Blogparade: Gegenseitige Unterstützung von Solo-Unternehmern

Ich habe wieder bei einer Blogparade mitgemacht 🙂

Annja Weinberger, Annja Weinberger Communications – Agentur für Authentische Kommunikation, hat diese ins Leben gerufen. Sie rief Blogger und Nicht-Blogger auf, über ihre Erfahrungen mit Erfolgsteams, Mutmacher-Gruppen, MasterMind,  Netzwerken, Foren oder virtuellen Gruppen bei Xing zu schildern.

Ich habe unterschiedliche Formen der Unterstützung kennengelernt. Die wichtigsten habe ich mit Kareen Armbruster erfahren. Mehrere Jahre (!) habe ich mich regelmäßig mit der Psychologin und Kommunikationstrainerin Kareen Armbruster getroffen. Zeitweise haben wir im 14-tägigen Rhythmus die Fragestellungen eines typischen Erfolgsteams (“Dreamteam”) bearbeitet: Was ist mein Ziel? Wo stehe ich auf dem Weg? Was hat mich behindert? Und vor allem: Was kann ich tun, um mein Ziel zu erreichen? Diese Treffen waren für mich gerade in der Anfangszeit meiner Gründung sehr wichtig und enorm hilfreich.
Durch das regelmäßige Reflektieren unseres Tuns haben wir viel gelernt und stabile Unternehmensidentitäten sind gewachsen. Eigentlich ein Lernprozess, wie er idealtypisch in der Lerntheorie formuliert wird. Damit das funktioniert, ist es auch wichtig, dass die Chemie stimmt.

Doch noch relevanter ist, dass man auf dem gleichen Stand ist. Kareen und ich standen beide am Anfang und hatten ähnliche Fragen und Themen. Würden eine “alte Häsin” und eine Gründerin ein solches Team bilden, würde die gestandene Unternehmerin vermutlich schnell in eine Mentorenrolle geraten und die Unterstützung wäre einseitig. Bei uns war sie gegenseitig. Heute treffen wir uns nicht mehr regelmäßig, ab und zu zu einem “Businesslunch” und in anderen Kontexten. Dann freuen wir uns über unsere Erfolge und denken an die Anfänge 😉

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit hatte ich ganz andere Bedürfnisse als heute. Ich finde es wichtig, sich immer wieder klar zu machen, was man von einem Erfolgsteam, einem Netzwerk oder ähnlichem erwartet und wenn nötig, dies auch wieder verlässt oder abbricht.

Heute bin ich eher auf der Suche nach Menschen, mit denen ich gemeinsam Projekte entwickeln und durchführen kann. Denn das “Einzelkämpferdasein” ist auch ganz schön anstrengend. So habe ich vor ein paar Jahren mit Keya Choudhury die Initiative listen to nature! gegründet. Sie lässt hier ihr umweltpolitisches Fachwissen einfließen und ich meine Kompetenz als Audioexpertin.

Im Dialog entstehen neue Ideen, die Arbeit wird geteilt und sowohl auf der fachlichen als auch auf der unternehmerischen Ebene kann man voneinander lernen. Aktuell haben wir übrigens unsere Internetpräsenz erneuert und demnächst wird listen to nature! selbst hörbar in dem Podcast “Energiesparen im Alltag”.

Andere Erfahrungen, Ideen und Meinungen, wie und wo Solo-Unternehmer Unterstützung finden, lesen Sie auf dem Blog von Annja Weinberger.

Schreiben fürs Hören – Verständlichkeit

In diesem letzten Beitrag der kleinen Serie „Schreiben fürs Hören“ möchte ich noch zwei Hinweise zur besseren Verständlichkeit von Gehörtem geben.

In der Schule haben wir gelernt, dass in einem guten Aufsatz ein Begriff nicht zweimal nacheinander auftauchen soll und haben verzweifelt nach einem Synonym gesucht. Beim Schreiben fürs Hören schafft Wiederholung Verständlichkeit.

Wiederholungen erleichtern es dem Hörer, dem Beitrag zu folgen. Synonyme oder andere sprachlichen Varianten verwirren den Hörer dagegen eher. Wenn Sie in einem Satz von „Haushaltshilfe“ sprechen, dann sagen Sie nicht im nächsten Satz „Perle“ oder „Zugehfrau“.

Das Gleiche gilt für Zusammenfassungen. Eine Zusammenfassung, ein Fazit am Ende einer Sinneinheit strukturiert Ihren Text, besonders wenn es um komplexe Inhalte geht.

Außerdem:

  • vorsichtiger Umgang mit Zahlen: besser ein gutes Drittel statt 34,7 Prozent; besser knapp 10 Prozent statt 9,8 Prozent
  • Vermeiden Sie Fremdwörter.
  • Vermeiden Sie Euphemismen.

Bedenken Sie, wenn Sie fürs Hören schreiben, die Unterschiede zwischen Lesen und Hören: Der Hörer kann nicht im Text zurückspringen. Er hat keinen ständigen Überblick über den Text und seine Gliederung vor sich. Und versuchen Sie, treffende Worte zu finden, die beim Hörer Bilder im Kopf entstehen lassen.

Schreiben fürs Hören ist schreiben fürs Sprechen!
Beim Sprechen werden mehr einsilbige statt mehrsilbiger Wörter benutzt, mehr Hauptsätze und insgesamt mehr selbstständige Einheiten. Lesen Sie Ihren Text laut mit, wenn Sie ihn verfassen. Dann merken Sie am besten, wo es hakt und wo es sich schlecht sprechen, und damit auch schlecht hören lässt.

Schreiben fürs Hören – Textaufbau

Schreiben fürs Hören – Textaufbau

Heute geht es um den Textaufbau beim Schreiben fürs Hören. Denn bereits bei der Gestaltung Ihres Textkonzeptes können Sie die Besonderheiten des Hörens berücksichtigen.

Was für den Satzbau gilt, nämlich Gedanken schrittweise zu entwickeln, gilt auch für den ganzen Textaufbau. In einem Zeitungsartikel z.B. orientiert sich der Leser an fetten Überschriften, Absätzen, Fotos und er sieht, wie lang der Text ist. Geben Sie Ihren Hörern ebenfalls eine Orientierung. Lassen Sie ihn wissen, was ihn erwartet und wo er sich im Hörtext befindet.

Geben Sie eine gute Orientierung

  • Formulieren Sie eingangs einen kurzen Überblick über die Themen: "Heute möchte ich Ihnen die drei wichtigsten Regeln fürs Schreiben fürs Hören vorstellen."

    Diese kleine Einleitung kann natürlich auch spannender geschrieben werden, sodass sie als "earcatcher" dient und den Hörer auf das Kommende neugierig macht. Im Hörfunk übernimmt der Moderator diese Aufgabe.
  • Sagen Sie im Verlauf des Textes, wo Sie sind. Zum Beispiel: "Die zweite Regel lautet... oder "Und als Letztes nun..."

Wenn Sie diese Regeln berücksichtigen, dann weiß ihr Hörer immer, was noch kommt und wo er ist: Sie gliedern den Text akustisch. Und haben Sie keine Hemmungen vor Wiederholungen und vor kleinen Zusammenfassungen zwischendurch!

Wiederholung schafft Verständlichkeit!

Gute Hörtexte haben eine geringere Informationsdichte!

Wer sich um verständliche Hörbeiträge bemüht, wird bei gleicher Textlänge weniger Informationen los. 15 Zeilen Text in einer Zeitung enthalten bis zu einem Drittel mehr Informationen als ein Text in gleicher Länge, der für verständliches Hören geschrieben wurde.

Für mich ist ein großer Vorteil des Hörens, dass ich es auch nebenbei machen kann. Ich höre meine Podcasts beim Bügeln, in der U-Bahn oder beim Sport. Tätigkeiten, bei denen ich auch mal vom Hören abgelenkt werde - gut, wenn ich dann schnell wieder in den Hörtext reinkomme 😉

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Schreiben fürs Hören – Textaufbau

Schreiben fürs Hören – Satzbau

In der vergangenen Woche ging es in dieser kleinen Serie "Schreiben fürs Hören" um die besondere Qualität der Verben. Heute um den Satzbau.

Komplizierte Satzgebilde sind tabu

Ihre Hörerinnen und Hörer sollen den Kern, die Aussage, Ihrer Sätze auf Anhieb verstehen. Daher sind komplizierte Satzgebilde beim Schreiben fürs Hören fehl am Platz. Es gilt:

  • Bilden Sie kurze Sätze. Für jeden neuen Gedanken, für jede neue Information reservieren Sie einen eigenen Satz.
  • Entwickeln Sie Ihre Gedanken schrittweise, ohne etwas vorwegzunehmen oder einzuschieben.

Der Hörer braucht zuerst die Hauptinformation, um dann das Folgende Schritt für Schritt verstehen zu können. Je komplexer eine Sache ist, umso wichtiger ist diese Regel.

  • Variieren Sie den Satzbau.

Subjekt, Verb, Zeit, Ort und Objekt, das ist das häufigste Satzmuster und wirkt in der Wiederholung einschläfernd. Aber jede Abweichung von dieser Formel widerspricht zunächst der Erwartung des Hörers und weckt damit seine Aufmerksamkeit.

Unvollständige Sätze sind durchaus erlaubt. Auch in unserer Alltagssprache nutzen wir dies häufig, wenn wir zum Beispiel einem Satz nur eine kurze Information anhängen. Und Schreiben fürs Hören ist Schreiben fürs Sprechen!

Adverbien und Konjunktionen: Häufig werden sie als überflüssige Füllwörter angesehen. Doch für das Hörverstehen sind sie hilfreich:

  • "dagegen", "trotzdem", "auch", "denn", "während", "weil", "obwohl", "ohne dass" etc. verknüpfen den Text und stellen Zusammenhänge dar oder unterstreichen sie.

Wenn Sie Ihr Manuskript formulieren, dann achten Sie darauf, dass es Ihnen auch leicht "über die Lippen geht". Stefan Wachtel schreibt in seinem Buch Schreiben fürs Hören: Trainingstexte, Regeln und Methoden: "Der Ausdruck, der die Mühe seiner Entstehung ahnen lässt, geht weder leicht über die Lippen noch leicht ins Ohr."

Nächste Woche geht es um das große Ganze, um den Textaufbau.

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