Neben der technischen Qualität eines Podcasts gibt es auch eine stimmliche Qualität. Damit wir beim Podcasten verständlich artikulieren, nicht zu schnell sprechen und der Klang unserer Stimme angenehm bei den Hörerinnen und Hörern ankommt, ist es sinnvoll, die Stimme vor der Aufnahme aufzuwärmen, die Sprechwerkzeuge ein wenig zu ölen.
Im Folgenden finden Sie 13 einfache Übungen für ein kleines Warm-up. Viel Spaß beim „Stimme aufwärmen“!

Der Eigenton

Jeder Mensch hat einen stimmlichen Klangbereich, in dem er ohne Anstrengung auch längere Zeit sprechen kann und sympathisch beim Gegenüber ankommt: Unser Eigenton oder Wohlfühlton! Es ist gut, diesen zu kennen, und Sie können sich vor der Aufnahme auf ihn „kalibrieren“.

Wie finde ich meinen Eigenton?

Denken Sie an ein leckeres Gericht und summen Sie aus dem Bauchraum ein genüssliches  „Mmmm“. Kauen Sie gerne ein bisschen auf diesem „mmm“ herum. „Mmmm“ zu summen und dabei zu kauen weitet die Resonanzräume und stellt Sie auf Ihren Eigenton ein.

Ich finde es immer wieder interessant, diesen Ton zu hören und zu bemerken, dass er eher tiefer ist als meine normale Sprechstimme. Ist das bei Ihnen auch so?

Weitere Übungen, um die Stimme aufzuwärmen

  • Schlenkern Sie mit den Armen und hüpfen Sie dabei. Das lockert die Muskeln und regt eine tiefe Atmung an.
  • Recken und strecken Sie Ihren Körper.
  • Kreisen Sie mit den Schultern in beide Richtungen.
  • Öffnen Sie den Brustraum. Verschränken Sie die Hände hinter dem Rücken, strecken Sie die Arme und bewegen Sie die Arme nach oben. Gehen Sie dabei nicht ins Hohlkreuz und öffnen Sie den Brustkorb.
  • Stellen Sie sich eine Geburtstagstorte vor. Sie trägt so viele Kerzen, wie Sie Lebensjahre zählen. Mit einem langen “Ffffffff” pusten Sie die Kerzen aus. 
  • Sprechen Sie ein kräftiges „Hopp, Hopp, Hopplahopp“ und legen Sie dabei die Hände auf den Bauch. Spüren Sie, wie Ihr Bauch rein und raus schnellt. Das Zwerchfell bewegt sich schnell auf und ab und wird so trainiert. Auch Lachen trainiert diesen großen Atemmuskel.
  • Räkeln Sie sich und geben Sie einem kommenden Gähnimpuls nach. Beim Gähnen wird der Kehlkopf locker in die Tiefe gezogen und Kehl- und Rachenräume maximal geweitet. 
  • Summen und brummen Sie. Sprechen Sie dabei „njom, njum, njam, njem, njim, njeum, njeim, njaum“ und machen Sie dabei Kaubewegungen oder kauen Sie Gemüse oder einen Müsliriegel. Bei der Kauübung wird eine Verbindung und Koordination zwischen lustbetontem Essen und lustbetontem Sprechen im zentralen Nervensystem ausgebildet, was sich positiv auf die Stimme auswirkt. 
  • Schürzen Sie die Lippen und schnauben Sie wie ein Pferd.
  • Lassen Sie den Kiefer locker hängen und massieren Sie den Bereich Ihrer Kaumuskulatur.
  • Beißen sie locker auf Ihren Daumennagel und bewegen Sie Ihren Unterkiefer vorsichtig hin und her.
  • Fahren Sie langsam und genüsslich mit Ihrer Zunge außen an den oberen Zähnen entlang. Achtmal nach links, achtmal nach rechts. Dann wiederholen Sie dies mit der unteren Zahnreihe und schließlich machen Sie vier ganze Runden als liegende 8 an den äußeren Zahnreihen.

 

Werden Sie sich Ihres Atems in einer Atemübung bewusst

  • Normal Atmen: Beobachten Sie Ihren Atem – was hebt sich, was senkt sich, wohin fließt die Luft?
  • Bauchatmung: Versuchen Sie, bewusst in den Bauch zu atmen.
  • Flankenatmung: Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl. Legen Sie Ihre Hände unter Ihre hinteren seitlichen Rippen und spüren Sie, wie sich beim Atmen Ihre Flanken dehnen. 
  • Bauchatmung im Sitzen: Stellen Sie die Füße fest auf und atmen Sie in den Bauch.
  • Atmen nach Zahlen: Zählen Sie bis vier beim Einatmen, halten Sie bis acht den Atem an und zählen Sie wieder bis acht beim Ausatmen. Dadurch lernen Sie, kurz einzuatmen und den Ausatem gut dosiert und langsam abzugeben. Das ist hilfreich,  um auch längere Sätze entspannt zu sprechen.
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