Haben Sie enthusiastisch ein Podcastprojekt gestartet, doch nun liegt es nach kurzer Zeit brach und Sie führen es einfach nicht weiter?! Oder ist Ihnen nach einer längeren Zeit, in der sie regelmäßig Folgen produziert haben, die Motivation abhandengekommen?! Ich möchte Ihnen drei Fragen vorstellen, die die Begeisterung für den eigenen Podcast wieder aufleben lassen können.

Ich setze jetzt mal voraus, dass es den Punkt gab, an dem Sie dachten: „Wow, so ein Podcast ist das ideale Medium für mich!“ Doch nun sind die Downloadzahlen doch nicht so, wie Sie es sich vorgestellt haben, der zeitliche Aufwand ist viel größer als angenommen oder, oder, oder.

Angeregt hat mich der NLP-fresh-up-Podcast der fresh-academy. In der Folge 490 geht es um die Frage, was ich machen kann, wenn mein Projekt nicht vorangeht. Ich hatte auch ein Podcastprojekt, bei dem mir die Motivation abhandengekommen war, und die im Podcast gestellten Fragen von Marc Pletzer haben das Feuer wieder mächtig angefacht.

Was ist die Idee hinter Ihrem Podcast?

Zunächst empfiehlt Marc Pletzer, dass Sie sich gute Gefühle in Bezug auf Ihr Projekt machen. Und das geht, indem Sie sich die Frage nach der Idee stellen, die einmal hinter Ihrem Podcastprojekt stand. Warum haben Sie den Podcast gestartet? Wen und was wollten Sie erreichen? Rufen Sie sich die Ziele des eigenen Podcasts wieder sehr deutlich in Erinnerung.

Mein Projekt, das lange brach lag, heißt Der Multiple-Sklerose-Podcast. Dort ist die erste Folge vor mehr als 8 Jahren online gegangen und seit Sommer 2015 gibt es nichts Neues auf dem Blog.

Die Idee hinter dem Podcast war, dass ich MS-Betroffenen zeige, wie andere Betroffene mit der Krankheit umgehen, um ihnen Mut zu machen. Mut, den eigenen Weg zu gehen, der nicht unbedingt im Rollstuhl enden muss. Gleichzeitig wollte ich Betroffenen eine Stimme geben.

Das Feedback auf das Projekt war durchgehend positiv. Es hat gezeigt, dass der Podcast für die Zuhörer, die von der Krankheit betroffen waren, wirklich ermutigend war. Und die Menschen, die ich dafür interviewt hatte, haben mir außerdem gesagt, dass die Gespräche mit mir für sie eine tolle Gelegenheit waren, über ihre Krankheit zu sprechen. Einmal nicht mit dem Arzt oder dem Lebensgefährten, sondern in einem ganz anderen Kontext.

Mir das wieder vor Augen zu führen, hat mir total Lust gemacht, endlich wieder loszulegen. Ich bin wieder ausreichend motiviert, weiter zu podcasten.

Keine Lust oder was hindert Sie wirklich am Weitermachen?

Damit die Motivation nicht schnell wieder im Sande verläuft, lautet die zweite Frage: Was ist der Punkt, der mich am meisten am Weitermachen hindert? Sind es die stagnierenden Downloadzahlen? Mangelndes Feedback oder der Zeitaufwand? Oder – wie in meinem Fall – das Finden von Interviewpartnern?

Sich klarzumachen, was genau Sie davon abhält, weiterzumachen, ist sehr wichtig. Denn dann können Sie überlegen, wie das verändert werden kann. Ich werde beispielsweise als Erstes mir bekannte Kontakte ansprechen, um neue Interviewpartner für meinen Podcast zu finden.

Ist es bei Ihnen eine niedrige Downloadzahl? Dann überlegen Sie sich, wie und wo Sie den Podcast bekannt machen können. Trommeln Sie dort, wo Ihre Zielgruppe ist!
Kein Feedback? Lassen Sie sich etwas einfallen, damit Sie mehr Feedback bekommen. Rufen Sie im Podcast ausdrücklich dazu auf und machen Sie es Ihren Hörern einfach, eine Rückmeldung zu Ihren Sendungen zu geben. Bedenken Sie dabei, dass Ihre Hörer beim Hören nicht unbedingt auf Ihrer Webseite sind, sondern vielleicht im Auto oder auf ihrer Laufstrecke im Wald. Also nennen Sie Ihre E-Mail-Adresse im Podcast, verlinken Sie sie in den Shownotes oder verlosen Sie etwas unter den Feedbackgebern.

Oder ist es der zeitliche Aufwand, der Sie nicht weitermachen lässt? Dann überlegen Sie, wie Sie den reduzieren können. Finden Sie jemanden, der Sie unterstützen kann. Können Sie Aufgaben auslagern oder gibt es Dinge, die durch Automatisierung schneller abgewickelt werden können? Ich habe mir beispielsweise seit einiger Zeit angewöhnt, meine An- und Abmoderation im Podcast übers Podcasten während des Interviews gleich mit aufzunehmen, das spart sehr viel Zeit bei der Bearbeitung. Sie können sich auch Textbausteine erstellen, sodass die Shownotes schneller erstellt sind. Doch vielleicht sind auch kürzere Podcastfolgen eine Lösung, oder Sie veröffentlichen etwas seltener.

Was bringt mir der Podcast wirklich?

Zuletzt fragen Sie sich, ob der Podcast auch andere Pluspunkte bringt, die Sie noch nicht als Ziel formuliert haben. Diese können aus ganz  unterschiedlichen Richtungen kommen, sich auf die unterschiedlichsten Aspekte beziehen. Meine zusätzlichen Pluspunke bei dem Multiple-Sklerose-Podcast sind zum Beispiel folgende:

Ich lerne neue Menschen kennen, die sich der Herausforderung ihrer Krankheit stellen, ich übe mich im Interviewen, ich sammle Erfahrungen beim Podcasten, die ich als Podcast-Trainerin nutzen und weitergeben kann. Auch Erfahrungen mit der Vermarktung zu machen, ist hilfreich für meine Arbeit. Es spielen auch eigene Werte eine Rolle, bei meinem MS-Podcast ist es die gesellschaftliche und soziale Verantwortung, die ich damit in einem kleinen Bereich übernehme.

In Interviews stellen Sie interessante Kontakte her und Sie lernen Neues vielleicht direkt vom Experten. Führen Sie keine Interviews, lernen Sie auch dazu, weil Sie sich tiefer mit einem Aspekt Ihres Themas beschäftigen. Sie üben es, frei zu sprechen und Skripte zu schreiben, rote Fäden zu spinnen und vieles mehr. Sie werden sichtbarer im Netz, haben mehr zu posten in den Social-Media-Kanälen oder können sich einfach mal ausprobieren. Wer weiß, was noch in Ihnen steckt! Vielleicht inspierieren Sie ganz viel Menschen, Sie teilen Ihr Wissen und machen so die Welt ein kleines bisschen besser.

Und sicherlich gibt es für Sie auch noch eine ganze Reihe anderer Argumente, die für die Weiterführung Ihres Podcasts sprechen.

Schreiben Sie’s auf!

Am besten schreiben Sie sich alle Punkte auf, die für die Weiterführung Ihres Podcasts sprechen. Dann sind Sie beim beim nächsten Durchhänger auch gut gewappnet. Und machen Sie Nägel mit Köpfen, notieren Sie sich gleich die nächsten konkreten Schritte. Für mich sind das: Interviewpartner suchen und Interview führen, Presseverteiler wieder aktivieren und Pressemeldung rausschicken mit der Meldung, dass es weitergeht, und für alles einen sinnvollen Zeitplan machen.

Noch ein kleiner Tipp:
Lassen Sie sich an Ihr Warum erinnern. Auf www.zukunftsmail.com können Sie eine E-Mail vorbereiten und sich in drei Monaten oder einem halben Jahr schicken lassen. Zur Erinnerung.

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Brigitte Hagedorn

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