Um den zeitlichen Aufwand für die Podcast-Produktion zu verringern, arbeite ich mit Vorlagen. Ich erstelle mir Vorlagen für den Inhalt, das ist dann mein Manuskript und Projektvorlagen für die Audiobearbeitung. Die Manuskript-Vorlage lege ich in meiner Textverarbeitung schon bei der Konzeptionierung des Podcasts an und ergänze sie bei der Erstellung der ersten Episode. Die Audio-Projektvorlage entsteht bei der Produktion der ersten Episode.

Wie kann eine Text- oder Manuskript-Vorlage aussehen?

Kürzel und Nummer der Episode sowie der Titel
z.B.: PueP_001 – Alles was Recht ist

Intro/Begrüßungsformel
Das Intro meines noch jungen Podcasts besteht aus einem Jingle, auf dem ich mit einer Begrüßung starte – „Herzlich willkommen beim Podcast übers Podcasten. Mein Name ist Brigitte Hagedorn.“

Einstieg oder Situierung
In diesem Teil werden die Hörer in die Situation, den Kontext, eingeführt. Sie werden „abgeholt“, damit sie das Gehörte leichter nachvollziehen und verstehen können. Beispielsweise erzählen Sie hier erstmal, um was es in den nächsten Minuten (oder auch der nächsten Stunde) gehen wird und warum es sich lohnt zuzuhören. Denn Ihre Hörer sehen keine Bilder, keine Schlagzeilen oder Absätze. Nichts was ihnen einen Überblick über das Kommende liefert. Viele Hörer haben vermutlich schon den Titel gelesen und manchmal auch die Shownotes, doch gerade beim mobilen Hören fällt das leicht weg.

Inhalt
Im meinen Vorlagen steht hier mein Manuskripttext oder das Stichwort „Interview“.  Macht ein Interview den Hauptinhalt  meines Podcasts aus, dann notiere ich mir hier Worte einer Überleitung. Etwa „hören Sie selbst“ oder „als erstes habe ich XY gefragt…“.
Ich notiere mir auch, mit welchen Worten das Interview endet und versuche dies dann entsprechend in meiner Abmoderation aufzunehmen. Zum Beispiel mit einer Zusammenfassung oder einem Fazit.

Ob Sie Ihr Manuskript ausformulieren oder nur Stichworte notieren ist eine ganz persönliche Entscheidung. Freies Sprechen hört sich oft besser an und beim Vorformulieren sollten Sie auf einen mündlichen Stil setzten. Mehr dazu finden Sie in meinen Beiträgen über das Schreiben fürs Hören.

Schluss
Vielleicht möchten Sie am Ende noch einige Hinweise in eigener Sache machen, auf eine Veranstaltung hinweisen oder ein Angebot. Bei mir könnte das immer noch ein Hörtipp oder eine neue Podcast-Entdeckung sein. Eine Art Cliffhanger wäre ein Hinweis darüber, was in der nächsten Episode kommt.
In meiner Vorlage notiere ich mir genau, was ich sagen will. Die genauen Daten, Uhrzeiten und weiterführende Links.

Outro/Abschlussformel
Jürgen Wiebecke beendet sein philosophisches Radio auf WDR 5 immer mit den Worten „Grübeln Sie nicht zuviel“ und sehr nett finde ich die Worte von Ranga Yogeshwar am Ende von Quarks & Co: „Danke fürs zuschauen, empfehlen Sie uns weiter und bleiben Sie uns treu.“ – Tja, was will man mehr von seinen Hörern? Vielleicht noch ein Feedback – und dafür brauchen sie eine E-Mail-Adresse 😉

Zum Abschluss oder im Outro sollten Sie nochmal Ihren Namen nennen und die URL Ihrer Website. Schon aus rechtlichen Gründen, das Impressum betreffend.

Das Arbeiten mit Vorlagen spart mir viel Zeit,

  • da ich nicht jedes Mal überlegen muss, wie begrüße oder verabschiede ich meine Hörerinnen.
  • da es mir die Erstellung der Shownotes erleichtert. Alle URLs auf die ich verlinken möchte, habe ich dort schon notiert und die Situierung funktioniert häufig gut als Teaser. Mit Copy and paste ist es schnell in den Blog übertragen.
  • weil ich bei der Aufnahme nichts vergesse und sie nicht wiederholen muss. Zum Beispiel den Hinweis auf das nächste Seminar oder auf einen interessanten Blogbeitrag.

Außerdem sorgen Text-Vorlagen für eine gleichbleibende Struktur des Podcasts, was wiederum dem Wiedererkennungswert zugutekommt.

Projektdateien als Audio-Projektvorlagen

Ich arbeite mit dem freien und plattformunabhängigen Audioeditor Audacity. Hier erstelle ich mir aus dem Projekt, also einer .aup-Datei eine Vorlage. Im Beispiel meines Podcasts übers Podcasten lautet diese Vorlage dann PueP_xx.aup.

Hier ist es nur eine Spur, in der mein Jingle liegt. Bereits etwas ein- und ausgefadet.

In einer Audio-Projektvorlage sind Intro und Outro, Jingle und andere akustische Merkmale schon gespeichert. Bei der Produktion der nächsten Episode werden die Moderation und das Interview oder der Wort-Beitrag eingefügt, bzw. direkt im Projekt aufgenommen. Ein Jingle und vorproduzierte Intros oder Outros lassen sich dann einfach an die entsprechende Stelle verschieben. Das neue Projekt wird unter einem anderen Namen gespeichert. In meinem Beispiel Puep_02.aup. Wenn ich daraus jetzt eine MP3-Datei erstelle, bekommt auch diese automatisch den Namen Puep_02.mp3.

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Brigitte Hagedorn

About Brigitte Hagedorn

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