts

Die erste Podcast-Episode wurde im Jahr 2004 veröffentlicht, und seitdem ist das Medium ständig gewachsen. Adam Curry und Dave Winer gelten als Begründer und Entwickler der Podcast-Technologie. Apple unterstützte Podcasts von Anfang an und mit dem iPod wurde mobiles Hören für ein Massenpublikum möglich. In den ersten Jahren war sowohl das Hören von Podcasts als auch die Produktion sehr technikorientiert. Und ohne iPod war es gar nicht so einfach, die Sendungen auf einen MP3-Player zu laden und unterwegs zu hören.

Ich habe mich 2003 mit audiobeiträge selbständig gemacht und beobachte die Entwicklung von Podcasts seit ihren Anfängen. Zu meinem 40sten Geburtstag, 2005, bekam ich einen iPod geschenkt und seit dem haben mich Podcasts nicht mehr losgelassen. Ich arbeitete weiter fürs Radio, produzierte Audios für Organisationen und Unternehmen, und 2007 bot ich erste Online-Kurse, Wie produziert man einen Podcast,  an und in diesem Rahmen startete ich auch meinen ersten eigenen Podcast in Kooperation mit akademie.de. Denn mit einem Podcast kann jeder und jede selbst zum Sender werden. Doch es war schwierig Teilnehmende dafür zu finden und mit dem Begriff Podcast wussten die meisten damals nichts anzufangen.

2007 kamen die ersten Smartphones auf den Markt, auch das erste Smartphone von Apple, das iPhone. Podcast-Apps machten den Konsum von Podcasts deutlich komfortabler, große Player wie Google und Spotify entdeckten Podcasts für sich und dank Sendungen wie "Seriall" oder "Fest und Flauschig" rückte  dieser Kanal immer mehr ins Rampenlicht. Heutzutage gibt es viele etablierte Podcaster, die erfolgreiche Shows mit Millionen von Hörer:innen haben. In der Regel kann man sie kostenlos abonnieren. Podcast-Verzeichnisse wie iTunes oder Apple Podcasts, Google Podcasts oder podcast.de geben einen ersten Überblick bei der Fülle an Angeboten.

Die Popularität von Podcasts hat auch zu einer breiteren Akzeptanz von Audioinhalten geführt, und viele Medienunternehmen haben ihre eigenen Podcast-Teams eingerichtet. Trainer, Berater, Coaches und Therapeuten nutzen dieses Medium um einerseits ihre Kompetenz, aber auch ihre Persönlichkeit. Der öffentliche-rechtliche Rundfunk wird zunehmend auch hier präsenter und Hochschulen, Schulen und Privatleute greifen mittlerweile zum Mikrofon. Eine Reihe von Podcasting-Plattformen und Apps erleichtern den Usern, Podcasts zu entdecken, unkompliziert zu abonnieren und zu hören.

Insgesamt bieten Podcasts eine einzigartige Möglichkeit, Informationen und Unterhaltung zu konsumieren. Der Erfolg zeigt, dass sie eine wichtige Rolle in der Medienlandschaft spielen. Aufgrund der wachsenden Zahl von Hörenden und Produzierenden wird dieses Medium sicherlich weiterhin expandieren und sich entwickeln.

Podcast-Formate

Unterhaltungspodcasts: Comedy, True Crime, Interviews, etc.

Unterhaltungspodcasts sind beliebt, da sie den Hörer:innen die Möglichkeit bieten, sich zu entspannen und unterhalten zu werden. Comedy-Podcasts sind sehr beliebt, da sie immer was zum Lachen anbieten und True Crime-Podcasts findet man in den Podcast-Charts unter den ersten zehn Titeln. Doch auch Talks fesseln und begeistern viele Menschen. Präsentiert werden die Inhalte als Interview-Podcasts, in sogenannten Solofolgen, das sind dann Monologe statt Dialoge, in Reportagen, gebauten Beiträgen, Features  oder Originalton-Collagen. Die Bandbreite ist groß und ermöglicht den Hörerinnen und Hörern, Einblicke in das Leben und die Karrieren von interessanten Persönlichkeiten zu bekommen und andere Lebenswelten kennenzulernen.

Lehrpodcasts: Bildung und Informationsvermittlung

Podcasts um sich weiterzubilden sind ebenfalls sehr beliebt, quasi lebenslanges "Lernen to go". Angefangen beim Sprachen lernen bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung bieten sie die Möglichkeit, Wissen aufzunehmen. Dezidierte Lehrpodcasts präsentieren zu verschiedenen Themen wie Geschichte, Wissenschaft, Gesundheit, Ernährung und vielem mehr großartige Inhalte. Diese Podcasts bieten eine flexible Möglichkeit des Lernens, denn sie können jederzeit und überall gehört werden.

Podcasts bieten eine große Vielfalt an Inhalten und Formaten, um den unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen der Hörenden gerecht zu werden. Egal, ob man sich unterhalten oder informieren möchte, es gibt immer einen Podcast, der den eigenen Vorlieben entspricht.

Wie kann man Podcasts hören?

Podcast-Apps und Plattformen

Um Podcasts zu hören, benötigt man eine Podcast-App oder eine Podcast-Plattform. Es gibt eine Vielzahl von Apps und Plattformen zur Auswahl, die sowohl für Android als auch iOS verfügbar sind. Einige der beliebtesten Podcast-Apps sind Apple Podcasts, Spotify (eigentlich eine Streamingplattform für Musik), Google Podcasts und AntennaPod, oder Overcast. Diese Apps ermöglichen es den Hörer:innen, Podcasts zu suchen, zu abonnieren und zu streamen.

Streaming vs. Download: Vor- und Nachteile

Beim Hören von Podcasts hat man die Wahl zwischen Streaming und Download. Beim Streaming werden die Podcast-Episoden direkt über das Internet abgespielt, während beim Download die Episoden heruntergeladen und offline gehört werden können. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Wahl hängt von der individuellen Präferenz und den verfügbaren Ressourcen ab. Wenn man eine stabile Internetverbindung hat und keine Einschränkungen hinsichtlich des ladbaren Volumens ist Streaming eine gute Option. Wenn man jedoch keine Internetverbindung hat oder Episoden für unterwegs oder zum wiederholten Hören speichern möchte, ist der Download die bessere Wahl.

Podcast-Erstellung

Grundlagen der Podcast-Produktion

Um einen eigenen Podcast zu starten, sollte man fünf Schritte gehen. Sie umfassen die Erstellung eines Podcast-Konzeptes, in dem man  Fragen nach dem Warum und der Zielgruppe beantwortet, ein wenig Auseinandersetzung mit der Aufnahmetechnik, der Produktion, dem Hosting und der Vermarktung des eigenen Podcasts. Die Technik fürs Podcasten ist in den letzten Jahren immer preiswerter geworden und es ist mittlerweile sogar möglich den eigenen Podcast kostenlos zu erstellen. Ein Konzept ist allerdings immer hilfreich und etwas Zeit fürs Podcasten müssen Sie investieren. – Und das Erstellen guter Inhalte nimmt Ihnen bisher keine App ab.

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Wie abonniere ich einen Podcast mit …

Wie abonniere ich einen Podcast mit …

Podcasts hören und abonnieren ist noch nicht bei allen so selbstverständlich, wie Radio hören. Auch der Begriff "abonnieren" klingt für manchen eher abschreckend. Daher möchte ich hier nach und nach – Sie dürfen sich gerne beteiligen – unterschiedliche Möglichkeiten aufzeigen, wie man komfortabel Podcasts nutzen kann. Denn die eigene Hörbibliothek in der Hosentasche oder am Laptop ist eine feine Sache.


Also lesen Sie hier: Wie abonniere ich einen Podcast ...

... mit der App Podcasts auf dem iPhone

Das iPhone aus dem Hause Apple hat die App Podcasts bereits installiert. Ich nutze diese App am häufigsten und die Möglichkeiten, die sie mir bietet, reichen mir für meinen Podcast-Genuss wenn ich unterwegs bin vollkommen aus.

Den Schritt "App installieren" können wir also überspringen und ich gebe Ihnen einen kurzen Überblick über die App.

Am untern Bildschirmrand haben Sie unterschiedliche Icons um Ihre Podcasts zu verwalten. Ist Ihre App noch leer, dann starten Sie ganz rechts mit der Lupe "Search". Sie können jetzt direkt in eine Kategorie springen oder Sie geben am oberen Bildschirmrand in das Suchfeld einen Namen einer Person, einen Podcasttitel oder ein Schlagwort ein. Sie bekommen Ergebnisse aus "Alle Podcasts" angezeigt.

Zuerst sehen Sie Hinweise auf verschiedene Sendungen, also Podcasts, zu Ihrem Suchbegriff. Wenn Sie nach unten scrollen, werden Ihnen "Kanäle" angezeigt. Das sind mehrere Podcasts eines Produzenten. Bei dem Suchbegriff "Gesundheit" finden Sie beispielsweise in der Auswahl den Kanal "gesundheit-hören.de" . Das sind Sie alle (7) Podcasts der Apotheken Umschau.

 

Klicken Sie auf eine Folge (Episode), gelangen Sie auf eine Seite, auf der Sie die Folge abspielen können. Also erstmal reinhören können, indem Sie auf Wiedergabe klicken. Möchten Sie diesen Podcast abonnieren, klicken Sie auf die drei Punkte oben rechts und dann auf Zur Sendung.

Jetzt sind Sie "in der Sendung". Um sie zu abonnieren klicken Sie auf das + oben rechts oder (manchmal klappt das nicht ,-) ) wieder auf die drei Punkte, das Menü. Im Menü wählen Sie Sendung folgen. Hat das geklappt, zeigt Ihr Bildschirm einen großen Haken mit dem Text "folge ich" an.

Ihre abonnierten Podcasts, Sendungen, finden Sie nun über Mediathek am unteren Rand der App Podcasts. Klicken Sie auf eine Sendung und halten den Finger etwas länger auf dem Display, öffnet sich das Podcast-Vier in einer größeren Ansicht und über ein Menü können Sie der Sendung wieder "entfolgen".

Schauen Sie in Ruhe, welche weiteren Möglichkeiten Ihnen die App Podcasts bietet. In dem jedem Fall wird der RSS-Feed der  abonnierten Sendungen aktualisiert, sobald Sie die App öffnen und neue Folgen werden heruntergeladen oder angezeigt, so dass Sie keine Folgen verpassen.

Die grundlegenden Einstellungen der App nehmen Sie über die Einstellungen auf Ihrem iPhone vor. hier können Sie die Hintergrundaktualisierung ausschalten, eine Synchronisierung mit anderen Geräten aktivieren und bestimmen wieviele Folgen automatisch geladen werden sollen. Mit diesen und anderen Einstellungen lässt sich die App ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse anpassen und Sie können Speicher und Datenvolumen schonen.

 

... mit Podcast Addict auf Android

Podcast Addict ist eine App von Xavier Guillemane die kostenlos angeboten wird und sich über Werbung in der App finanziert. Gegen eine Einmalzahlung von aktuell 6,99 € können Sie die App auch werbefrei nutzen und einen Premium-Account erhalten Sie für 0,99 € monatlich oder für 9,99 € pro Jahr. Dieses Abo bietet neben der Werbefreiheit viele andere Optionen.

Ich zeige Ihnen die ersten Schritte in der App inklusive Werbung, wobei ich die Werbung am unteren Bildschirmrand entfernt habe. Sie können direkt auf der Startseite der App loslegen in dem Sie auf den orangefarbenen Button mit dem + und der Unterschrift "Podcasts" klicken.

Startseite App Podcast Addict

Sie kommen zu einer großen Auswahl an Podcasts, Hörbüchern und Videos. Sie können in Kategorien weiter stöbern und können Podcast sogar nach der Länge auswählen. Unter "Podcasts by Duration" werden Ihnen Podcasts mit einer Länge von unter 10 Minuten, um die 20, 30 oder über 40 Minuten angeboten. Sie können auch "Netzwerke" wählen, das sind die in der App Podcasts auf dem iPhone genannten "Kanäle".

Natürlich können Sie auch hier über die Lupe am oberen Bildschirmrand nach Stichworten suchen. Das Stichwort "Gesundheit" zeigt Ihnen dann ein Auswahl an Podcasts zum Thema. Am oberen Rand können Sie auch nach Episoden suchen und über das kleine Dreieck rechts neben "Alle" klappt eine Übersicht an Kategorien aus.

Screenshot Podcast Addict

Wählen Sie die Lupe. können Sie außerdem eine Vorauswahl Audio Video treffen und bekommen eine Reihe verschiedener Suchbegriffe angezeigt.

Podcast Addict - Suche

Sind Sie fündig geworden, wählen Sie den Podcast mit einem Fingertipp aus und gelangen auf die Podcastseite. Hier finden Sie Informationen zur Sendung, die Description oder Podcast-Beschreibung, und sehen ganz deutlich einen grünen Button ABONNIEREN über den Sie dem Podcast folgen können. Er springt nach dem Antippen sofort zu KÜNDIGE ABONNEMENT um.

Ihre Podcasts finden Sie immer unter "Podcasts". Dort kommen Sie über die Startseite hin oder über das Hamburgermenü oben links. Oben rechts im Cover finden Sie die Zahl der ungespielten Episoden.Sie klicken auf das Podcastcover und bekommen eine Ansicht der letzten Folgen. Klicken Sie wieder auf das Cover, um zur Folge zu kommen und klicken Sie auf den kleinen Play-Button unten rechts über dem Player, wenn gerade noch eine andere Folge im Play-Modus ist. Dann kommen Sie direkt zum Player der Folge.

podcast addict - play
Podcast Addict - Suche

Mein ständiger Begleiter ist ein iPhone, so dass ich nicht so viel über die Nutzung der App im Alltag sagen kann. Mir gefallen auf jeden Fall die Möglichkeiten die Suche nach der Länge der Folgen auszuwählen, die wirklich deutliche Kennzeichnung des Abos.

 

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In 5 Schritten den eigenen Podcast erstellen

In 5 Schritten den eigenen Podcast erstellen

Podcasts sind in aller Munde und in vieler Ohren. Ein Medium, welches Trainer:innen, Berater:innen, Coaches und Therapeut:innen bereits seit Jahren nutzen, wird immer beliebter. Im Bildungsbereich, in Unternehmen für die interne Kommunikation und auch in der Wissenschaftskommunikation werden sie gerne genutzt. Denn mit einem eigenen Podcast werden Sie selbst zum Sender, teilen Ihr Know-how und werden mit Ihrer Individualität sichtbar. Lesen Sie hier, wie Sie – Schritt für Schritt –  den eigenen Podcast erstellen. Lassen Sie uns ganz vorne beginnen:

Was genau ist ein Podcast? Und Podcasts hören, wie geht das?

Podcasts können Sie hören, wann Sie wollen und wo Sie wollen. Sogar, wenn Sie offline sind. Damit das funktioniert, braucht es den Podcastfeed, den RSS-Feed. RSS steht für Really-Simple-Syndication und ist eine XML-Datei. Diesen Feed müssen Sie nicht von Hand programmieren, er wird im Prinzip automatisch erstellt, wenn Sie Ihre Audiodateien hosten. Doch dazu später mehr. Ein Podcast ist also eine Audio- oder Video-Datei, verbunden mit einem RSS-Feed. In diesem Beitrag geht es in erster Linie um den Audio-Podcast.

Dank des RSS-Feeds lassen sich diese Sendungen außerdem abonnieren. Da das Wort „abonnieren“ oft einen negativen Beigeschmack hat, heißt es mittlerweile in den Apps „folgen“. Oder Sie müssen nur auf ein „+“ klicken, um den Podcast zu abonnieren. Für diesen Vorgang des Abbonierens benötigen Sie einen Podcatcher. Das ist das Programm (die App), das den Feed lesen kann. Am komfortabelsten nutzen Sie Podcasts mit einer Podcast-App auf dem Smartphone. Hier können Sie nach interessanten Inhalten suchen und – wenn Sie fündig geworden sind – auch abonnieren. Dann verpassen Sie keine Sendungen und bleiben immer auf dem Laufenden.

Und diese Möglichkeit des kostenlosen Abonnierens macht dieses Medium so interessant für das Marketing. Mit einem Podcast können Sie Interessierte Menschen regelmäßig und auf eine sehr persönliche Art ansprechen.

Schritt 1: Das Podcast-Konzept

Alles beginnt mit dem ersten Schritt - auch das Podcasten. Und der erste Schritt, um den eigenen Podcast zu erstellen, ist das Podcast-Konzept. Denn bei 70.000 Podcasts ist es wichtig, dass Sie sich mit Ihrem Angebot klar positionieren und schon dadurch von anderen Angeboten unterscheiden. Machen Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken über 

  • das Ziel,
  • die Zielgruppe 
  • und den Nutzen

Ihres eigenen Podcasts.

Warum einen eigenen Podcast erstellen?

Warum wollen Sie einen eigenen Podcast starten? Um sichtbarer zu werden? Um neue Kund:innen zu gewinnen? Um von einem Produkt oder Ihrer Dienstleistung zu überzeugen? Um mehr Teilnehmer:innen für Ihre Seminare zu akquirieren? Wollen Sie eine Community aufbauen und Ihr Netzwerk vergrößern? Vertrauen bei Ihren (Wunsch-)Kund:innen aufbauen?

Ein Ziel motiviert Sie, dranzubleiben. Und ohne Ziel können Sie gar nicht feststellen, ob ihr Podcast erfolgreich ist. Ein klares Ziel lässt Sie die Wahl der Interviewpartner:innen sicher treffen, spielt bei der Wahl des Hostens, der Verbreitung und vielem mehr eine Rolle.

Die Zielgruppe: Für wen senden Sie?

Senden Sie nicht für alle! Wenn Sie wissen, wen Sie ansprechen wollen, finden Sie die richtige Ansprache und die Menschen fühlen sich gemeint. Deutlich wird das, wenn Sie sich beispielsweise den Unterschied in der Sprache klarmachen, wenn Sie entweder für Kinder oder für Akademiker:innen senden. Sie werden eine ganz andere Sprechhaltung einnehmen, andere Wörter benutzen, Sie werden Kinder mit „Du“ ansprechen, die Akademiker:innen eher mit „Sie“, Sie können anderes Vorwissen bei Ihren Hörer:innen voraussetzen und vieles mehr.

Das Personamodell

Mit dem Personamodell machen Sie sich ein Bild Ihrer Zuhörer:innen. Es gelingt Ihnen so, diese Menschen sprachlich wirklich zu erreichen.

Erstellen Sie zwei, drei Personas stellvertretend für Ihre Zielgruppe. Legen Sie Namen und Alter fest. Nur mit demografischen Daten hauchen Sie Ihren Personas noch nicht genug Leben ein und sie können Sie als Hauptkriterium sogar in die Irre führen: Zum Beispiel haben Angela Merkel und Nina Hagen fast das gleiche Geburtsjahr (1954 und 55), beide wuchsen in der DDR auf und beide mögen Musik ;-).

Formulieren Sie also auch Tätigkeiten Ihrer Personas, beruflich und privat, sowie Themen, die sie umtreiben. Fragen Sie: „Wo hat sie einen Engpass?“, „Wo fehlt es ihr an Wissen?“, „Wo braucht Sie Unterstützung?“. Aus den Antworten leiten Sie konkrete Themen und Inhalte für die Episoden ab und schaffen einen Nutzen für Ihre Hörer:innen.

Für die spätere Vermarktung schauen Sie, wie sich Ihre Persona informiert. Das berücksichtigen Sie im fünften Schritt, um viele Hörer:innen für Ihren Podcast zu gewinnen und die Reichweite Ihrer Sendungen zu erhöhen.

Machen Sie sich außerdem ein Bild Ihrer Persona. Durchforsten Sie die Google-Bildersuche und wählen Sie ein Porträt oder ein Bild, welches Ihre Persona bei einer Tätigkeit zeigt. Diese Bilder können Sie während der Aufnahme neben das Mikrofon stellen und Sie werden Ihre Zielgruppe empathisch ansprechen.

Es fällt Ihnen schwer eine Persona, einen „Avatar“, für Ihre Hörer:innen zu gestalten? Dann beginnen Sie mit einer realen Person, einer Kundin oder einem Kunden, mit der Sie gerne zusammengearbeitet haben, gerne zusammenarbeiten würden oder die Sie unterstützen möchten.

Wie lang und wie oft?

In einer der ersten Podcaststudien wurden 18,7 Minuten als optimale Länge eines Podcasts angegeben. 18,7 Minuten betrug die durchschnittlichen Dauer des Weges zur Arbeit 😉. Tatsächlich gibt es viele Podcasts, die 15 oder 20 Minuten lang sind, doch es gibt auch Audios, die drei Stunden und länger sind, und Sendungen, die nur 5 Minuten dauern. 

„Alles gesagt?“ von ZEIT-ONLINE, dauert so lange, bis alles gesagt ist. In diesem Interviewpodcast wird mit dem Gast ein „Schlusswort“ vereinbart und danach ist Schluss. So hat Ulrich Wickert versehentlich bereits nach 12 Minuten das Ende provoziert (er bekam eine zweite Chance, knapp fünf Stunden), der YouTuber Rezo hatte nach 8 Stunden „alles gesagt“.

Das ist das Konzept der Sendung, als Podcaster:innen sind wir hinsichtlich der Länge vollkommen frei. Orientieren Sie sich auch hier an Ihrer Zielgruppe. Ich empfehle, bei einer Länge zu bleiben. Denn wenn wir einen Podcast regelmäßig hören, uns vielleicht ein Zeitfenster dafür geschaffen haben, dann ist es ärgerlich, wenn die neue Folge statt der gewohnten 15 Minuten – die gut in die Mittagspause passen – plötzlich eine Stunde lang ist.

Bedenken Sie bei der Länge auf jeden Fall das eigene Zeit-Budget: Zehn Minuten sind schneller produziert als 30 und Dienstleister:innen berechnen den Audioschnitt häufig nach Minuten.

Wenn das Ziel Ihres Podcasts „hohe Reichweite“ heißt, dann dürfen Sie in kurzen Abständen senden. Einmal in der Woche, beim Start gerne noch häufiger. Doch auch hier spielt die Zielgruppe eine Rolle. Wieviel Hörzeit hat sie und wieviel Hörzeit kann sie sich sich im Monat einräumen? Manchmal ist weniger mehr: Ein Zuviel wirkt bei vielen Menschen auch frustrierend, da Sie sehen, dass Sie gar nicht alles konsumieren können.

Die Studie SPOT ON PODCAST legte 2017/18 den Fokus auf die Hörer:innen und die Nutzung von Podcasts. Sie hatten damals vier relevante Podcast-Hörer:innengruppen ausgemacht: Einmal Menschen, die täglich Podcasts hören. Dann die, die nur einmal pro Woche dies Medium nutzen. Und die meisten hörten lediglich „mehrmals im Monat“. Natürlich haben sich die Zahlen in den vergangenen Jahren verändert, doch je älter Ihre Zielgruppe ist, desto seltener wird sie Podcasts als festes Medium in ihren Alltag integriert haben.

Und daher ist ein weiterer Punkt im Podcast-Konzept sehr wichtig: Der Nutzen für Ihre Hörer:innen.

Inhalt und Nutzen

Der Inhalt Ihrer Sendungen liegt vermutlich klar auf der Hand. Es ist Ihr Thema, Ihre Leidenschaft, Ihre Expertise. Und den Nutzen, den Ihre Hörer:innen haben, beantworten Ihre Personas: Der Nutzen macht sich am Engpass Ihrer Persona fest. 

Selbst wenn Sie nur zwei Personas Leben eingehaucht haben, haben die vielleicht sehr unterschiedliche Engpässe. Schauen Sie dann, was sich tatsächlich in einem Podcast vereinen lässt – oder starten Sie gleich zwei Sendungen 😉.

Und denken Sie über das Wie nach: Wollen Sie informieren, inspirieren, lehren oder unterhalten? Oder alles auf einmal? Bieten sich dafür Interviews besser an oder möchten Sie Solofolgen produzieren? Wie sollen das Intro und das Outro klingen? Musik? O-Töne? Geräusche? Lassen Sie sich im Radio und von anderen Podcasts inspirieren, entdecken Sie, was Ihnen gefällt und was nicht!

Erster Redaktionsplan

Für den Start des eigenen Podcastes empfehle ich Ihnen, die Inhalte von fünf Folgen bereits zu notieren und darauf zu achten, dass Sie Ihren Hörer:innen einen Nutzen bieten. Dieser erste kleine Redaktionsplan motiviert, dranzubleiben. Ein Redaktionsplan ist grundsätzlich fürs Podcasten sinnvoll und kann mit einem Plan für das Marketing verbunden werden. 

Sie wollen schon den ersten Schritt gehen und sich am Konzept probieren? Dann laden Sie sich hier die Checkliste Podcast-Konzept als PDF kostenlos herunter.

Schritt 2: Die Technik 

Im zweiten Schritt geht es um die Audiotechnik. Das bedeutet beim Podcasten, Sie benötigen Aufnahmetechnik und ein Audioschnittprogramm, wenn Sie die Aufnahme nicht komplett über Ihr Smartphone machen möchten.

Für Mikrofone und weiteres Aufnahmeequipment gibt es mittlerweile eine große Auswahl, und Sie müssen dafür kein Vermögen mehr ausgeben. Auf den Seiten des Musikhauses thomann können Sie stöbern, finden tiefergehende Informationen und können hier sogar Mikrofone gebraucht kaufen. 

Doch was brauche ich für die Aufnahme?

Um Interviews zu führen, benötigen Sie in der Regel mindestens zwei Mikros und ein Audiointerface. Möchten SIe online Gespräche führen, brauchen Sie neben einem Mikrofon und einem Kopfhörer noch einen passenden Webservice, um technisch saubere Aufnahmen zu bekommen. Für Solofolgen eignen sich Mikrofone mit USB-Anschlüssen. Die können Sie einfach mit Ihrem Rechner verbinden und dann mit dem Rechner und einem Audioeditor Ihre Stimme aufzeichnen. Achtung: Sie können nicht mehrere USB-Mikrofone an einen PC oder einem Laptop anschließen, da die Schnittprogramme nur aus einer Quelle aufnehmen können. Wenn Sie mehrere Mikros nutzen, dann benötigen Sie zusätzlich ein Audiointerface, an welches dann zwei oder mehr Mikros angeschlossen werden können und was für das Schnittprogramm dann als eine Quelle erkannt wird.

Mikrofone unterscheiden sich einerseits in ihrem Wandlungsprinzip. Das gibt an, wie die Schallwellen, also die gesprochenen Worte, in elektrische Signale umgewandelt werden, um sie dann weiter zu bearbeiten. Mikrofone lassen sich grob in dynamische und Kondensatormikrofone teilen. Jedes Wandlungsprinzip hat seine Stärken und Schwächen, wie auch der Sprecher und Audiodienstleister Jens Wenzel in Wie Sie das richtige Mikrofon für Ihren Podcast finden erklärt. Und die Wahl richtet sich sowohl nach Ihrer Stimme als auch nach der Umgebung der Aufnahme.

Digitale Rekorder, beispielsweise von Zoom, sind eine gute Wahl. Sie haben gute integrierte Mikros, es lassen sich mehrere externe Mikros anschließen und ihr Aufnahmeequipment bleibt klein und mobil, wenn Sie Interviews führen möchten. Außerdem lassen sich die Aufnahmegeräte auch als Standalone-Mikrofon nutzen und Sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe.

Für die weitere Bearbeitung der Aufnahmen benötigen Sie eine Audioschnittsoftware. Damit können Sie das Intro und Outro hinzufügen, Musik einbinden und „Ähs“ und „Ähms“ sowie Versprecher entfernen. Außerdem bringen Sie mit einem Audioeditor Ihr Audio in das für Ihren Hoster passende Dateiformat.

Kostenlos und unabhängig vom Betriebssystem ist der freie Audioeditor Audacity. Das Programm läuft auch auf älteren Rechnern und benötigt wenig Ressourcen hinsichtlich Rechnergeschwindigkeit und Speicher. Ebenfalls für seine schlanke Programmierung bekannt ist der Audioeditor Hindenburg. Er wurde speziell für den Schnitt von Sprachaufnahmen entwickelt und auch für Apple-Nutzer ist das Programm Garageband geeignet und auf jedem Applecomputer installiert.

Die technische Qualität Ihrer Episoden ist ein Merkmal für einen guten Podcast und wir dürfen nicht vergessen, dass die eigene Produktion neben den Sendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und anderen professionell produzierten Beiträgen steht. Das heißt, die Aufnahmen sollten schon technisch „sauber“ sein, also nicht verrauscht, und über eine standardisierte und gleichmäßige Lautstärke verfügen. Doch bei einem interessanten Inhalt und einer zugewandten Ansprache werden technische Schwächen meiner Meinung nach von den Hörer:innen leicht verziehen. Und nur so – ohne zu hohe Ansprüche an die Audiotechnik – kann der Podcast auch weiterhin das Medium sein, über welches jede und jede:r selbst zum Sender werden kann.

Schritt 3: Podcast-Produktion

Jetzt kommen wir zur Sache. Sie nehmen Ihre Podcastfolge auf. Oftmals stellt sich die Frage, ob Sie Ihren Inhalt frei sprechen oder sich im Vorfeld ein Manuskript erstellen wollen. Auch hier hat beides Vor- und Nachteile. Beim freien Sprechen sollten Sie mit einer Stichwortliste arbeiten, auf der Sie die Dinge notieren, die Sie auf keinen Fall bei der Aufnahme vergessen möchten – auch Zahlen, Daten, Fakten, die korrekt gesendet werden sollen. Außerdem kann eine Stichwortliste gut als Leitfaden für den Inhalt dienen. Sie können auch mit Mindmaps arbeiten: Mit dem Anlegen eines Mindmaps durchdenken Sie den Inhalt und gestalten gleichzeitig eine schöne Vorlage, die eine gut strukturierte Aufnahme verspricht.

Bedenken Sie beim Erstellen eines Manuskripts für die einzelnen Folgen, dass Hören anders wahrgenommen wird als Lesen. Deshalb schreiben wir fürs Hören anders als fürs Lesen. Kurze Sätze sind beispielsweise langen Sätzen mit eingeschobenen Nebensätzen vorzuziehen. Reservieren Sie für jeden neuen Gedanken einen eigenen Satz und vermeiden Sie Fremdwörter. Hören ist ein linearer Vorgang – sobald Ihre Hörer:innen den Inhalt nicht verstehen und ins Nachdenken kommen, verpassen Sie bereits den nächsten Satz und verzichten vielleicht gleich ganz darauf, ihrem Inhalt weiter zu folgen. 

Schreiben und sprechen Sie lebendig, nutzen Sie eine aktive und konkrete Sprache und Worte, die Ihrer Zielgruppe geläufig sind. Im besten Fall entstehen Bilder in der Köpfen Ihrer Hörer:innen.

Wenn Sie im Vorfeld ein Skript erstellen, können Sie dieses direkt mit Ihrer Podcastfolge veröffentlichen. So freuen sich nicht nur die Leser:innen unter Ihren Hörer:innen, sondern auch die Suchmaschinen :-).

Ob frei oder „abgelesen“, vor der Aufnahme dürfen Sie Ihre Sprechwerkzeuge ein wenig ölen. Denn neben der oben erwähnten technischen Qualität gibt es auch eine sprachliche Qualität beim Podcasten, damit Sie nicht vernuschelt, zu schnell oder gehetzt klingen.

Im Podcast sind Sie ganz frei in der Gestaltung Ihrer Inhalte. Solofolgen sind nur eine Form der Darstellung. Viele Podcaster:innen bevorzugen den Dialog, werfen sich gegenseitig die Bälle zu oder führen Expert:innen-Interviews. Doch auch Gespräche zu dritt oder mit noch mehr Personen finden Sie in einer Vielzahl der Hörangebote. Grundsätzlich ist alles, was Sie aus dem Radio kennen, auch im Podcast möglich: Von der Reportage bis zur O-Ton-Collage, vom Hörspiel bis zum Feature. Doch in der Regel sind diese Darstellungsformen sehr zeitaufwändig und deshalb hört man hauptsächlich Interviews und Solofolgen.

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Schritt 4: Das Podcast-Hosting

Ihre Aufnahmen brauchen ein Zuhause, einen Host. Das kann Ihre eigene Website sein oder – sehr viel komfortabler – ein Podcast-Hostingservice. Möchten Sie auf der eigenen Seite hosten, benötigen Sie ein Podcast-Plugin. 

Im ersten Schritt legen Sie hier Ihren Podcast an. Das heißt, Sie werden durch verschiedene Dialogfenster geführt und tragen den Namen Ihrer Sendung ein, erzählen in einer Beschreibung, um was es inhaltlich geht, laden ein Podcast-Cover hoch und wählen Kategorien aus, in denen Ihre Sendungen später gefunden werden sollen. Mit diesen und anderen Informationen wird der eingangs erwähnte RSS-Feed (der das Audio erst zum Podcast macht) generiert.

Im nächsten Schritt laden Sie Ihre erste Podcast-Episode oder einen Trailer hoch. Ein Trailer ist eine kurze Podcastfolge, in der Sie erzählen, um was es in Ihrem Podcast in der Zukunft gehen wird, vielleicht etwas zu Ihrer Person und zur künftigen Sendefrequenz. Wieder werden Sie durch verschiedene Dialogfenster geführt, und hier geben Sie Informationen zu Ihrem hochgeladenen Audio ein. Diese werden automatisch dem Podcastfeed hinzugefügt, und jetzt können Sie den RSS-Feed in die Podcastverzeichnisse von Apple bis Google Podcasts eintragen.

Der  RSS-Feed wird bei den Podcast-Hostern sofort aktualisiert, sobald Sie eine neue Folge hochladen und veröffentlichen, und Ihre Podcast-Abonnent:innen können sofort auf Ihre aktuelle Sendung zugreifen.

Ein Podcast-Hostingservice bietet also Speicherplatz für die Audiodateien an und generiert den Feed. Daneben bekommen Sie einen Blog, Hilfestellung beim Eintragen in die Podcastverzeichnisse, eine Statistik und oft Player, die Sie auch auf der eigenen Website einbetten können. Das ist wichtig, wenn Sie bereits eine Seite haben. Denn dann möchten Sie bestimmt, dass man hier auch Ihren wertvollen Inhalt hören kann.

Andere angebotene Features der Hoster sind eine technische Verbesserung der Audioqualität, die Erstellung von Transkripten, Tools für die Vermarktung oder der Schutz Ihres Feeds. Sie tragen hier eine Beschreibung mit passenden Keywords ein und formulieren die Informationen zur jeweiligen Episode, die Shownotes.

Hier finden Sie eine Übersicht der drei in Deutschland ansässigen Podcast-Hostingservices sowie ein kleine Auswahl an Podcast-Plugins für WordPress.

Schritt 5: Die Podcast-Vermarktung

Mehr als 70.000 deutschsprachige Sendungen sind mittlerweile auf Spotify vertreten. Sie dürfen also für Ihren Podcast trommeln, um viele und treue Hörer:innen zu gewinnen. Die Weisheit aus dem Marketing „Wer alle Hasen jagt, fängt am Ende keinen“ gilt also auch beim Podcasten, und Sie haben dem im Konzept mit der Definition Ihrer Personas bereits vorgebeugt. Hier haben Sie auch definiert, wo sich Ihre Personas informieren, und genau hier können Sie mit der Vermarktung Ihres Podcasts aktiv werden.

Kreativität ist hier oftmals gefragt – probieren Sie aus, was funktioniert und was nicht. Daniel Fliege vom Podcast-Hostingservice LetsCast.fm empfiehlt im Gespräch Mit diesen Tipps erhöhen Sie die Reichweite Ihres Podcasts besonders das Netzwerken in den Social-Media-Kanälen für den eigenen Podcast. So lohnt es sich, nur für dieses Angebot einen neuen Kanal zu starten, auch wenn Sie in Social Media noch gar nicht aktiv sind. Auf Facebook beispielsweise können Sie Gruppen ins Leben rufen und so eine Community gründen, wenn das eines Ihrer Ziele ist, welches Sie mit Ihrem Inhalt erreichen möchten. Auf den Social-Media-Kanälen können Sie schnell und kostenlos in den Austausch mit Hörer:innnen kommen. Wenn Sie nicht wöchentlich senden, dann können sie hierüber Ihre Hörer:innen auf dem Laufenden halten, zwischendurch posten, was im Hintergrund zu Ihren Produktionen passiert, oder zu Ihrem Thema informieren.

Bedenken Sie, dass Sie in Social Media keine Audios teilen können, Sie können nur darauf verlinken. Doch es lassen sich schnell aus Audios sogenannte Audiogramme erstellen. Das sind Videos mit einem Standbild, über das eine Welle flackert, und Videos könne Sie direkt bei Facebook, Twitter und Co teilen. Auf diese Art können Sie auch kurze Audioschnipsel aus Ihrer Episode teilen und so auf Ihren Podcast aufmerksam machen. Der ganze Podcast kann zusätzlich auf YouTube veröffentlicht werden. Denn YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine, gehört zu Google, und die Chance ist groß, so neue Hörer:innen zu gewinnen. Vergessen Sie also nie, hier auch den Link zum Podcast zu notieren 😉.

Und wenn Ihre Zielgruppe gar  nicht im Netz unterwegs ist, dann erstellen Sie Flyer, Postkarten oder andere Materialien, die Sie auf Veranstaltungen und dort verteilen, wo Ihre Zielgruppe unterwegs ist. Hier können Sie erklären, was die Nutzer:innen davon haben, wenn Sie Ihrem Podcast folgen (Nutzen/Konzept), oder Ihnen genau erklären, wie das Abonnieren mit einer App auf dem Smartphone gelingt. Und mit einem QR-Code können die Menschen direkt zu einer Ihrer Folgen gelangen.

Seien Sie kreativ beim Podcasten und bei dessen Vermarktung. Podcasts sind immer noch nicht bei allen Altersgruppen gleichermaßen angekommen und daher braucht es oftmals noch eine Erklärung, wie dieses Format komfortabel genutzt werden kann und dass das „Abonnieren“ nichts mit einem Zeitungsabo zu tun hat, mit langer Laufzeit und komplizierten Kündigungsfristen. Ein Podcastabo ist schnell erstellt – ohne Angabe der E-Mail-Adresse – und mit einem Wisch genauso schnell wieder gelöscht.

Verstecken Sie Ihre Sendungen nicht auf Ihrer Website und tragen Sie sie in alle relevanten Podcastverzeichnisse ein. So gewinnen Sie eine große und treue Hörerschaft und finden Gehör bei Ihrer Zielgruppe.

 

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Hilfestellung für Podcaster*innen beim Datenschutz

Hilfestellung für Podcaster*innen beim Datenschutz

Darüber, wie Podcaster*innen das Thema Datenschutz angehen sollten, habe ich mit dem „Datenschutz-Guru“ Stephan Hansen-Oest gesprochen. Im Podcast Mit diesen Tipps bleiben Podcaster*innen gelassen beim Datenschutz erfahren Sie mehr über die Rechte und Pflichten von Podcastern und Podcasterinnen.

Im Folgenden fasse ich Ihnen die wichtigsten Informationen aus dem Gespräch noch einmal zusammen.

Welche Rechtsvorschriften gelten beim Podcasten?

Wenn es um datenschutzrechtliche Regelungen geht, landen wir direkt bei der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung), auch für Podcaster*innen sei das laut Hansen-Oest das A und O.

Das TTDSG (Telekommunikations- und Telemedien-Datenschutzgesetz), welches am 01.12.2021 in Kraft getreten ist, habe darüber hinaus keine großen Neuerungen gebracht. Es basiere auf einer Harmonisierung mit dem europäischen Recht, die wesentliche Neuregelung sei die europarechtskonforme Einwilligungsregelung für Cookies.

Podcasten und Datenschutz

Wenn wir das Thema Datenschutz angingen, sollten wir als erstes schauen, welche Datenflüsse es überhaupt gäbe. Hier kämen viele Bereiche zusammen, zum Beispiel die Podcastproduktion, der Feed, die Website sowie die Podcast-Berichte. Letztere stellt in der Regel der Hostingservice zur Verfügung, hier findet man zum Beispiel die Downloadzahlen und Details zu den Abrufen des Podcast-Feeds. 

im Hinblick auf Datenschutz sollte unser Hauptaugenmerk auf der eigenen Website und auf dem Dienstleistungsunternehmen liegen, so Stephan Hansen-Oest. 

Auf der Website gibt es die Informationspflicht über die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung, die Datenschutzhinweise. Grundsätzlich sei die Einhaltung des Datenschutzes de facto in Deutschland aber eigentlich unmöglich, da dieser so kompliziert sei und so ein weites, uneindeutiges Feld darstelle. So fahre man hier am besten mit dem Grundsatz „Sag, was du tust, tue, was du sagst“. So sorge man für größtmögliche Transparenz.

DSGVO-Konformität

Im Hinblick auf die angepriesene DSGVO-Konformität eines Dienstleistungsunternehmen sei also auf jeden Fall Vorsicht geboten, so Hansen-Oest. Wenn Anbieter über sich sagen, dass sie DSGVO-konform arbeiten, sei wahrscheinlich am ehesten abgedeckt, dass die Server der Unternehmen in Europa stehen und der Datentransfer grundsätzlich innerhalb Europas stattfindet. Dies sei insofern wichtig, als dass ganz stark differenziert würde zwischen der EU mit ihrer DSGVO als „grüner Wiese“, wo die Daten frei fließen könnten, und dem Rest der Welt, wo das jeweilige Datenschutzniveau nicht von vornherein klar sei.

Man tue sich somit schon mal einen Gefallen, so Stephan Hansen-Oest, wenn man sich einen europäischen Anbieter aussuche. Zudem sei es aber immer wichtig, dort einen Blick in die jeweiligen Datenschutzhinweise zu werfen.

Hier sollten Sie nach Hinweisen auf „Drittlandsverarbeitung“ oder „Datenverarbeitung außerhalb von Europa“ oder „Datentransfer in die USA oder in sonstige Drittländer” suchen. Und wenn da stehe, „Wir transferieren grundsätzlich keine personenbezogenen Daten in die USA“ oder „Wir verarbeiten nur Daten in der Europäische Union“, dann weise das darauf hin, dass der Dienstleister akzeptabel sei. 

Der Auftragsverarbeitungsvertrag

Wenn Sie sich anhand der Datenschutzhinweise davon überzeugt hätten, dass zumindest das Gros der Daten in Europa verarbeitet wird, könnten Sie mit diesem Anbieter arbeiten, so Stephan Hansen-Oest. Dann würden Sie in einem nächsten Schritt mit dem Unternehmen Ihrer Wahl einen Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen. 

Die von mir empfohlenen Podcast-Hostingservices bieten diesen Vertrag zum einfachen und schnellen Download an. Den Auftragsverarbeitungsvertrag müssen Sie dann lediglich in das Verzeichnis Ihrer Verarbeitungstätigkeiten ablegen.

Bei der App Anchor, dem Hostingservice von Spotify, sieht der Anwalt beispielsweise erstmal keine Probleme: „Als EU-Bürger schließe ich einen Vertrag mit Spotify Schweden. Das heißt, ich bin erstmal im europäischen Bereich. Welche Daten dort gesammelt werden, kann ich nicht sagen, aber erstmal scheint das o.k. zu sein, weil es ein europäisches Unternehmen ist.“

Eindeutig sei auch, dass man mit dem Verlinken – beispielsweise aus den Podcastplayern auf Spotify, Apple und Co. – sicher sei. Denn hier trage man keine Verantwortung mehr dafür, was das verlinkte Unternehmen mit den Daten der Nutzer*innen mache.

Passt der Hostingservice auch sonst zu mir?!

Natürlich müssten auch die angebotenen Features des Hostingservices passen. Es mache ja keinen Sinn, wenn alles DSGVO-konform sei, aber Sie Ihre Informationen nicht an Ihre Hörer*innen bringen könnten. 

Stephan Hansen-Oest sagt außerdem, Podcasten sei eine Ausübung eines Grundrechts. Wir hätten das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit. Und Datenschutz habe daher nicht immer automatisch Vorrang. Beides müsse in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden. Das ist dann natürlich auch wieder Auslegungssache, doch ein interessanter Hinweis von Stephan Hansen-Oest.

 

Mein Fazit nach dem Gespräch mit Stephan Hansen-Oest ist, dass Panik in Sachen Datenschutz nicht angesagt ist. Doch sollten wir das Thema ernst nehmen. Ich möchte beispielsweise gerne dazu beitragen, dass die Daten meiner Hörer*innen geschützt werden und berücksichtige die DSGVO auf meinen Seiten.

 

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Podcasts transkribieren mit dem Transkriptomat

Podcasts transkribieren mit dem Transkriptomat

In den nachfolgenden Zeilen erklärt Ihnen der Toolanbieter selbst, wie der Transkriptomat funktioniert und was Sie noch dazu wissen müssen.

Veröffentlichen Sie regelmäßig Podcastbeiträge? Suchen Sie bereits seit einiger Zeit nach einer Lösung, um die gesprochenen Inhalte als Blogartikel aufzubereiten? Dann geht es Ihnen genauso wie vielen anderen Podcaster*innen.

Eine etablierte Alternative zu vielen anderen Vorgehensweisen stellt das Tool auf Transkriptomat.de dar. Hierbei handelt es sich um eine Software, die eine automatische Umwandlung des Podcasts in ein Transkript ermöglicht.

So funktioniert die Nutzung von Transkriptomat.de

Die Nutzung von Transkriptomat.de ist denkbar einfach gehalten und stellt für Neulinge wie auch erfahrene Podcaster*innen überhaupt kein Problem dar. Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie die Datei respektive den Podcast hochladen.

Dies ist die Grundlage, so lässt sich der Preis über den Transkriptomaten berechnen. Sobald Sie diesen Part erledigt haben, können Sie fortfahren und sich die Datei umwandeln lassen.

Letztlich vergeht mit dem Transkriptomat.de nur wenig Zeit, während die Qualität auf einem hohen Niveau liegt. Ferner können Sie das Tool für Untertitel ebenso wie für Übersetzungen nutzen.

Die Vorzüge von Transkriptomat.de

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Bei Fragen können Sie sich jederzeit an den Service wenden. Außerdem gibt es einen kompakten FAQ-Bereich, in dem Sie wissenswerte Antworten auf häufig gestellte Fragen finden.

Probieren Sie diesen Service doch mal für Ihren Podcast aus. Denn Google und Co. freuen sich immer über Text! Hören Sie dazu auch den Podcast Suchmaschienenoptimierung für Podcaster*innen mit Saskia Lund und lesen Sie den Blogbeitrag Wie Sie Transkripte mit Hilfe von Auphonic erstellen.

 

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Damit Ihr Podcast auch auf Spotify, Apple Podcasts und anderen Plattformen gefunden und gehört werden kann, müssen Sie ihn dort eintragen. Das ist kostenlos und Sie machen das in der Regel nur einmal. Sie tragen dort den Podcast-Feed ein, den RSS-Feed. Wenn Sie dann eine neue Folge bei Ihrem Hoster veröffentlichen, aktualisiert sich der Feed umgehend und Ihre Hörer*innen können sofort auf den neuen Inhalt zugreifen. 

Der Eintrag in die Podcastverzeichnisse ist ein Muss für alle Podcaster:innen. Und Spotify ist nicht das einzige Verzeichnis, auf dem man vertreten sein sollte. 

Ich liste hier einige Verzeichnisse auf und verlinke jeweils zu der dazugehörigen Anmeldeseite. Nicht alle halte ich für absolut notwendig, doch schaden kann es nicht, auf möglichst vielen Portalen auffindbar zu sein.

 

Die Pflicht!

Hier sollte der Podcast auf jeden Fall eingereicht werden:

Auf podcast.de können Sie Ihren Podcast ohne einen eigenen Account anlegen.

Die Kür!

Schauen Sie sich hier auch die Möglichkeiten der Monetarisierung an: Podimo - Für Podcaster*innen

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