von Brigitte Hagedorn | Podcasting |
Ein Podcast eignet sich auch dann noch als Marketinginstrument, wenn er bereits eingestellt ist – also wenn keine neuen Episoden mehr folgen.
Das Abenteuer Schlagfertigkeit ist dafür ein gutes Beispiel. Petra Schächtele hat diesen Podcast unter dem Dach von Das Abenteuer Leben produziert. In 10 Folgen erläutert sie hier ihren Hörerinnen und Hörern, wie sie mit „eleganter Schlagfertigkeit“ handlungfähig bleiben. (Das einem die passenden Antworten oft erst hinterher einfallen, haben sicherlich viele schon festgestellt 😉 )
Ich habe Petra Schächtele vor kurzem in Berlin getroffen und sie sagte, dass sie heute noch in Seminaren gerne auf ihren Podcast hinweist. Denn dort gibt es weitere Übungen – und Schlagfertigkeit kann man lernen.
Neben dem langanhaltenden Nutzen von Podcasts, sieht man hier auch, dass Podcasting ein Prozess ist. Es muss nicht gleich alles perfekt sein und man muss nicht alles alleine machen. Petra hatte anfangs Probleme mit der Technik – denn alleine ein gutes Equipment macht noch keinen guten Podcast – und hat sich Unterstützung bei meinem Kollegen Jens Wenzel geholt. So konnte sie sich auf die Inhalte konzentrieren.
Hören Sie sich für einen Vergleich doch mal die erste und die fünfte Episode genau an. Und im unten stehenden Interview erfahren Sie noch mehr über Das Abenteuer Schlagfertigkeit. Das Gepräch hatte ich mit Petra bereits 2009 für den Podcasting-Podcast geführt.
Schaechtele
von Brigitte Hagedorn | Allgemein |
Die Unternehmerinnen hörbar – das Branchenbuch zum Hören – hat eine weitere Stimme gewonnen. Die Kommunikationsberaterin und Texterin Martina Schäfer erzählt in der aktuellen Podcast-Episode, was sie für Ihre Unternehmenskommunikation tun kann.
Mehr über die hörBar:
Auf der Unternehmerinnen hörBar präsentieren sich Unternehmerinnen akustisch – das ist persönlich, authentisch und direkt.
Meinen Beitrag hören Sie übrigens von der Startseite 😉
von Brigitte Hagedorn | Allgemein |
Ich habe wieder bei einer Blogparade mitgemacht 🙂
Annja Weinberger, Annja Weinberger Communications – Agentur für Authentische Kommunikation, hat diese ins Leben gerufen. Sie rief Blogger und Nicht-Blogger auf, über ihre Erfahrungen mit Erfolgsteams, Mutmacher-Gruppen, MasterMind, Netzwerken, Foren oder virtuellen Gruppen bei Xing zu schildern.
Ich habe unterschiedliche Formen der Unterstützung kennengelernt. Die wichtigsten habe ich mit Kareen Armbruster erfahren. Mehrere Jahre (!) habe ich mich regelmäßig mit der Psychologin und Kommunikationstrainerin Kareen Armbruster getroffen. Zeitweise haben wir im 14-tägigen Rhythmus die Fragestellungen eines typischen Erfolgsteams (“Dreamteam”) bearbeitet: Was ist mein Ziel? Wo stehe ich auf dem Weg? Was hat mich behindert? Und vor allem: Was kann ich tun, um mein Ziel zu erreichen? Diese Treffen waren für mich gerade in der Anfangszeit meiner Gründung sehr wichtig und enorm hilfreich.
Durch das regelmäßige Reflektieren unseres Tuns haben wir viel gelernt und stabile Unternehmensidentitäten sind gewachsen. Eigentlich ein Lernprozess, wie er idealtypisch in der Lerntheorie formuliert wird. Damit das funktioniert, ist es auch wichtig, dass die Chemie stimmt.
Doch noch relevanter ist, dass man auf dem gleichen Stand ist. Kareen und ich standen beide am Anfang und hatten ähnliche Fragen und Themen. Würden eine “alte Häsin” und eine Gründerin ein solches Team bilden, würde die gestandene Unternehmerin vermutlich schnell in eine Mentorenrolle geraten und die Unterstützung wäre einseitig. Bei uns war sie gegenseitig. Heute treffen wir uns nicht mehr regelmäßig, ab und zu zu einem “Businesslunch” und in anderen Kontexten. Dann freuen wir uns über unsere Erfolge und denken an die Anfänge 😉
Zu Beginn meiner Selbstständigkeit hatte ich ganz andere Bedürfnisse als heute. Ich finde es wichtig, sich immer wieder klar zu machen, was man von einem Erfolgsteam, einem Netzwerk oder ähnlichem erwartet und wenn nötig, dies auch wieder verlässt oder abbricht.
Heute bin ich eher auf der Suche nach Menschen, mit denen ich gemeinsam Projekte entwickeln und durchführen kann. Denn das “Einzelkämpferdasein” ist auch ganz schön anstrengend. So habe ich vor ein paar Jahren mit Keya Choudhury die Initiative listen to nature! gegründet. Sie lässt hier ihr umweltpolitisches Fachwissen einfließen und ich meine Kompetenz als Audioexpertin.
Im Dialog entstehen neue Ideen, die Arbeit wird geteilt und sowohl auf der fachlichen als auch auf der unternehmerischen Ebene kann man voneinander lernen. Aktuell haben wir übrigens unsere Internetpräsenz erneuert und demnächst wird listen to nature! selbst hörbar in dem Podcast “Energiesparen im Alltag”.
Andere Erfahrungen, Ideen und Meinungen, wie und wo Solo-Unternehmer Unterstützung finden, lesen Sie auf dem Blog von Annja Weinberger.
von Brigitte Hagedorn | Podcasting - Produktion, Schreiben fürs Hören |
In diesem letzten Beitrag der kleinen Serie „Schreiben fürs Hören“ möchte ich noch zwei Hinweise zur besseren Verständlichkeit von Gehörtem geben.
In der Schule haben wir gelernt, dass in einem guten Aufsatz ein Begriff nicht zweimal nacheinander auftauchen soll und haben verzweifelt nach einem Synonym gesucht. Beim Schreiben fürs Hören schafft Wiederholung Verständlichkeit.
Wiederholungen erleichtern es dem Hörer, dem Beitrag zu folgen. Synonyme oder andere sprachlichen Varianten verwirren den Hörer dagegen eher. Wenn Sie in einem Satz von „Haushaltshilfe“ sprechen, dann sagen Sie nicht im nächsten Satz „Perle“ oder „Zugehfrau“.
Das Gleiche gilt für Zusammenfassungen. Eine Zusammenfassung, ein Fazit am Ende einer Sinneinheit strukturiert Ihren Text, besonders wenn es um komplexe Inhalte geht.
Außerdem:
- vorsichtiger Umgang mit Zahlen: besser ein gutes Drittel statt 34,7 Prozent; besser knapp 10 Prozent statt 9,8 Prozent
- Vermeiden Sie Fremdwörter.
- Vermeiden Sie Euphemismen.
Bedenken Sie, wenn Sie fürs Hören schreiben, die Unterschiede zwischen Lesen und Hören: Der Hörer kann nicht im Text zurückspringen. Er hat keinen ständigen Überblick über den Text und seine Gliederung vor sich. Und versuchen Sie, treffende Worte zu finden, die beim Hörer Bilder im Kopf entstehen lassen.
Schreiben fürs Hören ist schreiben fürs Sprechen!
Beim Sprechen werden mehr einsilbige statt mehrsilbiger Wörter benutzt, mehr Hauptsätze und insgesamt mehr selbstständige Einheiten. Lesen Sie Ihren Text laut mit, wenn Sie ihn verfassen. Dann merken Sie am besten, wo es hakt und wo es sich schlecht sprechen, und damit auch schlecht hören lässt.