Spracherkennung: Wie Sie Transkripte mit Hilfe von Auphonic erstellen

Spracherkennung: Wie Sie Transkripte mit Hilfe von Auphonic erstellen

Die Suchmaschine Google sei blind und taub, sagte die Webentwicklerin Saskia Lund in meinem Podcast Suchmaschinenoptimierung für Podcaster im Herbst letzten Jahres. Das heißt, Google braucht Text, um Inhalte zu finden. Podcaster und Podcasterinnen, die sowieso ein ausführliches Skript schreiben, bevor Sie Ihre Folge aufnehmen, haben also die Nase vorn. Sie können das Skript direkt mit der Folge veröffentlichen. Kostenlos und schnell lassen sich Transkripte, die Verschriftlichungen gesprochener Sprache, mit dem Webservice Auphonic erstellen.

Sie nutzen Auphonic schon, um Ihren Audios den letzten Schliff zu geben? Prima, dann sind nur wenige zusätzliche Klicks notwendig, um sich auch den Text zum Audio herunterzuladen. Leider besteht diese Option nur noch für zahlende Nutzer:innen. Aber das kostet kein Vermögen 😉. Und für PodcasterInnen, die noch ohne Auphonic auskommen, ist die Erstellung von Transkripten auch nur ein kleiner zusätzlicher Aufwand.

Transkripte erstellen mit dem Webservice Auphonic

Richten Sie sich einen kostenlosen Account bei Auphonic ein. Damit können Sie zwei Stunden Audio- oder Videomaterial im Monat hochladen und über die Algorithmen des Webservices laufen lassen. Für mehr bietet Auphonic faire Preise an.

Loggen Sie sich bei Auphonic ein und klicken Sie rechts oben unter "Select File" auf Datei auswählen. Ihr Dateiverzeichnis öffnet sich und Sie können die zu transkribierende Datei auf Ihrem Rechner auswählen.

Dann scrollen Sie nach unten bis "Add Output File" und klicken auf Speech Recognition. Ein Dialogfenster wird sichtbar.

Bevor Sie unter "Service" aktiv werden können, müssen Sie sich zuerst für einen Service entscheiden und sich bei diesem registrieren. Dieser Schritt ist nur beim ersten Mal notwendig.

Hinter "Please register a service first!" finden Sie vier verschiedene externe Services. Auphonic gibt die Aufgabe des Transkribierens also weiter. Und zwar an Wit.ai, Google, Amazon und Speechmatics.

Wit.ai ist ein kostenloses Angebot mit Sitz in Kalifornien, das zahlreiche Sprachen von Afrikaans bis Zulu transkribiert. Google Cloud Speech unterstützt über 80 Sprachen und bietet seinen Dienst bis 60 Minuten kostenlos an. Hier müssen Sie schon bei der Anmeldung Angaben zu Ihrer Kreditkarte machen. Amazon Transcribe transkribiert ebenfalls mehrere Sprachen und auch hier gibt es ein kostenfreies Kontingent. Und der vierte Service ist Speechmatics, ein in Cambridge, United Kingdom, ansässiges Unternehmen, das 74 Sprachen transkribieren kann und 0,06 £ pro Minute berechnet.

Mit Wit.ai vom Audio zum Text

Ich zeige Ihnen die nächsten Schritte am Beispiel von Wit.ai. Klicken Sie auf "Please register a service first!“ und wählen unter der Überschrift "Automatic speech recognition services" den Service Wit.ai. Es öffnet sich eine weitere Auphonic-Seite mit einem Link, der Sie direkt auf die Seite von Wit.ai führt.

Wit.ai Speech Recognition Account in Auphonic

Auf Wit.ai können Sie sich nur mit einem Facebook- oder GitHub-Account einloggen.

 

Nach dem Einloggen klicken Sie oben auf + New App. Im sich öffnenden Fenster geben Sie Ihrer App einen Namen, wählen die zu transkribierende Sprache aus und aktivieren "Private" bei "Visibility". Mit einem Klick auf Create unten rechts im Fenster wird die App erstellt. 

Sie landen in einem neuen Fenster in welchem Sie über Settings rechts im Menü Änderungen vornehmen können. Hier finden Sie den "Server Access Token", den Sie kopieren und so in die Zwischenablage legen. 

Dann fügen Sie den Server Access Token (befindet sich in der Zwischenablage)  auf der Seite in Auphonic ein, um die Dienste miteinander zu verbinden.

Um weitere Sprachen zu transkribieren, legen Sie weitere Apps an

Bedenken Sie, dass Sie für jede Sprache eine weitere App bei Wit.ai anlegen müssen. Das machen Sie über den blauen Button + New App am oberen Bildschirmrand in Ihrem Wit.ai-Account. Geben Sie der App wieder einen Namen, wählen Sie die Sprache aus und machen Sie ein Häkchen bei "Private".

Abschließend klicken Sie auf den Button Create unten rechts.  

Klicken Sie auf den Namen der App, finden Sie wieder unter Settings den entsprechenden "Server Access Token", um die Verbindung mit Auphonic herzustellen.

Nachdem Sie die App in Wit.ai angelegt haben, wählen Sie im Interface von Auphonic unter "Speech Recognition" den von Ihnen gewählten Service und die Sprache aus, die Sie transkribieren lassen wollen.

Möchten Sie Auphonic nicht für die Nachbearbeitung Ihres Audios nutzen, können Sie ganz unten im Eingabefenster die Haken bei "Audio Algorithms" entfernen und auf den roten Button Start Production klicken. Diesen Befehl dürfen Sie im folgenden Fenster wiederholen.

Nach einer kurzen Wartezeit können Sie Ihre transkribierte Audiodatei herunterladen und bearbeiten. Und zwar in unterschiedlichen Formaten. Klicken Sie auf download rechts hinter "transcript" oder unter "Transcript Editor" auf Correct and edit speech recognition results. In beiden Fällen sehen Sie das Transkript im HTML-Format.

Bearbeitungsfenster Transkript in wit.ai

Klicken Sie auf Edit Transcript und korrigieren Sie, wo nötig, die Transkription. In meinem Beispiel wurde beispielsweise "App Anchor" in "app Inka" und "app NK" übertragen. Wenn Sie auf die zu korrigierende Zeile klicken, wird Ihnen diese vorgespielt und Sie hören genau, was an dieser Stelle gesagt wurde. Auch Kommas dürfen sie noch korrigieren. Insgesamt finde ich das Ergebnis wirklich großartig!

Exportieren Sie das Ganze, indem Sie oben rechts auf "Export" klicken. Sie können dann mit "Save Editor" den Text als HTML-Datei auf Ihrem PC speichern. Diese Datei lässt sich wiederum mit dem Texteditor Word öffnen und dann als DOC-Datei speichern. Dann haben Sie die Möglichkeit, den Text weiter zu bearbeiten. Denn selten sind mündliche Interviews in ihrer Eins-zu-eins-Verschriftlichung auch gut lesbar, das heißt, die Texte brauchen meistens eine Überarbeitung, die über die reine Fehlerkorrektur hinausgeht.

Die HTML-Datei lässt sich natürlich auch direkt im Texteditor auf Ihrer Webseite einbinden. Ebenfalls ist die Speichung des Textes als PDF möglich, das Sie Ihren Hörern zur Verfügung stellen können. Das Speichern als VTT-Datei ist auch eine Variante, dieses Format wird für Untertitel genutzt. Das kann interessant sein, wenn Sie aus Ihrem Audio auch ein Video machen möchten.

Mein Fazit: Die mit der Verschriftlichung und gegebenenfalls mit der Bearbeitung und Veröffentlichung verbundene Arbeit lohnt sich allemal. Wenn Sie die Beiträge beispielsweise auf Ihrem Blog einstellen, bieten Sie den anfangs erwähnten Suchmaschinen mehr „Futter“. Dadurch finden neue, interessierte Menschen besser zu Ihrem Podcast. Es gibt die Möglichkeit, den Hörern die schon erwähnten PDFs anzubieten und Sie können ein E-Book mit den Inhalten mehrerer interessanter Podcastfolgen veröffentlichen. Oder Sie nehmen einfach ein paar gute Statements aus der Episode und verwenden sie für die Shownotes. Sie haben mit einem Transkript die Folge einfach schon einmal schwarz auf weiß – und da lässt sich immer etwas draus machen. Und in Zeiten von KI geht das blitzschnell. Transkript bei Chat GPT hochladen und daraus die Shownotes generieren und einen guten Titel sind nur zwei Möglichkeiten.

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PüP_063 Rückblick auf das Jahr 2018 im Podcast übers Podcasten

PüP_063 Rückblick auf das Jahr 2018 im Podcast übers Podcasten

Was für ein Jahr! Ein neues Buch über den Audioeditor Audacity und die zweite aktualisierte Auflage von Podcasting: Konzept – Produktion – Vermarktung wurden veröffentlicht. Nicht nur beim Schreiben dieser Bücher habe ich viel gelernt, sondern auch in den Gesprächen mit vielen tollen Menschen – Podcastern und Nicht-Podcastern – für meinen Podcast übers Podcasten. Eine kleine akustische Rückschau auf das Jahr 2018 habe ich für diese erste Episode in 2019 zusammengestellt.

Hören Sie noch einmal, für was die App Anchor geliebt wird und wie der Personaltrainer für neues Zeitmanagement Ivan Blatter effizient und produktiv podcastet. Lassen Sie sich von Tobias Eickelpasch (RockYourEmail) zum strategischen Podcasten anregen und von Irene Kurka (neue musik leben) zur Pressearbeit für Ihren Podcast. Saskia Lund erklärt, was die Suchmaschine Google wirklich braucht, um Ihren Podcast zu finden, und Dirk Röttges gibt Tipps für mehr Reichweite Ihrer Inhalte.

In alle Folgen können Sie schnell hineinspringen, wenn Sie das Listen-Icon im Player rechts unten anklicken. 

Viel Spaß beim Hören!

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Gut geplant ist halb gewonnen – auch beim Podcasten

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Mit Redaktionsplan podcasten

Ein Redaktionsplan ist im Wesentlichen eine tabellarische Darstellung, in die Sie zeilenweise untereinander jeweils einen Beitrag notieren, der zu einem bestimmten Zeitpunkt erscheinen soll.

Die inhaltliche Gestaltung des Plans hängt davon ab, welche Aspekte für Ihre Planung wichtig sind. Wenn sie beispielsweise Interviews führen, ist der Interviewpartner ein wichtiger Faktor. Bei einer Solofolge sind es vielleicht interessante Quellen. Sie können, wenn Sie mit Personas arbeiten (mehr dazu erfahren Sie in der Podcastfolge Wie Sie mit Personas Ihre Hörer besser erreichen), die jeweilige Persona hinzufügen, für die der Beitrag zugeschnitten sein soll, einen Call-to-Action bestimmen und viele weitere Details.

Wenn Sie keine Interviews führen, sondern alleine oder mit anderen Podcastern ein bestimmtes Thema festlegen und besprechen, dann können Sie im Redaktionsplan Schwerpunkte notieren oder – je nach Tool – auch eine Gliederung und Notizen hinzufügen.

Die Arbeit mit einem Redaktionsplan beim Podcasten ist sinnvoll, da er zum Dranbleiben motiviert, Sie den Überblick behalten und Sie durch eine gute Planung letztendlich Zeit sparen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie wöchentlich, monatlich oder seltener senden.

Mein Podcast übers Podcasten erscheint beispielsweise monatlich und mir hilft ein Redaktionsplan dabei, fokussiert und konzentriert allen Aufgaben nachzugehen. So habe ich keine losen Enden im Kopf, konkrete Termine notiert und nächste Schritte formuliert. (Mehr über lose Enden können Sie auf der Selbstcoaching-Plattform Zeitzuleben nachlesen.)

 

Tools für den Redaktionsplan

Häufig nutzen Redaktionen, Agenturen, Blogger und Podcaster für Redaktionspläne klassische Exceltabellen. Das ist praktisch, da man am Anfang das Datum eintragen und dann entsprechend viele Spalten für die einzelnen To-dos anlegen kann. Eine ganze Reihe kostenloser Vorlagen für Redaktionspläne auf der Grundlage von Exceltabellen finden Sie im Netz.

Sie können für den Redaktionsplan auch das Tool nutzen, das Sie für Ihre Planung sowieso schon zum Einsatz bringen. Das kennen Sie und so finden Sie schneller einen Weg, wie Sie es für den Redaktionsplan erweitern und nutzen können.
Die Notizen-App Evernote wird auch gerne genutzt – wer es umfangreicher möchte, kann Scompler verwenden, eine Software für strategisches Content-Marketing.

 

Redaktionsplan in der Kalender-App

Nutzen Sie einen elektronischen Kalender? Zum Beispiel den Google-Kalender? Der ist kostenlos, Sie können ihn auf dem Rechner und auf Ihren mobilen Geräten nutzen und immer synchron halten. Es lassen sich hier verschiedene Kalender hinzufügen, sodass Ihre Podcastplanung nicht mit anderen Terminen kollidiert. Vielleicht gibt es auch Kalender, die Sie an relevante Termine für Ihren Podcast erinnern – diese können Sie dann einfach in den Google-Kalender  integrieren. Für mich sind wichtige Termine beispielsweise der Welt-Radio-Tag am 13. Februar und der Welttag der Stimme am 16. April. Solche Ereignisse können dann Aufhänger sein für einen Einstieg oder auch Anregungen bieten für neue Themen. Sie finden verschiedene Anlässe – deutsche und internationale Feiertage, Schulferien, beliebte Events und Konzerte – auch im sogenannten kleinen Kalender, den Sie im ICS-Format herunterladen und in den Google-Kalender  importieren können. (ICS ist das Dateiformat für den Kalender von Apple, doch Google-Kalender und andere Kalender können dieses Format ebenfalls öffnen und importieren.)

Ich nutze den iCal von Apple als Kalender, der mir diese Funktionen ebenfalls bietet. Und um den Überblick zu behalten, lassen sich einzelne Kalender ausblenden und farblich markieren.

Mit einem elektronischen Kalender können Sie sich außerdem an Termine erinnern lassen und wiederkehrende Termine automatisch eintragen. So habe ich beispielsweise den Termin „Podcast veröffentlichen“ an jedem ersten Donnerstag im Monat definiert und kann mir für die zu tätigenden Aktionen jeweils Erinnerungen einstellen.

Ich habe in meinem Kalender jeweils die Montage für meinen Podcast und Blog reserviert. In meiner Wochenplanung, die ich immer mit einem Blick auf die Monats- und Jahresübersicht mache, trage ich mir hier dann die notwendigen Schritte für jeden Montag ein. Im Kalender gibt es dann ein Feld "Podcast", hier kann ich mir Notizen für die einzelnen To-dos machen. Und wenn ich mich an einem Montag nicht meinem Blog oder Podcast widmen kann, dann lassen sich die reservierten Zeitblöcke mit der Computermaus ganz leicht auf einen anderen Tag in meinem Kalender verschieben.

So komme ich selten in Zeitdruck, es gibt keine zeitliche Engpässe im Hinblick auf andere Aufgaben. Und vor allem schwirren keine losen Enden in meinem Kopf herum.

Andere Tools bieten ähnliche Möglichkeiten und ich bin auch nicht nur digital unterwegs. Das Herzstück meiner Planung ist der „analoge“ Businessplaner von WeekView*. Den habe ich vor etwa zwei Jahren kennengelernt und er passt ideal zu meinen Ansprüchen. Er bietet Raum für eine übersichtliche Wochenplanung, gleichzeitig habe ich Termine der kommenden Wochen im Blick, es gibt Vorlagen für die Jahres- und Quartalsplanung und ausreichend Platz für Notizen und Reflektionen ist auch vorhanden. Für die konkrete Wochenplanung trage ich die Termine aus dem digitalen Kalender in den papiernen ein und kann dann Termine mit dem Marker hervorheben oder mit kleinen Skizzen etwas Farbe in meine To-dos bringen.

 

MeisterTask für die Details  

Für die detaillierte Planung nutze ich MeisterTask. MeisterTask ist ein Tool, mit dem Sie Aufgaben sehr übersichtlich planen können. Hier habe ich ein Board „Redaktionsplan“ mit jeweils einer Spalte (Sektion) für den Kanal angelegt, den ich bespiele: Podcast, Blog, Newsletter und Tipps & Tricks.

Wenn Sie nur einen Kanal bedienen, können Sie die vorgegeben Spalten „Offen“, „In Arbeit“ und „Erledigt“ nutzen oder sich für jeden Kanal oder jedes Projekt ein Board erstellen. Für den Multiple-Sklerose-Podcast sammle ich hier zum Beispiel Ideen für das Projekt und notiere Aufgaben wie „Seite für DSGVO anpassen“. Jeder Aufgabe kann ich einen Termin hinzufügen und mich erinnern lassen. Ich kann Checklisten erstellen, indem ich „Checklisten-Einträge“ hinzufüge. Da bei wiederkehrenden Aufgaben die Checklisten gleich sind, ist es möglich, Checklisten vorzubereiten und dann beispielsweise einer Aufgabe wie „Podcastfolge erstellen“ eine einmal erstellte Liste hinzuzufügen. Sie können jeden Punkt abhaken, löschen oder innerhalb der Checkliste verschieben.

Jeder Punkt auf der Checkliste lässt sich außerdem wieder zu einer Aufgabe machen, in den Spalten des Boards bewegen, terminieren usw.
Außerdem können Sie E-Mails an einzelne Sektionen senden und so den E-Mail-Verkehr an einer Stelle sammeln. Anhänge wie Fotos lassen sich den Aufgaben zufügen und können bei Bedarf heruntergeladen werden. Sie haben dann alles an einem Ort.

Ich organisiere nicht nur meinen Podcast in MeisterTask sondern auch viele andere Projekte. Ich habe hier dann häufig Checklisten mit Informationen über Formate, Schriftgrößen, Vorlagen, Textbausteine und Ähnliches hinterlegt. Das spart auch wieder Zeit, da alles an einem Ort liegt.

Sowohl meinen digitalen Kalender als auch MeisterTask nutze ich auch auf meinem Smartphone und iPad. Die Apps synchronisieren sich automatisch. So kann ich auch unterwegs Ideen und Gedanken dort notieren oder Termine hinzufügen und verschieben.

 

Das war ein kleiner Blick auf meine Podcastplanung und die dabei verwendeten Tools. Ich kann sehr viel konzentrierter, fokussierter und entspannter arbeiten, wenn alles seinen Platz im Redaktionsplan hat und dann in meinem Kalender landet. Die Planung ist die Basis, von der aus ich agiere, wo ich mithilfe der beschriebenen Tools das erfassen und abbilden kann, was planbar ist.

So halte ich es auch wie Friedrich Dürrenmatt, der gesagt hat: „Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall treffen.“ Und mich haben schon wunderbare Zufälle getroffen.

Wie gehen Sie bei der Planung Ihrer Podcasts vor? Nutzen Sie die Kommentarfunktion für Ihre Tipps und Erfahrungsberichte.

*Affiliatelink

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PüP_062 Trennung von Information und Werbung im Podcast

PüP_062 Trennung von Information und Werbung im Podcast

Kürzlich wurde ich von einer Heilpraktikerin gefragt, was Angehörige eines Heilberufes, also Ärzte, Apotheker und eben auch Heilpraktiker, beim Podcasten beachten dürften. Hintergrund der Frage ist das Heilmittelwerbegesetz (HWG). Das HWG enthält Regelungen, die den Umgang mit Werbung für medizinische Produkte, Arzneimittel oder Heilverfahren betreffen, und will die Verbraucher schützen.

Ein Podcast eignet sich bekanntlich gut, um Werbung für die eigene Person und Dienstleistung zu machen, indem man informiert. Doch lässt sich die Grenze zwischen Werbung und Information immer klar ziehen? Sind die Bedenken der Heilpraktikerin begründet?

Darüber spreche ich in dieser Podcastfolge mit Dirk Röttges von Hess & Röttges. Hess & Röttges ist eine Marketingagentur für Ärzte und unterstützt diese beim Online- und Offlinemarketing. Dazu gehören das Webdesign inklusive Suchmaschinenoptimierung, Social Media, Newsletter und die Erstellung von Visitenkarten und Broschüren.

Dirk Röttges erzählt, welche Rolle das Heilmittelwerbegesetz bei seiner Arbeit mit Ärzten spielt, und er empfiehlt Angehörigen der Heilberufe, weder im Podcast noch auf YouTube Heilversprechen abzugeben oder Superlative zu nutzen. Außerdem gibt er Anregungen wie Google My Business oder AnswerThePublic für eine gute Sichtbarkeit im Netz sorgen. Und diese Tipps gelten nicht nur für Ärzte und Angehörige der Heilberufe.

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ARD/ZDF-Onlinestudie 2018 – Audiowelten wachsen weiter

ARD/ZDF-Onlinestudie 2018 – Audiowelten wachsen weiter

Da ist sie, die ARD/ZDF-Onlinestudie 2018, veröffentlich Mitte Oktober. Und auch in diesem Jahr gibt es Ergebnisse, die so noch nicht da waren. Zum Beispiel ist die Anzahl der Onliner in Deutschland auf über 90 Prozent gestiegen. Das sind knapp 1 Million mehr als 2017.

Mich interessiert wie jedes Jahr, ob denn auch mehr Menschen Podcasts hören, und unter diesem Gesichtspunkt habe ich mir die Ergebnisse genauer für Sie angeschaut.

Immer mehr Menschen im Internet

Besonders deutlich ist die Zahl der Menschen gestiegen, die das Internet täglich nutzen. Das sind 77 Prozent der Gesamtbevölkerung, also 54 Millionen Menschen.

Doch was machen die da im Internet? Zumindest 39 Prozent konsumieren Medien! Und zwar täglich 82 Minuten. Davon gehen 32 Minuten fürs Sehen drauf, 30 Minuten fürs Lesen und 25 Minuten fürs Hören.

Die restliche Zeit im Internet (87 Minuten) wird mit „Individualkommunikation“ verbracht, also dem Schreiben von Nachrichten mit Messengerdiensten, Surfen, Shoppen, Suchen und Spielen.

Audiowelten wachsen weiter

Insgesamt ist die wöchentliche Audionutzung um 4 Prozentpunkte auf 49 Prozent gestiegen.

Das Musikhören über YouTube macht in der Verteilung das Rennen, doch auch Musikstreamingdienste haben die Nase vorn.

* Spotify, Apple Music, Amazon Music, Deezer, Nepster, Google Play Musik und SoundCloud.

Die Nutzung von Audio-Podcasts ist stabil geblieben, bei der Gesamtbevölkerung leider um einen Prozentpunkt von 4 auf 3 Prozent gefallen, doch in der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen sind es 5 Prozent, die mindestens einmal wöchentlich Audio-Podcasts hören.

Mit seinem Podcast also auch auf den Streaming-Plattformen wie Spotify präsent zu sein, ist eine gute Idee.
Um auf YouTube den Podcast zu veröffentlichen, ist der Extraschritt vom Audio zum Video nötig, also eine Konvertierung  der MP3-Datei zur MP4-Datei.   Mithilfe von Auphonic haben Sie schnell ein Video mit Standbild erstellt und können dies auf Ihrem YouTube-Kanal veröffentlichen. Der Podcast-Hostingservice Podigee bietet die Umwandlung in ein Video ab dem Paket "Garage"  ebenfalls an.

Mediennutzung zunehmend zeit- und ortssouverän

Laut Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks und stellvertretender Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission, zeigt die Studie auch, dass die Mediennutzung zunehmend zeit- und ortssouverän  über das Internet erfolgt, und das jetzt auch in den mittleren Altersgruppen.

Angaben dazu, mit welchen Geräten Medien genutzt werden, hat die ARD/ZDF-Onlinestudie nicht erhoben. Da wäre der Aspekt der ortssouveränen Nutzung noch mal interessant. Denn nach wie vor scheint der Podcast gerade bei der Unterwegsnutzung zu punkten.

Für weitere Informationen lesen und hören Sie auch gerne den Beitrag zu Zahlen, Daten, Fakten und was diese fürs Podcasten bedeuten. Und hier finden Sie eine Grafik zu den wichtigsten Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie 2018.

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