Podcast Bedeutung – der Begriff verständlich erklärt

Podcast Bedeutung – der Begriff verständlich erklärt

In den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit schaute ich nur in fragende Gesichter, wenn ich über Podcasts sprach. Diese digitalen Audiobeiträge wurden schon damals über verschiedene Plattformen für die Hörer:innen zugänglich gemacht, mit MP3-Playern und vorallem durch den iPod der Firma Apple, konnten sie auch gut mobil genutzt werden. Seit Spotify, Google mit Google Podcasts und YouTube und auch Amazon sich für Podcasts geöffnet haben, ist der Begriff Podcast kein Fremdwort mehr. Hier geht es nicht vordergründig um die Bedeutung des Begriffes Podcasts, sondern um die Bedeutung von Podcasts in der Medienlandschaft, um die Geschichte und die Zukunft dieses Formats.

Was ist ein Podcast und warum ist er so beliebt?

Seine Beliebtheit liegt in der Vielseitigkeit der Themen und dem Medium an sich begründet, denn statt selbst zu lesen, wird (ursprünglich) lediglich „entspannt zugehört“. Viele Menschen konsumieren die Sendung beim Sport, im Auto oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln, bei der Hausarbeit oder bei einem Spaziergang. Die Möglichkeit für die Hörer und Hörerinnen, ihre Lieblingsinhalte – live oder heruntergeladen – nach Belieben und unabhängig von bestimmten Rahmenbedingungen zu konsumieren, ist ein großer Vorteil. Sie können Podcasts hören, wann immer Sie möchten und wo immer Sie möchten. Das ermöglicht eine kleine, aber besondere Technologie, der RSS-Feed, mit dem jeder Podcast verbunden ist.

Die Vorteile im Überblick:

  • Verfügbarkeit unabhängig von festen Sendezeiten: Auf Abruf jederzeit und überall hörbar – on demand.
  • Vielfalt: Alle möglichen Themen sind verfügbar, aufbereitet in unterschiedlichen ansprechenden Formaten.
  • Persönlichkeit: Direkte, persönliche Ansprache der Zuhörer:innen.
  • Kostenlosigkeit: Die meisten Podcasts sind gratis verfügbar. Der Download ist für die Abonnenten denkbar einfach und sie müssen sich nicht mit einer E-Mail-Adresse an- oder abmelden.
  • Menschen lieben Geschichten: Das gesprochene Wort hat von jeher eine besondere Faszination.

Wie hat sich die Bedeutung von Podcasts im Laufe der Zeit verändert?

Während sie ursprünglich als reine Audioinhalte begannen, umfassen sie heute auch zunehmend Video-Formate.

  • Entwicklung: Vom Nischenmedium zum beliebten personalisierten „on-demand“ Medium. Große Player wie Google, Spotify und Amazon sind nach und nach eingestiegen.
  • Diversifikation: Anfängliche Orientierung auf Tech-Themen hat sich schnell auf ratgebende Sendungen erweitert. Neben Produktionen von Agenturen und Privatpersonen ist heute der Rundfunk stark vertreten sowie Verlage. Schulen und Hochschulen podcasten, Unternehmen und Organisationen.
  • Innovation: War das mobile Hören in den ersten Jahren noch kompliziert in der Umsetzung, können wir heute mit dem Smartphone und der App-Technologie unsere individuelle Hörbibliothek immer dabei haben. Video-Podcasts und andere Erzählformate entwickeln sich und Künstliche Intelligenz unterstützt bei der Verbreitung und Podcast-Produktion.
  • Nutzung: Über 100 Millionen Menschen weltweit greifen auf Podcasts zu, in Deutschland hören 20 Prozent regelmäßig Podcasts.

Die Entwicklung von Podcasts zeigt, wie dieses Medium stetig wächst und sich den Veränderungen der digitalen Landschaft anpasst. Die Produktion ist vergleichsweise einfach und benötigt wenig technische Ausstattung. Bei Video-Podcasts sieht das allerdings schon anders aus.

Geschichte des Podcasts: Podcasts hören als Option

Die Wurzeln des Podcasts lassen sich bis ins Jahr 2000 zurückverfolgen, als das Konzept erstmals aufkam. Der ehemalige MTV-Moderator Adam Curry gilt als der Pionier auf der Produzentenseite gilt. Die damals als „Audiobloggen“ bezeichnete Produktion, trug wesentlich zur Entwicklung des Podcastings bei. Der Begriff „Podcasting” wurde von dem britischen Journalisten Ben Hammersley im Jahr 2004 geprägt.

Einfluss des Podcasts auf die Medienlandschaft

Seit seiner Entstehung hat der Podcast die Medienlandschaft stark beeinflusst. Jede und Jeder kann mit einem Podcast selbst zum Sender werden. Kann sich selbst  oder anderen eine Stimme geben, Kunden binden und neue gewinnen, Wissen und Erfahrungen teilen oder sogar direkt Geld mit dem Podcasten verdienen. Bestimmte Zielgruppen sind mit Inhalten heute nicht mehr über das herkömmliche Radio zu erreichen. Bei einem Podcast-Training, welches ich in 2023 in Nepal gegeben habe, konnte ich auch sehen, dass nur über Internetverbindungen gewährleistet werden kann, dass Informationen auch in abgelegene Regionen gelangen. Nutzer:innen profitieren von der Flexibilität des Mediums, das es ihnen ermöglicht, Shows und Episoden nach eigenem Ermessen und gemäß ihres eigenen Tagesablaufes zu nutzen. Dieser Grad an Freiheit und Kontrolle hat Podcasts zu einem festen Bestandteil im Medienkonsum vieler Menschen, nicht nur in Deutschland, gemacht.

Arten von Podcasts – warum abonnieren sie so viele?

Podcasts sind ein Format des Content-Marketings

Content-Marketing will unterhalten, informieren, lehren oder inspirieren. Und gerne auch alles gleichzeitig. So gibt es eine Reihe von Unterhaltungspodcasts, die dem Publikum eine breite Palette von Inhalten, von Comedy über Storytelling bis hin zu Talkshows bieten. Prominente Gastgeber und Gäste sind in diesem Genre häufig anzutreffen und sorgen für eine hohe „Einschaltquote“. Tagesaktuelle Informationen bekommen wir ebenso wie gründlich recherchierte Überblicke über das politische und gesellschaftliche Geschehen. Auch Bildung wird vermittelt und zielgerichtet aus den Elfenbeintürmen in die Gesellschaft gebracht. Sie können also aus einer Vielzahl an Angeboten wählen und selbst hören, was Sie gut unterhält, wo Sie tiefergehende Informationen bekommen, neues lernen können oder sich inspiriert fühlen.

Bequemlichkeit und Zugänglichkeit

Podcasts werden aufgrund ihrer Flexibilität, Barrierefreiheit und leichten Zugänglichkeit gut angenommen. Sie lassen sich leicht während verschiedener Aktivitäten, wie Fahren, Kochen, Putzen, Bügeln, Trainieren und vielem mehr, anhören. Die Hörenden können sie sowohl auf Smartphones als auch am Computer abspielen und verwalten. Dafür benötigen sie eine Podcast-App, einen Podcatcher oder Feedreader, mit dem die Sendungen auch (meistens kostenlos) abonniert werden können. Einmal abonniert, verpassen sie keine Folge mehr und können sie an jedem Ort und zu jeder Zeit hören. Dies ermöglicht ihnen, Podcasts in den Alltag zu integrieren, wo andere Medienformate wie Videos oder Bücher vielleicht unpraktischer wären oder für die Sie online sein müssen. Die Verbreitung über diverse Online-Plattformen wie Spotify, Apple oder Amazon Music, erleichtert den Zugriff und das Auffinden von Podcasts nach persönlichen Interessen und zu unterschiedlichsten Themengebieten.

Persönliche und intimere Erfahrung

„Manchmal denke ich, die wohnen schon hier“, erzählte eine Kursteilnehmerin von mir, und meinte mit „die“ die Podcaster einer ihrer Lieblingssendungen. Der Eindruck entstand, da sie die Stimmen der Podcaster so häufig und präsent im Ohr hatte. Und tatsächlich schätzen viele Nutzerinnen an Podcasts die persönliche, authentische Ansprache. Podcast-Moderatoren bauen oft eine direkte Verbindung zu ihrem Publikum auf, was häufig eine loyale Hörerschaft zur Folge hat. Die speziellen Themen vieler Podcasts sprechen gezielt bestimmte Interessensbereiche an und schaffen eine Form der Gemeinschaft und des Austauschs unter den Hörer:innen, sie bilden Communitys. So ermöglicht das Audioformat eine tiefere emotionale Bindung als bei sterilen Texten, da die Stimme des Sprechers oder der Sprecherin Nuancen und Emotionen besser transportieren kann. Geschriebene Inhalten oder durch visuelle Medien umgesetzter Content hat eine andere Wirkung. Inhalte können nicht in der gleichen Weise vermittelt werden wie beim Podcast. Auch deshalb wird der Audio-Podcast von vielen so geschätzt und der Video-Podcast von vielen eher abgelehnt.

Vorteile von Podcasts

Multitasking – Double your time

Multitasking ist keine gute Idee. Doch zuhören beim Auto fahren oder in der U-Bahn und bei vielen anderen, eher eintönigen Aufgaben, ist sehr gut möglich und sie können dadurch sogar an Reiz gewinnen, wie es ja bereits das Radio seit vielen Jahrzehnten zeigt. Dies macht Podcasts effizient bezüglich der Informationsaufnahme, denn es muss dafür nicht unbedingt zusätzliche Zeit eingeplant werden. Im Kontext der internen Unternehmenskommunikation ermöglicht dies Mitarbeiter:innen, auf dem Laufenden zu bleiben und gleichzeitig produktiv zu sein. Sie können etwa beim Sortieren ihrer Unterlagen oder beim Vorbereiten einfacher Dinge die neuesten Firmennachrichten oder eine Diskussion über neue Unternehmensstrategien mit dem CEO hören. Jene Art des Informationsaustauschs fügt sich somit gut in den Arbeitsalltag ein und fördert die kontinuierliche Weiterbildung und das Engagement der Mitarbeitenden. Besonders in international tätigen Unternehmen mit Standorten an vielen Orten der Welt, kann auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit unterstützt werden.

Wie starte ich meinen eigenen Podcast?

Planung und Konzeptentwicklung

Bevor wir ins Mikrofon sprechen, ist eine sorgfältige Planung unverzichtbar. Zunächst sollte ein passendes Themenfeld abgesteckt werden. Dabei spielt die persönliche Expertise- oder der Interessenbereich eine zentrale Rolle. Anschließend gilt es, die Zielgruppe genau zu definieren. Wer soll mit dem Podcast erreicht werden und welche Bedürfnisse hat diese Hörerschaft? Ich arbeite hier gerne mit dem Persona-Modell, welches die Zielgruppe lebendig macht und sie viel zielsicherer angesprochen werden kann. Wie soll sich der Podcast anhören? Möchten Sie Interviews führen oder Solofolgen produzieren? Podcasten Sie alleine oder im Team? Veröffentlichen Sie wöchentlich, monatlich oder nur vier mal im Jahr? Diese und viele andere Fragen, auch zur Verbreitung Ihres Podcasts,  beantworten Sie in Ihrem Podcast-Konzept.

Eine gute Qualität ist ausschlaggebend für den professionellen Eindruck. Daher sollte Ihre Aufnahme nicht verrauscht oder hallig, nicht zu laut oder zu leise sein. Das Aufnahmesetting bestimmt die Aufnahmetechnik. Je nachdem, ob Sie Interviews führen, Solofolgen produzieren oder vor allem mobil sein möchten, bieten sich unterschiedliche und bezahlbare Ausrüstungen an. Neben der technischen Qualität spielt auch die inhaltliche Qualität eine große Rolle. Hören funktioniert anders als Lesen, und die Inhalte sollen auch sprachlich gut rüberkommen und gut strukturiert sein. Und am Ende motiviert ein Redaktionsplan zum Dranbleiben und sorgt für eine strukturelle Vorgehensweise, um die Ziele beim Podcasten zu erreichen.

Fazit

Zusammenfassung: Die Bedeutung von Podcasts

Podcasts haben sich weltweit als beliebtes Medium etabliert. Sie bieten den Hörern flexible Höroptionen und den Macherinnnen und Machern eine Technologie, um Inhalte zu diversen Themen zu verbreiten. Mit ihrer steigenden Popularität gewinnen Podcasts auch im Werbemarkt an Bedeutung. Die Möglichkeit, spezifische Zielgruppen direkt anzusprechen, macht sie zu einem attraktiven Instrument für das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit. Auch für Werbung sind Podcasts ein zunehmend erfolgsversprechender Ort.

Die Produzenten setzen auf hochwertige Inhalte, um ihre Hörerschaft zu binden und zu erweitern. Die Fokussierung auf Qualität, gepaart mit einer klaren Zielgruppenansprache, trägt zur Professionalisierung des Mediums bei. Dies und die beständige Entwicklung neuer Formate spiegeln die Innovationskraft und Bedeutung des Podcasts wider.

Immer mehr werden einen Podcast abonnieren: Ausblick auf die Zukunft des Podcasts

Die Prognosen für die Zukunft des Podcasting sind positiv. Wachsende Hörerzahlen und ein ansteigender Werbemarkt zeugen von einem gesunden Wachstum der Podcast-Branche. Der Markt wird sich weiter professionalisieren und Standards für die Messung von Reichweiten und Werbewirksamkeit etablieren. Die Integration von Technologien wie Sprachsuche und Podcast-SEO wird die Auffindbarkeit und damit die Reichweite von Podcasts kontinuierlich erhöhen. Es ist zu erwarten, dass Podcasts ihre Position im medialen Umfeld festigen und weiter ausbauen werden.

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PüP_110 Podcasting: Wo Journalismus und Freiheit sich treffen

PüP_110 Podcasting: Wo Journalismus und Freiheit sich treffen

Heute lernen Sie den Podcaster und Journalist Stefan Robiné kennen. Stefan produziert mit seiner Frau und Kollegin Constanze Abratzky den Podcast Babyboomer – zwischen Arbeit und Ruhestand. Beide gehören selbst zur Generation der Babyboomer, Constanze ist berufstätig als Fernsehjournalistin – Arbeit – und Stefan Robiné befindet sich im Ruhestand.

Ich wollte in diesem Gespräch etwas über das Spannungsfeld Journalismus – Podcasting erfahren. Stefan Robiné sieht jedoch beides als sich positiv beeinflussende Bereiche. Er hebt die zunehmende Integration von Podcasts in traditionellen Medienanstalten hervor.

Stefan erzählt von der Verbindung zwischen ihrem Podcast und dem begleitenden Blog Babyboomer-Stories. Er betont, dass beide Medien sich ergänzen sollen und setzt auf eine stärkere Systematisierung dieser Verbindung in der Zukunft.

Außerdem sprechen wir über ethische Überlegungen beim Podcasting, insbesondere um Persönlichkeitsrechte der Interviewpartner und die klare Trennung von Werbung und Inhalt.

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Was ist ein Podcast – kurz erklärt

Was ist ein Podcast – kurz erklärt

Einführung in das Thema Podcasts: Was ist ein Podcast und wie funktioniert er?

Der Begriff Podcast ist in aller Munde … Doch was genau meint er? Ein Podcast ist ein digitales Medium, das es den Benutzer:innen ermöglicht, interessante Audio- oder Videodateien herunterzuladen oder zu streamen. Er ähnelt einer Radiosendung. Sie können ihn jedoch jederzeit abspielen, sprich wann immer Sie wollen und wo immer Sie wollen. Denn Podcasts sind abonnierbar und Abonnenten können sie dann auch offline hören.

Das funktioniert auf Grund des RSS-Feeds. Podcaster und Podcasterinnen laden ihre  Audio- oder Videodateien auf einen Server hoch und dieser erstellt einen RSS-Feed, welcher alle Informationen über die veröffentlichten Episoden enthält. Die Zuhörer:innen können dann diese Feeds abonnieren, entweder über eine Podcast-App oder eine Website. Die neuesten Folgen kann man automatisch herunterladen oder sie werden zum Streamen bereitgestellt. Anders als bei der Rundfunksendung müssen keine festen Sendezeiten der Sendung berücksichtigt werden und man kann Podcasts nach dem Download auch ohne Internetverbindung hören.

Ein großer Vorteil von Podcasts ist die Flexibilität, die sie auf Grund dieser Technologie, der Verbindung der Audiodateien mit einem RSS-Feed, bieten. Immer auf Abruf können die Audios so zu jeder Tages- oder Nachtzeit und an jedem Ort gehört werden. Sie können Ihren Lieblings-Podcasts beim Autofahren, beim Kochen oder entspannt zu Hause auf dem Sofa folgen. Es gibt Podcasts zu nahezu jedem Thema, von Nachrichten und Bildung bis hin zu Unterhaltung und z.B. Comedy. Podcasts gibt es zu beinahe zu allem, was die Menschen erfahren möchten. Und der Rundfunk bietet viele seiner Sendungen nicht nur auch als Podcast an, sondern produziert eigene Folgen zum komfortablen Hören on demand. Die Vielfalt der Inhalte macht es leicht und gleichzeitig schwer, interessante und relevante Podcasts herauszufiltern. Doch mit einer Podcast-App, die gleichzeitig Podcastverzeichnis ist und den RSS-Feed lesen kann, wird das Stöbern nach interessanten und passenden Inhalten ganz einfach. Und Sie haben immer eine individuelle Hörbibliothek zur Hand.

Ein kleiner Überblick über die Geschichte der Podcasts

Die erste Podcast-Episode wurde im Jahr 2004 veröffentlicht, und seitdem ist das Medium ständig gewachsen. Adam Curry und Dave Winer gelten als Begründer und Entwickler der Podcast-Technologie. Apple unterstützte Podcasts von Anfang an und mit dem iPod wurde mobiles Hören für ein Massenpublikum möglich. In den ersten Jahren war sowohl das Hören von Podcasts als auch die Produktion sehr technikorientiert. Und ohne iPod war es gar nicht so einfach, die Sendungen auf einen MP3-Player zu laden und unterwegs zu hören.

Ich habe mich 2003 mit audiobeiträge selbständig gemacht und beobachte die Entwicklung von Podcasts seit ihren Anfängen. Zu meinem 40sten Geburtstag, 2005, bekam ich einen iPod geschenkt und seit dem haben mich Podcasts nicht mehr losgelassen. Ich arbeitete weiter fürs Radio, produzierte Audios für Organisationen und Unternehmen, und 2007 bot ich erste Online-Kurse, Wie produziert man einen Podcast,  an und in diesem Rahmen startete ich auch meinen ersten eigenen Podcast in Kooperation mit akademie.de. Denn mit einem Podcast kann jeder und jede selbst zum Sender werden. Doch es war schwierig Teilnehmende dafür zu finden und mit dem Begriff Podcast wussten die meisten damals nichts anzufangen.

2007 kamen die ersten Smartphones auf den Markt, auch das erste Smartphone von Apple, das iPhone. Podcast-Apps machten den Konsum von Podcasts deutlich komfortabler, große Player wie Google und Spotify entdeckten Podcasts für sich und dank Sendungen wie „Seriall“ oder „Fest und Flauschig“ rückte  dieser Kanal immer mehr ins Rampenlicht. Heutzutage gibt es viele etablierte Podcaster, die erfolgreiche Shows mit Millionen von Hörer:innen haben. In der Regel kann man sie kostenlos abonnieren. Podcast-Verzeichnisse wie iTunes oder Apple Podcasts, Google Podcasts oder podcast.de geben einen ersten Überblick bei der Fülle an Angeboten.

Die Popularität von Podcasts hat auch zu einer breiteren Akzeptanz von Audioinhalten geführt, und viele Medienunternehmen haben ihre eigenen Podcast-Teams eingerichtet. Trainer, Berater, Coaches und Therapeuten nutzen dieses Medium um einerseits ihre Kompetenz, aber auch ihre Persönlichkeit. Der öffentliche-rechtliche Rundfunk wird zunehmend auch hier präsenter und Hochschulen, Schulen und Privatleute greifen mittlerweile zum Mikrofon. Eine Reihe von Podcasting-Plattformen und Apps erleichtern den Usern, Podcasts zu entdecken, unkompliziert zu abonnieren und zu hören.

Insgesamt bieten Podcasts eine einzigartige Möglichkeit, Informationen und Unterhaltung zu konsumieren. Der Erfolg zeigt, dass sie eine wichtige Rolle in der Medienlandschaft spielen. Aufgrund der wachsenden Zahl von Hörenden und Produzierenden wird dieses Medium sicherlich weiterhin expandieren und sich entwickeln.

Podcast-Formate

Unterhaltungspodcasts: Comedy, True Crime, Interviews, etc.

Unterhaltungspodcasts sind beliebt, da sie den Hörer:innen die Möglichkeit bieten, sich zu entspannen und unterhalten zu werden. Comedy-Podcasts sind sehr beliebt, da sie immer was zum Lachen anbieten und True Crime-Podcasts findet man in den Podcast-Charts unter den ersten zehn Titeln. Doch auch Talks fesseln und begeistern viele Menschen. Präsentiert werden die Inhalte als Interview-Podcasts, in sogenannten Solofolgen, das sind dann Monologe statt Dialoge, in Reportagen, gebauten Beiträgen, Features  oder Originalton-Collagen. Die Bandbreite ist groß und ermöglicht den Hörerinnen und Hörern, Einblicke in das Leben und die Karrieren von interessanten Persönlichkeiten zu bekommen und andere Lebenswelten kennenzulernen.

Lehrpodcasts: Bildung und Informationsvermittlung

Podcasts um sich weiterzubilden sind ebenfalls sehr beliebt, quasi lebenslanges „Lernen to go“. Angefangen beim Sprachen lernen bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung bieten sie die Möglichkeit, Wissen aufzunehmen. Dezidierte Lehrpodcasts präsentieren zu verschiedenen Themen wie Geschichte, Wissenschaft, Gesundheit, Ernährung und vielem mehr großartige Inhalte. Diese Podcasts bieten eine flexible Möglichkeit des Lernens, denn sie können jederzeit und überall gehört werden.

Podcasts bieten eine große Vielfalt an Inhalten und Formaten, um den unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen der Hörenden gerecht zu werden. Egal, ob man sich unterhalten oder informieren möchte, es gibt immer einen Podcast, der den eigenen Vorlieben entspricht.

Wie kann man Podcasts hören?

Podcast-Apps und Plattformen

Um Podcasts zu hören, benötigt man eine Podcast-App oder eine Podcast-Plattform. Es gibt eine Vielzahl von Apps und Plattformen zur Auswahl, die sowohl für Android als auch iOS verfügbar sind. Einige der beliebtesten Podcast-Apps sind Apple Podcasts, Spotify (eigentlich eine Streamingplattform für Musik), Google Podcasts und AntennaPod, oder Overcast. Diese Apps ermöglichen es den Hörer:innen, Podcasts zu suchen, zu abonnieren und zu streamen.

Streaming vs. Download: Vor- und Nachteile

Beim Hören von Podcasts hat man die Wahl zwischen Streaming und Download. Beim Streaming werden die Podcast-Episoden direkt über das Internet abgespielt, während beim Download die Episoden heruntergeladen und offline gehört werden können. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Wahl hängt von der individuellen Präferenz und den verfügbaren Ressourcen ab. Wenn man eine stabile Internetverbindung hat und keine Einschränkungen hinsichtlich des ladbaren Volumens ist Streaming eine gute Option. Wenn man jedoch keine Internetverbindung hat oder Episoden für unterwegs oder zum wiederholten Hören speichern möchte, ist der Download die bessere Wahl.

Podcast-Erstellung

Grundlagen der Podcast-Produktion

Um einen eigenen Podcast zu starten, sollte man fünf Schritte gehen. Sie umfassen die Erstellung eines Podcast-Konzeptes, in dem man  Fragen nach dem Warum und der Zielgruppe beantwortet, ein wenig Auseinandersetzung mit der Aufnahmetechnik, der Produktion, dem Hosting und der Vermarktung des eigenen Podcasts. Die Technik fürs Podcasten ist in den letzten Jahren immer preiswerter geworden und es ist mittlerweile sogar möglich den eigenen Podcast kostenlos zu erstellen. Ein Konzept ist allerdings immer hilfreich und etwas Zeit fürs Podcasten müssen Sie investieren. – Und das Erstellen guter Inhalte nimmt Ihnen bisher keine App ab.

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PüP_109 Die Kunst der Podcast-Motivation: Wege aus der Durststrecke

PüP_109 Die Kunst der Podcast-Motivation: Wege aus der Durststrecke

In dieser Podcast-Episode spreche ich mit der Sopranistin und Podcasterin Irene Kurka darüber, wie man mit Phasen umgeht, in denen man die Motivation fürs Podcasten verliert. Irene Kurka produziert seit 2018 den Podcast neue Musik leben und kennt Zeiten der Langeweile und des Zweifels. Sie überlegte in 2021, den Podcast aufzugeben, fand aber neue Wege, um wieder Energie zu gewinnen fürs Podcasten und andere Projekte.

Sie nahm sich Pausen, probierte neue Themenschwerpunkte aus und entdeckte, dass solche Durststrecken normal sind. Auch kleine Veränderungen wie Sommerpausen oder Best-of-Episoden halfen ihr, frischen Wind in den Podcast zu bringen. Und Sie konnte mit Hilfe eines Coachs den Druck aus der Produktion herausnehmen.

Ihre Erfahrungen zeigen, dass es okay ist, solche Phasen zu haben, und Irene Kurka teilt in diesem inspirierenden Gespräch, wie man mit diesen Herausforderungen im Podcasting umgehen kann.

Kennen Sie auch den Podcast-Blues? Dann hören Sie rein!

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Wie Sie Ihren Podcast via RSS-Feed in wenigen Schritten auf YouTube veröffentlichen

Wie Sie Ihren Podcast via RSS-Feed in wenigen Schritten auf YouTube veröffentlichen

Sie können jetzt ganz schnell Ihren Podcast auf YouTube veröffentlichen und zwar über den RSS-Feed Ihres Podcasts. Die Episoden-Cover dienen dann als Standbild für die Darstellung als Video. Und das schöne, jede neue Folge die Sie erstellen, wird automatisch auch auf YouTube aktualisiert 😀.
Lesen Sie hier, wie das geht und was Sie bedenken dürfen.

Um Ihren Podcast auf YouTube zu veröffentlichen, benötigen Sie einen eigenen Kanal auf YouTube. In Ihrem Kanal klicken Sie rechts oben auf das Kanal-Icon und im sich öffenden Menü auf YouTube Studio.

Menü YouTube Studio

In meinem Kanal befindet sich bereits mein Podcast übers Podcasten, nicht alle Folgen aber immerhin einige. Den hatte ich vor längerem bereits als neue „Playlist“ eingefügt. Doch bei diesem Vorgehen muss jede Podcastfolge einzeln hochgeladen werden, was wieder ein zusätzlicher Schritt beim Podcasten ist.

Podcasts auf YouTube in YouTube Studios, Screenshot
  • Ist Ihre Seite noch leer, klicken Sie auf Neuer Podcast oder Sie klicken rechts oben auf Erstellen und Neuer Podcast.
  • Jetzt wählen Sie RSS-Feed einreichen
  • Bevor es weitergeht, erscheint der “Der YouTube Podcast Ingestion Service”, ein Aufnahmedienst, den Sie unten rechts akzeptieren müssen.

Alle im Feed enhaltenen Informationen werden übernommen

In den Bedingungen steht unter anderem, dass der Begriff “Podcasts” alle Metadaten und Audiodateien, Bilder und sogar Transkripte sowie andere Informationen, die in Ihrem Podcast-Feed enthalten sind, umfasst.

Wenn Sie die Nutzungsbedingungen von YouTube akzeptieren, akzeptieren Sie auch, dass Sie YouTube das Recht auf Veränderung Ihrer Audios einräumen (z.B. machen sie eine Videodatei aus Ihrem Audio) sowie die Nutzung für eine Monetarisierung. Sie werden dadurch vermutlich nicht zu YouTube-MillionärInnen, dafür müssten Sie einen Partnervertrag mit YouTube abschließen 😉. Aber Sie erlauben, dass YouTube eventuell Werbung in Ihren Audios spielt.

  • Um dem zuzustimmen, setzen Sie ein Häkchen unten links und klicken rechts auf akzeptieren.
  • Dann werden Sie, wie wir es auch von anderen Diensten von Google kennen, gut durch den weiteren Prozess geführt.
  • Wenn Sie gebeten werden den RSS-Feed einzugeben, werden Sie nochmal darauf aufmerksam gemacht, dass Ihre Podcastfolgen keine Anzeigen enthalten darf. Damit sind von Werbepartnern erstellte Werbespots gemeint. Grundsätzlich ist Werbung im Audio erlaubt, z.B. bezahlte Werbung, die Sie selbst einsprechen, die Nennung von Sponsoren und natürlich dürfen Sie Empfehlungen teilen.

Wenn Sie bereits einige Folgen als Playlist hochgeladen haben, können Sie auswählen, welche Folgen hochgeladen werden sollen, damit es keine Dopplungen auf YouTube gibt.

Nach dem die Folgen aus dem Feed hochgeladen wurden, sollten Sie nochmal einen Blick darüber werfen und dann können Sie Ihren Podcast auf YouTube veröffentlichen.

Neue Folgen, die Sie nun Ihrem Feed hinzufügen, werden automatisch auf YouTube veröffentlicht. 

Aber Achtung! Die Statistik von YouTube fließt nicht in die Statistik Ihres Hostingservices ein. Die finden Sie ausschließlich in Ihrem YouTube Studio in den Analytics.

Ändern Sie ältere Folgen, müssen Sie diese auf YouTube noch einmal neu hochladen. Der Feed wird in dieser Hinsicht nicht automatisch aktualisiert, so dass neue Informationen zu bereits veröffentlichten Folgen nicht entsprechend dargestellt werden.

Meinen Podcast “Podcasten – In 5 Schritten zum eigenen Podcast!” können Sie jetzt auf YouTube hören.

Podcasten! auf YouTube, Screenshot

Doch meine Trailerfolge, also die Folge, in der die Hörer:innen hören können, um was es in diesem Podcast geht, steht ganz unten und ich hatte den Podcast als Serie angelegt, weil der Podcast eine Art Kurs ist, und es gut ist bei Episode P01 anzufangen.

Doch diese Punkte und mehr kann ich jetzt noch anpassen.

  • Im YouTube Studio klicken Sie in der linken Sidebar auf Anpassen.
  • Hier können Sie das Video, also die Podcastfolge auswählen, die oben auf der Startseite Ihres Kanals angezeigt werden soll. Das Video ist dann nur für Nutzer:innen sichtbar, die den Kanal noch nicht abonniert haben. 

Um die Reihenfolge Ihrer Episoden zu ändern kicken Sie auf Inhalte, oben im Menü auf Podcasts und wählen den entsprechenden Podcast aus.

Klicken Sie auf den Titel des Podcasts und Sie kommen zu detaillierten Angaben. Rechts wählen Sie die „Standardmäßige Anordnung der Videos“ aus. Bei mir wäre das „Veröffentlicht (älteste zuerst)“, doch Sie haben noch andere Möglichkeiten.

In dem Fenster „Kanalanpassung“ können Sie übrigens die Verbindung zu Ihrem RSS-Feed wieder trennen.sDie Hörer:innen meines Podcasts „Podcasten!“ können jetzt mit der ersten Folgen meines Podcasts starten. Wenn sie im Video die Untertitel aktivieren, können sie sogar mitlesen, oder sie können auf das Transkript zugreifen.

Das wird Ihnen unter den Shownotes angezeigt und wenn Sie auf Transkript mitlesen klicken, erscheint dieses rechts neben dem Video.

Podcast Transkript auf YouTube, Screenshot

Das Skript lässt sich eindeutig besser auf meiner Website lesen, dort wo der Podcast Podcasten! als Audio zu hören ist. Auf YouTube werden z.B. keine Satzzeichen übertragen.

 

Mein Fazit: Insgesamt finde ich es klasse, dass wir unseren Podcasts auch über den RSS-Feed auf YouTube veröffentlichen können. Denn YouTube ist nach wie vor als Suchmaschine für die Verbreitung unseres Podcasts wichtig und wir bekommen eine gute Statistik.

Grundsätzlich ist das Hören der Folgen offline auf YouTube nicht möglich. Die Hörer:innen brauchen auf jeden Fall eine Internetverbindung und Sie können den Podcast nicht mit der Podcast-App ihrer Wahl abonnieren. Der RSS-Feed wird also nur genutzt, um die Folgen einmal auf das Portal zu laden und neue Folgen ebenfalls hochzuladen. Achten Sie deswegen darauf, dass man aus Ihren Shownotes auf Ihre Webseite gelangt, wo der Podcast dann mit Apple Podcasts, Spotify oder einer anderen App abonniert werden kann.

Freier RSS-Feed geht meiner Meinung nach anders 😉. Wie Spotify will auch YouTube in erster Linie die Nutzer:innen auf der Plattform halten und die Inhalte monetarisieren. Es bleibt also spannend, wie sich Podcasts auf YouTube weiterentwickelt.  

Schreiben Sie gerne in den Kommentaren, was Sie zu Podcasts auf YouTube denken!

 

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