Darum liebe ich meinen Podcast

von Brigitte Hagedorn | Allgemein, Podcasting | 0 Kommentare

Warum ich meinen Podcast brauche, um Podcast-Mentorin zu sein

„Darum liebe ich meinen Podcast“ ist der Titel einer Blogparade von Barbara Riedl-Wiesinger & Dagmar Recklies. Im Rahmen des Projektes Micro Audio Symposium fragen sie nach dem Warum, nach dem Wie und vielen weiteren Dingen, über die es sich als Podcaster:in durchaus lohnt immer mal wieder nachzudenken.

Also, warum liebe ich meinen Podcast?

Als ich den Titel der Blogparade las, musste ich zunächst schmunzeln. Meinen Podcast lieben? Ehrlich gesagt denke ich häufiger an den Aufwand als an die Liebe. Podcasten bedeutet Arbeit, Zweifel, technische Hürden und die ständige Frage, wie die neue Folge ihre Hörerinnen und Hörer findet.

Doch dann habe ich mir die letzte Frage von den Anregungen für die Blogparade angeschaut: Was würde fehlen, wenn es deinen Podcast nicht gäbe? Und ich habe mich gefragt, was würde mir fehlen? – Und das ist eine ganze Menge!

Mein Warum

Ich arbeite als Podcasttrainerin und Autorin. Und das Ziel meines Podcasts ist, dass ich das, worüber ich schreibe und spreche in Seminaren, Workshops und auf Bühnen auch selbst mache. Ich muss das nicht perfekt machen, doch ich sollte wissen, wie Podcasten geht. Ich sollte wissen, wie es sich anfühlt „sichtbar“ zu werden, welche Hürden es regelmäßig zu überwinden gibt und eben meine eigenen Erfahrungen haben.

Nur so kann ich meinen Kunden und Kundinnen in der 1:1-Zusammenarbeit oder als Trainerin eine glaubhafte Sparringspartnerin sein. Kann Tipps geben und Tools empfehlen, weil ich weiß, wovon ich spreche.

Die Vorstellung, jemand würde mich fragen: „Und wie machen Sie das selbst?“ – und ich müsste antworten: „Ich habe gar keinen Podcast.“
Dieser Gedanke jagt mir tatsächlich einen Schauer über den Rücken.

Ich habe einige Podcast-Projekte gestartet und auch schon wieder beendet, doch hier geht es um meinen Der Podcast übers Podcasten. Den betreibe ich seit Juni 2013.

Was bringt mir mein Podcast?

Neben den Erfahrungen für meine Arbeit ist mein Podcast gleichzeitig mein ganz persönliches Weiterbildungsprojekt. Zu interessanten Themen rund ums Podcasting lade ich mir Interviewpartner ein. Ich lerne dann schon einiges in der Vorbereitung dieser Gespräche und kann im Gespräch ungeniert und neugierig nachfragen.

Ein paar dieser Interviews ergänzen auch mein Buch „Podcasting. Schritt für Schritt zum eigenen Podcast“. Über QR-Codes können die Leser:innen direkt reinhören und über meine Stimme, auch wenn sie nur hier nur fragt, lernen sie die Autorin besser kennen.

Grundsätzlich ist die Mehrfachverwertung einer der großen Vorteile von Podcasts. Aus einzelnen Episoden sind bei mir bereits Blogartikel und Newsletter entstanden. Eine Folge liefert oft genügend Stoff für zahlreiche Social-Media-Beiträge – als Zitat, Audiogramm oder kurzer Impuls. Gleichzeitig bin ich mit einer Veröffentlichung auf Apple Podcasts, Spotify und vielen weiteren Plattformen präsent.

Ich habe Kunden, die bereits mehrere Bücher aus ihrem Podcast entwickelt haben oder andere Formate aus ihrem wertvollen Podcast-Content gestalten. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Und sonst?

Durch die Interviews erweitere ich ständig mein Netzwerk oder vertiefe bestehende Kontakte. Natürlich kann ich Expertinnen und Experten leichter ansprechen, wenn ich ihnen gleichzeitig eine Bühne für ihr Projekt, ihren Podcast oder ihr Thema bieten kann.

Und genau das mache ich besonders gern: anderen eine Bühne geben. In der Vergangenheit waren das beispielsweise auch spannende Audioprojekte, die nicht unmittelbar mit dem Thema Podcast zu tun hatten, aber auf jeden Fall einen Blick über den Tellerrand wert waren.

Was sich alles ergibt, wenn jemand den eigenen Podcast hört, bleibt oft im Verborgenen. Ich selbst werde durch andere Podcasts immer wieder inspiriert und motiviert, bekomme Tipps, die mich der Lösung eines Problems näherbringen, oder nehme einfach gute Gedanken und Stimmung mit.

Einmal erhielt ich durch meinen Podcast sogar einen Auftrag. Die Redakteurin eines Medienmagazins fragte ihre Alexa nach Input zum Thema Podcasting, und ihr wurde mein "Podcast übers Podcasten" abgespielt. Der Inhalt veranlasste sie, mir einen größeren Schreibauftrag zu geben. Dem ersten folgten weitere. Für mich war das ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie weit ein Podcast wirken kann – oft ohne dass wir es überhaupt bemerken.

Was fehlen würde, wenn es meinen Podcast nicht gäbe

Vielleicht ist das die eigentliche Antwort auf die Frage dieser Blogparade: Ich liebe meinen Podcast nicht jeden Tag. Aber ich liebe, was durch ihn möglich wird.

 

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