Mit Redaktionsplan podcasten
Ein Redaktionsplan ist im Wesentlichen eine tabellarische Darstellung, in die Sie zeilenweise untereinander jeweils einen Beitrag notieren, der zu einem bestimmten Zeitpunkt erscheinen soll.
Die inhaltliche Gestaltung des Plans hängt davon ab, welche Aspekte für Ihre Planung wichtig sind. Wenn sie beispielsweise Interviews führen, ist der Interviewpartner ein wichtiger Faktor. Bei einer Solofolge sind es vielleicht interessante Quellen. Sie können, wenn Sie mit Personas arbeiten (mehr dazu erfahren Sie in der Podcastfolge Wie Sie mit Personas Ihre Hörer besser erreichen), die jeweilige Persona hinzufügen, für die der Beitrag zugeschnitten sein soll, einen Call-to-Action bestimmen und viele weitere Details.
Wenn Sie keine Interviews führen, sondern alleine oder mit anderen Podcastern ein bestimmtes Thema festlegen und besprechen, dann können Sie im Redaktionsplan Schwerpunkte notieren oder – je nach Tool – auch eine Gliederung und Notizen hinzufügen.
Die Arbeit mit einem Redaktionsplan beim Podcasten ist sinnvoll, da er zum Dranbleiben motiviert, Sie den Überblick behalten und Sie durch eine gute Planung letztendlich Zeit sparen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie wöchentlich, monatlich oder seltener senden.
Mein Podcast übers Podcasten erscheint beispielsweise monatlich und mir hilft ein Redaktionsplan dabei, fokussiert und konzentriert allen Aufgaben nachzugehen. So habe ich keine losen Enden im Kopf, konkrete Termine notiert und nächste Schritte formuliert. (Mehr über lose Enden können Sie auf der Selbstcoaching-Plattform Zeitzuleben nachlesen.)
Tools für den Redaktionsplan
Häufig nutzen Redaktionen, Agenturen, Blogger und Podcaster für Redaktionspläne klassische Exceltabellen. Das ist praktisch, da man am Anfang das Datum eintragen und dann entsprechend viele Spalten für die einzelnen To-dos anlegen kann. Eine ganze Reihe kostenloser Vorlagen für Redaktionspläne auf der Grundlage von Exceltabellen finden Sie im Netz.
Sie können für den Redaktionsplan auch das Tool nutzen, das Sie für Ihre Planung sowieso schon zum Einsatz bringen. Das kennen Sie und so finden Sie schneller einen Weg, wie Sie es für den Redaktionsplan erweitern und nutzen können.
Die Notizen-App Evernote wird auch gerne genutzt – wer es umfangreicher möchte, kann Scompler verwenden, eine Software für strategisches Content-Marketing.
Redaktionsplan in der Kalender-App
Nutzen Sie einen elektronischen Kalender? Zum Beispiel den Google-Kalender? Der ist kostenlos, Sie können ihn auf dem Rechner und auf Ihren mobilen Geräten nutzen und immer synchron halten. Es lassen sich hier verschiedene Kalender hinzufügen, sodass Ihre Podcastplanung nicht mit anderen Terminen kollidiert. Vielleicht gibt es auch Kalender, die Sie an relevante Termine für Ihren Podcast erinnern – diese können Sie dann einfach in den Google-Kalender integrieren. Für mich sind wichtige Termine beispielsweise der Welt-Radio-Tag am 13. Februar und der Welttag der Stimme am 16. April. Solche Ereignisse können dann Aufhänger sein für einen Einstieg oder auch Anregungen bieten für neue Themen. Sie finden verschiedene Anlässe – deutsche und internationale Feiertage, Schulferien, beliebte Events und Konzerte – auch im sogenannten kleinen Kalender, den Sie im ICS-Format herunterladen und in den Google-Kalender importieren können. (ICS ist das Dateiformat für den Kalender von Apple, doch Google-Kalender und andere Kalender können dieses Format ebenfalls öffnen und importieren.)
Ich nutze den iCal von Apple als Kalender, der mir diese Funktionen ebenfalls bietet. Und um den Überblick zu behalten, lassen sich einzelne Kalender ausblenden und farblich markieren.
Mit einem elektronischen Kalender können Sie sich außerdem an Termine erinnern lassen und wiederkehrende Termine automatisch eintragen. So habe ich beispielsweise den Termin „Podcast veröffentlichen“ an jedem ersten Donnerstag im Monat definiert und kann mir für die zu tätigenden Aktionen jeweils Erinnerungen einstellen.
Ich habe in meinem Kalender jeweils die Montage für meinen Podcast und Blog reserviert. In meiner Wochenplanung, die ich immer mit einem Blick auf die Monats- und Jahresübersicht mache, trage ich mir hier dann die notwendigen Schritte für jeden Montag ein. Im Kalender gibt es dann ein Feld "Podcast", hier kann ich mir Notizen für die einzelnen To-dos machen. Und wenn ich mich an einem Montag nicht meinem Blog oder Podcast widmen kann, dann lassen sich die reservierten Zeitblöcke mit der Computermaus ganz leicht auf einen anderen Tag in meinem Kalender verschieben.