„Die Zahl ist das Wesen aller Dinge“, soll Pythagoras gesagt haben und – das hat er nicht gesagt – daher sollten die Zahlen besondere Beachtung beim Schreiben fürs Hören finden. Zwischen Lesen und Hören gibt es große Unterschiede: Der Hörer oder die Hörerin kann beispielsweise nicht im Text zurückspringen. Und abstrakte Zahlen gehen oft zum einen Ohr rein und zum anderen direkt wieder heraus 😉

Daher sollten Sie beispielsweise nicht auf die fünfte Stelle hinter dem Komma pochen, (es sei denn, sie ist wirklich wichtig!) sondern auf- oder abrunden.

Aus 9,6 Prozent werden so fast 10 Prozent und aus 23,9 Prozent wird knapp ein Viertel. So merken wir uns die Zahlen besser.

Kürzlich fand ich auf dem Blog von Andrea Jost dazu einen sehr passenden Beitrag. In Du sollst vergleichen. sagt Andrea Jost, man solle Vergleichszahlen anbieten, damit die genannte Zahl konkreter wird. Das ist ein großartiger Hinweis, der ganz besonders beim Schreiben fürs Hören berücksichtigt werden sollte.

Die Zahl meiner Hörer*innen ist auf 4000 gestiegen. – O.K. – das ist eine klare Aussage.

Die Zahl meiner Hörer*innen ist von 2000 auf 4000 gestiegen, ist sehr viel aussagekräftiger und Sie denken vielleicht sofort: „ahh, sie hat sich verdoppelt“.

Also sagen Sie das doch gleich:  Die Zahl meiner Hörer hat sich verdoppelt.

Von 2000 auf 4000 ist relativ klar und einprägsam. Doch wie sieht es im nächsten Beispiel aus?

Laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2014 riefen 54 Prozent der Onliner – zumindest gelegentlich – Audios im Internet ab. 28 Prozent fielen dabei auf Musikangebote und nur 7 Prozent hörten Audio-Podcasts.

Mir würde in einem Hörbeitrag besser gefallen: Gut die Hälfte aller Onliner riefen – zumindest gelegentlich – Audios im Internet ab.  Mehr als ein Viertel bevorzugten dabei Musikangebote und immerhin 7 Prozent hörten Audio-Podcasts.

Mein Tipp: Wenn die Zahl in Ihrem Hörbeitrag das Wesentliche ist, dann widmen Sie ihnen etwas Aufmerksamkeit.

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